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Abtreibung wegen einer Behinderung?

31. August 2007 um 7:25

Hallo Ihr Lieben. Ich bin erst in der 7. SSW und hatte gestern meine erste Vorsorgeuntersuchung. Und da wurde mal wieder (wie in der 1. SS auch) eine Frage gestellt, die bei uns für Diskussionen gesorgt hat. Mich würde Eure Meinung dazu interessieren. Was würdet Ihr tun? Die Frage lautete:

Was würden Sie tun, wenn sie wüssten, dass Ihr Kind behindert ist - z. B. Down-Syndrom!

Ich hasse solche Fragen! Aber die FÄ meinte - wenn ich von Anfang an sage, ich würde es abtreiben, dann empfiehlt sie AUF JEDEM FALL eine Fruchtwasseruntersuchung & Co (die alle mit nem Fehlgeburtrisiko verbunden sind). ICH WEISS ES DOCH NICHT!!! Per heute würde ich sagen, ich würde auch ein Kind mit Down-Syndrom nicht abtreiben wollen. Aber wer weiss, wie man es sieht, wenn man erstmal mit dem Thema konfrontiert ist... Mein Mann würde ein behindertes Kind abtreiben lassen. Meine Eltern auch. Angesichts dessen, dass so ne Untersuchung mit einem FG-Risiko verbunden ist, ist mein Mann aber gegen eine derartige Untersuchung. Und ich sowieso...

Was würdet Ihr tun? Wurde Euch die Frage ebenfalls gestellt? Habt Ihr die Untersuchungen machen lassen?

LG,
Juelie

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31. August 2007 um 7:36

Guten morgen!!!
Die frage stellt sich,warum die frauenärztin dich das gefragt hat???
Bist du schon über 35 Jahre??
Also als ich mit meiner mausi(11 Wochen)schwanger war,hat man mich dies zu keiner zeit gefragt!!!
Ich bin 34 Jahre!!
Ich find einfach,dass man die frauen in der schwangerschaft zu sehr nervös macht,wo manche schwangerschaften wirklich nicht einfach sind!!
Ob ich ein kind abtreiben lassen würde,wenn es behindert ist???
Hm..da muss ich echt sagen,da hab ich mir ehrlich gesagt nie große gedanken gemacht!!!
Ich denke,es kommt darauf an,wieviele kinder man schon hat oder wie labil oder stark frau ist!!!
Aber...,was für ein leben hätte das behinderte kind den,wenn man es auf die welt bringt oder wie würde das leben weiter gehen der eltern mit einem behinderten kind!!!
Ich kann überlegen wie ich will,ich komm auf kein ergebnis!!!
Ich denke das können andere mütter besser beurteilen,die schon einmal in dieser situation waren!!!

Lg

Sandy

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31. August 2007 um 7:38

Hmmm?!
guten Morgen erst mal!!!

Also ich habe 3 Jahre lang in einem Behindertenheim mit Schwerbehinderten gearbeitet und weiß daher wie schwer so ein tag sein kann...
ich persönlich habe diesen job gerne gemacht (nicht auch mitleid wie viele behaupten) aber ich weiß seit dem auch, das ich es nicht bei meinem eigenen Kind könnte die Belastung wäre für mich einfach zu stark!!!

gut finanziell gesehen bekommt man viel unterstützung vom Staat, aber der kopf muss ja auch mitspielen!!

Habe keinen test machen lassen und mein zwerg ist gesund!!

glg Marisa
ET+1

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31. August 2007 um 7:40
In Antwort auf sanderle0303

Guten morgen!!!
Die frage stellt sich,warum die frauenärztin dich das gefragt hat???
Bist du schon über 35 Jahre??
Also als ich mit meiner mausi(11 Wochen)schwanger war,hat man mich dies zu keiner zeit gefragt!!!
Ich bin 34 Jahre!!
Ich find einfach,dass man die frauen in der schwangerschaft zu sehr nervös macht,wo manche schwangerschaften wirklich nicht einfach sind!!
Ob ich ein kind abtreiben lassen würde,wenn es behindert ist???
Hm..da muss ich echt sagen,da hab ich mir ehrlich gesagt nie große gedanken gemacht!!!
Ich denke,es kommt darauf an,wieviele kinder man schon hat oder wie labil oder stark frau ist!!!
Aber...,was für ein leben hätte das behinderte kind den,wenn man es auf die welt bringt oder wie würde das leben weiter gehen der eltern mit einem behinderten kind!!!
Ich kann überlegen wie ich will,ich komm auf kein ergebnis!!!
Ich denke das können andere mütter besser beurteilen,die schon einmal in dieser situation waren!!!

Lg

Sandy

@Sandy:
Nein, ich bin "erst" 30. Und bei der 1. SS war ich 28 - und die Frage wurde trotzdem gestellt. Tja, ein gewisses Risiko fährt immer mit und meine FÄ ist generell sehr übervorsichtig und klärt am Liebsten solche Sachen besser heute als morgen...

Danke für Deine Meinung! Im Prinzip sprichst Du mir aus der Seele...

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31. August 2007 um 7:43

Huhu...
genau wegen sowas hab ich mich gegen jegliche untersuchung entschieden...ich möchte das leben meines kindes nicht von mir abhängig machen...auch ein behindertes leben ist lebenswert...meine schwester ist selbst von geburt an schwerstbehindert und man sieht die pure lebensfreude in ihrem gesicht...
also ich habe und werde genauso wie in meiner ersten ss keine dieser untersuchungen durchführen lassen....lg

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31. August 2007 um 7:45
In Antwort auf heide_12505916

Hmmm?!
guten Morgen erst mal!!!

Also ich habe 3 Jahre lang in einem Behindertenheim mit Schwerbehinderten gearbeitet und weiß daher wie schwer so ein tag sein kann...
ich persönlich habe diesen job gerne gemacht (nicht auch mitleid wie viele behaupten) aber ich weiß seit dem auch, das ich es nicht bei meinem eigenen Kind könnte die Belastung wäre für mich einfach zu stark!!!

gut finanziell gesehen bekommt man viel unterstützung vom Staat, aber der kopf muss ja auch mitspielen!!

Habe keinen test machen lassen und mein zwerg ist gesund!!

glg Marisa
ET+1

@Marisa:
Der Bruder von meinem Mann war seit einer Hinrhautentzündung als Kind behindert. Da hast Du wohl Recht - wenn man erst mit Behinderten zu tun hatte, sieht man das Ganze vielleicht etwas anders... Es ist auch mein Problem - ich habe mich noch nie mit BEhinderten auseinander setzen müssen. Ich weiss nicht, wie es ist... Ob ich es schaffen würde...

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31. August 2007 um 7:47

@Enibas:
Tja, für meinen Mann kommt die Abtreibung leider in Frage. Aber eben die Untersuchungen nicht. *g* Männer! Dass mir die Entscheidung von keinem abgenommen werden kann, ist mir klar. Aber ich freue mich trotzdem über Eure Meinungen dazu.

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31. August 2007 um 7:53

@Enibas:
Ich hab es schon verstanden, hast Recht. Wollte nur nicht, dass der Eindruck entsteht, dass ich hier eine Liste mit pro und contra führe, wo ich bei jedem Beitrag von Euch einen STrich mache. War eher allgemein von mir geschrieben, nicht auf Deinen Beitrag bezogen. Sorry, ist noch früh am Morgen...

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31. August 2007 um 8:11
In Antwort auf rowan_12314255

@Sandy:
Nein, ich bin "erst" 30. Und bei der 1. SS war ich 28 - und die Frage wurde trotzdem gestellt. Tja, ein gewisses Risiko fährt immer mit und meine FÄ ist generell sehr übervorsichtig und klärt am Liebsten solche Sachen besser heute als morgen...

Danke für Deine Meinung! Im Prinzip sprichst Du mir aus der Seele...

Guten Morgen alle zusammen
Diese entscheidung zu treffen ist echt schrecklich.
Ich hatte eine situation und zwar habe ich zwillinge bekommen denn enen ging es soweit gut dem anderen sehr sehr schlecht überlebungschance 30%.
Da sprach mich der Doc an was ich machen wolle ob ich ihn sterben lassen wolle oder ob ich weiter versuchen würde ihn zu retten, ich wollte alles tun damit er lebt habe daher auch die maschienen angelassen, er ist zwas schwerstbehindert aber ich liebe ihn so sehr und ich weiß das er mich auch so sehr liebt weil er mir so viel wärme und liebe gibt.
Es bedeutet zwar arbeit aber für mich ist es keine denn ich mache es aus liebe zu meinem Kind.
BY

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31. August 2007 um 8:14

HY
Diese entscheidung zu treffen ist echt schrecklich.
Ich hatte eine situation und zwar habe ich zwillinge bekommen denn enen ging es soweit gut dem anderen sehr sehr schlecht überlebungschance 30%.
Da sprach mich der Doc an was ich machen wolle ob ich ihn sterben lassen wolle oder ob ich weiter versuchen würde ihn zu retten, ich wollte alles tun damit er lebt habe daher auch die maschienen angelassen, er ist zwas schwerstbehindert aber ich liebe ihn so sehr und ich weiß das er mich auch so sehr liebt weil er mir so viel wärme und liebe gibt.
Es bedeutet zwar arbeit aber für mich ist es keine denn ich mache es aus liebe zu meinem Kind.

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31. August 2007 um 9:09

......... .....
Für mich wäre ein behindertes kind keine option!! Ich würde es sicher abtrieben!

Ich würde es mir schlicht nicht zutrauen....ein gesundes kind ist anstrengend genug...ich will kein 20 jähriges kleinkind irgendwann vor mir haben!

Weil ich 20 bin und in meiner familie sowas noch nie vorgekommen ist habe ich aber keine großen tests machen lassen...

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31. August 2007 um 10:57

Hi!
Die Frage ist so schwer zu beantworten!

Bei mir war die NFM unauffällig, aber der Bluttest so schlecht, dass bei mir ein stark erhöhtes Risiko vorlag, ein behindertes Kind zu bekommen. Mein FA hat mir nahegelegt eine FWU machen zu lassen... was tun?

Es war meine 2. SS (die erste endete in einer FG), von der ich erst im 3. Monat erfahren habe. Ich wusste also gerade mal zwei Wochen von meiner SS und sollte so eine Entscheidung treffen. Mein erstes US-Bild zeigte meine Maus, die uns zugewunken hat. Und da sollte ich mich für oder gegen mein Ungeborenes entscheiden? Das war für mich unmöglich. Mein Mann und ich haben uns dann informiert. Als wir dann erfahren haben, dass man bei der FWU nur einen chromosomalem Schaden, sowie einen Neuralrohrdefekt nachweisen kann, haben wir abgewogen...
beim US war alles in Ordnung, keine Auffälligkeiten, mit einer Trisomie 21, Taubheit ode Blindheit konnten wir leben und alle anderen Behinderungen geistiger Art sind durch so einen Test eh nicht nachzuweisen und unter ger Geburt kann auch immer nochwas pssieren. Die Risiken haben gegeneinander abgewägt und uns dann gegen eine FWU entschieden, da uns dann dann das Risiko einer FG doch zu hoch war (höher als das Risiko, ein behindertes Kind zu bekommen). Wir haben uns dazu entschlossen, das Leben entscheiden zu lassen.
Meine Tochter ist dann zwar zu früh, aber vollkommen gesund zur Welt gekommen.

Ach so, einen kleinen genetischen "Defekt" hat sie. Sie hat etwas zu kurze kleine Finger, die auch nicht ganz zu strecken sind. Das hat sie von mir!

Ich weiß nicht wie ich handeln würde, wenn ich wieder in der Situatin wäre. Ich denke, dass da immer viele individuelle Faktoren eine Rolle spielen. Es kann sein, dass ich mich beim nächsten Mal anders antscheide...

Es ist wirklich schwierig!

LG

Tina

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31. August 2007 um 11:51

Hallo
Hallo Julie!

Na da gratuliere ich dir noch recht herzlich.
Meine Geschichte brauch ich dir ja nicht mehr zu erzählen. Ich habs jetz beim zweitenmal von der Nf Untersuchung abhängig gemacht. Dabei ist es ja auch beim erten mal aufgefallen. Ich hatte damals eine Chroniozottenbiopsie bei der nichts passiert ist. Aber die Garantie hast du nie. Das Problem ist doch, mit einer Trisomie 21 kann man ja noch umgehen. Aber was ist wenn du das ganze Kinderzimmer eingerichtet hat und freust dich und deine Maus kommt nie nach hause?
Meine Werte waren diesmal so gut, das ich auf weitere untersuchungen verzichtet habe. Beim gleichen Befund hätte ich allerdings auch dieses Kind nicht bekommen.

LG Finnchen3

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31. August 2007 um 12:01

Hallo
Als ich mit meiner ersten Tochter schwanger war stellte sich die Frage bei uns auch, ob wir alles untersuchen lassen sollen oder nicht, da in der Familie meines Mannes eine genetische Krankheit vorliegt, meine Nichte krank ist und mein Mann weiss, dass er Träger ist. Ich ging in die Uniklinik zur Genetischen Sprechstunde, der Arzt stellte mir einen Diagramm vor, um mir zu erklären, dass die Wahrscheinlichkeit der Krankheit sehr gering sei, dennoch war ich verunsichert.... Dann sagte mir der FA folgendes: "Wenn Sie es wünschen, machen wir alle nötigen Tests, keine Frage. Dennoch kann ich Ihnen sagen, sie werden mit grosser Wahrscheinlichkeit ein gesundes Kind gebären. Dieses gesunde Kind wird dann so mit 6-7 Monate anfangen zu toben und könnte dann in einem Moment der Unachtsamkeit ihrerseits (heute weiss ich was er meinte!) vom Hochstuhl auf den Kopf fallen und dabei schwerstbehindert werden.... Was machen sie dann?"
Das war für mich der Auslöser, ich habe die Untersuchungen nie gemacht und freue mich heute auf meine zwei gesunden Mädels und erwarte mein drittes (SSW 21)!
Gruss
Stéphanie

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