Home / Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / Abtreibung unter Vollnarkose- Fragen

Abtreibung unter Vollnarkose- Fragen

10. Oktober 2015 um 14:24 Letzte Antwort: 26. Oktober 2015 um 0:52

Hallo,
zuerst einmal: unsere Entscheidung steht, wir sind nicht glücklich darüber, solch einen Schritt gehen zu müssen, aber für uns ist es deutlich besser als derzeit ein Kind zu bekommen.

Ich habe nächste Woche einen Termin für den Abbruch, es sind dann ca. 4 Wochen nach der Befruchtung.
Eigentlich wollte ich den Abbruch unter örtlicher Betäubung vornehmen lassen, das machen die Praxen hier in der Nähe allerdings nur bei Frauen, die bereits Kinder haben, da der Muttermund sonst zu fest sei und daher trotz Betäubung starke Schmerzen entstehen könnten.
Nun muss ich es also unter Vollnarkose machen lassen und davor habe ich panische Angst. Bei allen anderen Eingriffen, die ich bisher hatte (nicht dieser Art!), habe ich mich immer vor einer Vollnarkose gedrückt. Die einzige Vollnarkose hatte ich mal mit 3 Jahren, aber daran habe ich keine Erinnerungen mehr.

Was ich schon weiß, ist, dass ich nach dem Vorgespräch, bei dem mein Freund dabei sein darf, nochmal zur Toilette soll und mein mitgebrachtes Nachthemd anziehen soll. Dann komme ich wohl in den Raum, soll mich auf den Stuhl setzen und bekomme die Narkose
Doch wie ist es nach dem Abbruch? Wache ich noch auf dem Stuhl auf und kann selbstständig in den Ruheraum gehen? Wenn nicht auf dem Stuhl, wie komme ich da dann runter? Zudem soll ich Slips und Binden mitnehmen, bekomme ich die dann angezogen oder darf ich das selbst machen nach dem Aufwachen?

Ich würde mich allgemein über Erfahrungsberichte dazu freuen. Im Internet habe ich bisher nichts gefunden, wo auf die genannten Fragen eingegangen wurde.
Solche Gedanken wirken vermutlich vollkommen nebensächlich in solch einer Situation, das sind sie auch, trotzdem belasten sie mich momentan noch zusätzlich. Diese Fragen werde ich natürlich auch nochmal bei dem Vorgespräch ansprechen, aber bis dahin sind es noch 6 Tage

Mehr lesen

10. Oktober 2015 um 16:33

Also.
Auch wenn das für Frauen mit einem derartigen Selbstkontrolldrang blöd ist muss man viele deiner fragen mit nein beantworten.
1. Du wachstsehr wahrscheinlich nicht mehr auf dem Stuhl auf. Der Stuhl ist meist verstellbar und die Patientin wird nach erfolgtem Abbruch in liegende Position gebracht. Von der liegenden geht es auf ein anderes Bett in dem du dann auf wachst.
Nach so einer Narkose kann man recht flott wieder aufstehen aber falls der Kreislauf nicht mit macht braucht der Arzt eine Möglichkeit dich in Füße hoch Lage zu bringen. Da sind Betten geeigneter als der Stuhl.
2. Den Slip zieht man dir an. Das wirst du nicht sofort schaffen wenn du die Augen auf machst. Man brauch schon ein paar Minuten um sich zu orientieren, in dieser Zeit werden Bewegungen in denen man den Oberkörper senkt erstmal vermieden.
3. Eine Narkose heißt Abgabe der Kontrolle, Punkt. Du schläfst. Und man erwacht nicht wie nach einem Nickerchen, sondern ist erstmal schlapp und etwas duselig. Aber das hält nicht lange an. 10-15 Minuten, ist auch immer bisschen Personen abhängig.

Ich hatte bisher 3 solcher Narkosen selbst und durfte mehrere Personen betreuen die aus eben dieser erwachten. Meine Empfindung: unspektakulär und absolut nichts im Vergleich zu dem was man sich irres ausmalt. Je entspannter man ran geht desto angenehmer wird es auch. Bisher hab ich noch keinen Patienten gehabt der mit schlechter Erfahrung da raus kam.

Wenn ich könnte würde ich jede unangenehme Behandlung so durch führen lassen, finde das regelrecht angenehm

Gefällt mir 1 - Hilfreiche Antworten !
11. Oktober 2015 um 1:50

Ich würde mich sempachere
absolut anschließen und in dieser frühen Woche den medikamentösen Abbruch wählen.

Melde dich gerne bei Fragen.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
11. Oktober 2015 um 22:37

...
Du wirst nach der Vollnarkose in einem Bett im Aufwachraum erwachen. Sie heben dich vom Stuhl in das Bett und fahren dich dann in den Raum. Sie werden dir den Slip mit einer Binde unmittelbar nach dem Eingriff anziehen, weil du selbst dazu nicht fähig sein wirst und sonst das Bett und deine Wäsche vollblutest.

Ich hatte bereits mehrere Eingriffe in Vollnarkose. Das ist ein Klacks. Aber ich vertrage das Medikament auch gut. Manch andere Leute vertragen es leider nicht und haben hinter mit Übelkeit und Erbrechen zu kämpfen. Wozu du neigst wird dir vorher leider niemand sagen können.

Alles Gute!

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
13. Oktober 2015 um 11:00

Hallo marie!
Jetzt schreibe ich Dir doch noch hier - es ist ja Dein eigentlicher Thread.
Diese Woche stehst Du doch ziemlich unter Anspannung. Du sagst, in sechs Tagen ist das Vorgespräch und diese Woche auch gleich - dann am Samstag - die Abtreibung?

Vor der Narkose hast Du Angst und kannst Dir nicht vorstellen, was genau drumherum mit Dir geschieht. Diese Ängste sind zwar nebensächlich, findest Du, aber sie sind trotzdem da. Und deshalb wichtig.

Liebe Marie, Du fängst so stark und entschlossen Deinen Beitrag an - und am Ende klingt doch etwas durch: .. die Gedanken, die Du für nebensächlich hältst oder denkst, dass andere sie dafür halten - sie belasten Dich "zusätzlich".

Liebe Marie,
ich möchte Dir raten, Dir selbst auch das einzugestehen, was Dich sonst noch belastet. Es kann sein, Dein Empfinden klammert sich an "Nebensachen". Weil Du die Hauptsache vielleicht gar nicht spüren kannst oder willst.
Jetzt beim Wiederlesen fällt mir auch auf, dass Du am Anfang von "uns" schreibst. Denn Entschluss habt ihr gemeinsam getroffen. - Dann schreibst Du von Deiner Angst. Dein Freund muss da nicht durch.
Manchmal ahnt das ein Mann (da wären wir beim anderen Thread) gar nicht, was es für eine Frau bedeutet. Wäre es Dein erstes Kind? Du klangst - eben im anderen Thread - so souverän, dass ich dachte, Eure Familie wäre einfach schon komplett. Hast Du aber ja nirgends geschrieben.

Jetzt wünschst Du Dir fast, dass die Tage schon um wären und Du alles hinter Dir hättest ... es könnten aber auch noch Tage sein, die für Dich wichtig sind, weil Dich innerlich doch mehr beschäfitigt. Und weil das Deine Aufmerksamkeit braucht, damit Du gut weitergehen kannst.
Schenk Dir selbst diese Aufmerksamkeit!
Liebe Grüße von Catie

1 LikesGefällt mir Hilfreiche Antworten !
15. Oktober 2015 um 17:57

Hoffe, ich kan ndir noch helfen
Hallo,

ich habe mich für 2 Jahren für eine Abtreibung entschieden und werde dich garantiert nicht verurteilen, denn ich weiß, dass man als normaler Mensch solch eine Entscheidung nicht leichtfertig trifft.

Bei mir war es so:

Ich kam in der Tagesklinik an. Hatte vorher noch einmal ein Gespräch mit der Anästhiesistin (schreibt man so?) und einem Frauenarzt, der auch noch einmal einen US gemacht hat.
Danach bekam ich ein OP-Hemd und ein Paar Socken (was ich total lieb fand).
Dann habe ich in meinem Bett, das zusammen mit anderen Betten in einem Raum direkt vor dem OP stand, gewartet.
Als ich dran war, bin ich rein in den OP, habe mich auf den Tisch gesetzt / gelegt, bekam eine Kanüle gesetzt und dann kam die Narkose.
Als alles vorbei war, wurde ich auf dem Tisch noch aus der Narkose geholt und zwei Schwestern haben mich zu meinem Bett geführt, wo ich erst mal weiter ausruhen / schlafen durfte. Nach einiger Zeit durfte ich dann ein paar Kekse essen und Wasser trinken.
Erst durfte ich mich hinsetzen und dann ein paar Schritte gehen.
Die Kanüle bin ich dann auch losgeworden.
Schmerztabletten habe ich bekommen.
Dann musste ich einmal aufs Klo gehen und Pipi machen, damit klar war, dass dies ohne Probleme geht.
Danach habe ich eine dicke Binde für meinen Slip bekommen und konnte mich anziehen.
Es gab noch ein Rezept für Schmerzmittel und ein Nachgespräch mit dem Arzt.
Danach konnte ich nach Hause.

So ich hoffe, das hilft dir ein wenig.

VG

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
16. Oktober 2015 um 17:07


Hey, habe meine Abtreibung am Montag gehabt. ist aufjedenfall keine schoene sache, besonders bei mir kam es leider zu Komplikationen.. hatte vor 2 wochen meinen ersten Termin, es sollte eine Absaugung stattfinden; hatte da auch ejne vollnarkose & kann dir garantieren, dass du nichts merkst. du schlaefst einfach ganz normal ein & wachst danach in einem ruheraum auf und erinnerst dich eig meistens nicht an den weg vom Stuhl zum ruheraum. du wirst eig die ganze zeit begleitet und auch überwacht. leider war es bei mir so, dass ich durch a) einer verkruemmung meiner gebaermutter & b) einer fehlplazierung diese art von Abtreibung nicht geklappt hatte, da die aerztin mit ihrem schlauch leider nicht 'drankam' um vorsichtig genug arbeiten zu koennen & deswegen abgebrochen hat, bevor sie schaeden verursacht. deswegen musste ich ins krankenhaus & musste dort ausgeschabt werden.. ist eigentlich im prinzip dasselbe Spiel. nur die schmerzen sind halt schlimmer bei der ausschabung aber das ist natuerlich wieder 'ne individuelle sache. bin in eine tagesklinik, habe genau wie davor auch eine Tablette bekommen die meinen gebaermuttermund oeffnete wo ich etwas Bauchschmerzen bekam & diese musste 1-2 std einwirken. und dann im op hab ich wie davor durch die narkose nichts mitbekommen & bin dann im ruheraum neben meinem freund aufgewacht hab jetzt halt periodenaehnliche schmerzen und blute bisschen, war aber auch heute bei der kontrolle und alles ist okay. ich hoffe du hast dir deine Entscheidung sehr gut überlegt, ist echt keine tolle sache. besonders danach ist das fuer mich schlimm gewesen, deswegen sollte das natuerlich gut ueberlegt sein.. aber sofern du natuerlich zufrieden mit deiner Entscheidung bist; wuensche ich dir alles gute & hoffe das du alles heile ueberstehst!

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
26. Oktober 2015 um 0:52

Hab keine Angst
.... Mein Abbruch ist jetzt ziemlich genau 2j her.Damals habe ich es auch genau nach einem Monat erfahren -ich war schwanger sagte der Test und hatte noch eine Menge mit meinem eigenen Leben zu tun -trotz einer festen Beziehung. Die Entscheidung fiel dann und das war nicht einfach .. Nun man muss ja eine intakte Schwangerschaft per Ultraschall feststellen um ein Termin für den Arzt in der klink zu bekommen, in der der Abbruch später durch geführt wird. Nun war das laut meiner Ärztin zu führ und ich sollte wieder kommen. Nach einer sehr langen Woche dürfte ich wieder kommen und dann noch den Termin bei der Seelsorge machen. War mir etwas sehr unangenehm weil ich mich nicht in der Lage fühlte anderen Menschen über meine Gefühle zu erzählen.... Dachte andere würden das innerlich verurteilen. Nach dem das alles geschafft war Termin in der Klinik. Dort vorstellen und untersuchen und Art der Abtreibung besprechen.Ich wollte unbedingt mit der Pille abtreiben aber da ich starke Regelschmerzen mit Kreislauf Zusammenbrüchen habe,hat die Ärztin mir sofort abgeraten. Da sie selbst schon ein paar Fälle mitbekommen hat, wo Patientinnen mit Ohnmacht behandelt werden mussten und die Schmerzen können deutlich stärker als die Schmerzen deiner normalen Regel sein.Also kam nur eine Aussaugung in frage.Bei der Untersuchung stellte sie wieder eine Schwangerschaft fest für die Unterlagen. Und erwähnte noch es wäre noch eine seeehr frühe Schwangerschaft. Dies machte es mir irgendwie leichter. An dem Tag des Abbruches war alles ganz reibungslos. Ankommen, Zettel ausfüllen, Tablette bekommen ( die bereitet schon dein Unterleib auf den Abbruch vor) das zieht nach paar Minuten etwas im Unterleib aber harmlos. Dann kommst du in den Op-Raum, dort war das Radio an die Ärzte stellten sich vor und ich legte mich hin. Ein Arzt erzählte noch von seiner Menstruationszickigen Frau und erhielt von der anderen Ärztin ein paar freche Sprüche. Also die Stimmung war gar nicht angespannt. Der Narkose Arzt fragte mich, beim verabreichen der Narkose, wo ich jetzt lieber wäre Strand oder Berge. Streichelte über meine Wange und weg war ich. 20min später wurde ich wach. Alles war ok keine Schmerzen nur leichtes Ziehen und mir war kalt .Eine Helferin kam und schaute nach mir bat mich noch 30min. Zu liegen. Neben dem Bett waren Frauenzeitschriften und Tee wurde mir gebracht.Ich stand auf und das Ziehen wurde bisschen stärker. Ich durfte gehen. Alles war überstanden. Blutung war kaum da. Zwei Tage ausgeruht jedoch ohne wirkliche Schmerzen. so nun konnte ich zum ersten Mal von meiner Abtreibung berichten. Ich bereue es nicht und bin auch mit meinem Freund fast 10jahre jetzt zusammen aber manchmal bin ich traurig wegen dem falschen Zeitpunkt der Schwangerschaft. heute war ich traurig, das kommt manchmal plötzlich und da hat mir das schreiben grade sehr geholfen. Die Gefühle und Emotionen nimmt dir keiner ab aber da du deine Entscheidung triffst kann der Text dir vielleicht etwas beistehen, denn die Angst vor dem Eingriff muss keiner haben.

3 LikesGefällt mir Hilfreiche Antworten !
Haar Vitamine
Teilen
Noch mehr Inspiration?
pinterest