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Abtreibung eines Wunschkindes (Spätabtreibung wg Behinderung)

30. August 2010 um 10:06 Letzte Antwort: 10. November 2014 um 8:36

Wir hatten uns so sehr ein Kind gewünscht, alles war so schön, bis der Tag X kam. Routineuntersuchung. Schwerstbehindert, Lebenserwartung max 1-2 Jahre, Leben lang OP``s , geistig und körperlich schwerstbehindert.

Oder "die SS vorzeitig beeenden", von erster Sekunde an, war uns klar, daß dies die Entscheidung sein wird...zwischen Befund und Krankenhaus ließen wir uns dennoch 1 Woche Zeit, (laut Gesetz sind es 3 Tage)....

FA und anderer Arzt, wegen Zweitmeinung, sollen ja neutral auftreten, doch man merkte, daß auch diese unsere Entscheidung aufnahmen und es wohl auch daß beste sein. Für das Kind, ja und auch für die (egoistischen) Eltern. Wir wollten dem Kind , ja und auch uns viel Leid ersparen.

Ich mußte zur Beratung, zu der Dame sagte ich, ich hasse mein Kind, weil es schwerbehindert ist, ich hasse mich, weil ich nicht in der Lage bin, ein gesundes Kind in mir zhu haben. Die Dame meinte;: Sie hassen ihr Kind nicht, SIE HASSEN NUR DIE Situation, in der sie sich befinden.

Recht hatte sie, dennoch schäme ich mich, daß ich kurzfristig mein Kind haßte, auch eine FA meinte zu mir, keiner kann was dafür, Sie nicht, daß Kind nicht, es ist ein Teil von Ihnen, egal wie sie sich entscheiden, es ist ein Teil von Ihnen.

Die stille Geburt wurde eingeleitet, es dauerte 3 Tage bis es losging, dann ging es blitzschnell von heftiger Wehe bis Geburt dauerte 10 MInuten. Danach AS.
Körperlich ging alles sehr gut, nur im Kopf ist es dennoch schwer, auch wenn man sich gegen das Kind entscheidet.

Es ist schwer damit klarzukommen, auch wenn ich mich wieder gegen das Kind entscheiden würde.

Die Sehnsucht nach einem Baby ist groß, doch die Angst auch. Sicher gibt es keinen Anspruch auf ein gesundes Kind, klar, kann daß Kind ein Unfall haben, aber es ist ein Unterschied ob von vornherein klar ist, daß dieses Kind nur leiden wird. Und die Frauen, die selbst nur gesunde Kinder haben" Ich hätte das Kind bekommen". Die haben leicht reden.
Ich denke, es versteht jemand nur einen, der in der gleichen Situation war und auch wenn man sozusagen hart ausgedrückt: sein kind umgebracht hat, so ist man dennoch traurig.

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30. August 2010 um 11:49

Tut mir leid
Hallo

Vielen Dank für deinen ehrlichen Text und das du dich diesem Forum anvertraut hast. Ich ziehe den Hut denn ich finde das sehr mutig von dir, es ist dir sicher nicht leicht gefallen, deine Geschichte hier aufzuschreiben.

Ich denke kein Mensch wird dich hier nieder machen, denn es war einzig und alleine Deine bzw. Eure Entscheidung, wohlbemerkt die schwerste Entscheidung Eures Lebens. Und lasst Euch von mir sagen, ich denke ich hätte mich nicht anderst entschieden und ich denke auch nicht das es direkt mit dem Egoismus zu tun hat. Und ja, ich bin eigentlich nicht für Abtreibungen aber im Falle der Gesundheit des Babys oder der Mutter, bin ich anderer Meinung.

Ich wünsche Dir bzw. Euch ganz viel Kraft mit der Situation zurecht zu kommen.

LG ninchen

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30. August 2010 um 13:34

...
Ich kann zwar "eigentlich" nicht wirklich mitreden, weil ich selbst noch kein Kind habe und ich, wie alle Frauen, von Herzen hoffe, niemals ein behindertes Kind bekommen zu müssen, aber ich möchte trotzdem zwei, drei Worte sagen...

Als bei meinem Freund und mir feststand, dass wir ein Kind bekommen wollen, stand natürlich auch die Frage im Raum, was wäre, wenn bei einer Untersuchung rauskommt, das Kind ist behindert. Mein Freund, typisch Mann, sagte gleich, na dann wird es weggemacht. Ich, typisch Frau, reagierte ziemlich sauer und beharrte darauf, auf jeden Fall auch ein behindertes Kind zu bekommen. So waren wir beide irgendwie sauer aufeinander und fanden keinen gemeinsamen Nenner. Daran sieht man mal, wie schwer das Thema ist, selbst dann, wenn man nur mal rein hypothetisch darüber spricht (was man schon machen sollte, wenn man Kinder plant). Erst nach vielen Gesprächen über dieses Thema haben wir für uns die Antwort gefunden, es schlicht jetzt nicht sagen zu können, stattdessen alles mögliche zu tun, dass es nicht so weit kommt. Immer noch tendierte ich eher zu bekommen und er zu abtreiben.

Bis wir letzte Woche in einem Restaurant waren, in dem eine Familie mit einem behinderten Kind saß. Das Kind war schätzungsweise 10-13 und saß, total spastisch verkrümmt, in einem Rollstuhl. Sie fütterten das Kind, weil es sowohl geistig als auch körperlich nicht in der Lage war, selbst zu essen. Es konnte nicht still halten, zuckte die ganze Zeit herum, bekleckerte sich, das Essen lief aus dem Mund. Das Kind wedelte die ganze Zeit unkontrolliert mit den Armen herum und gab komische Geräusche von sich, ich hab dem Kind mehrfach ins Gesicht geschaut und ich habe dort nichts gesehen... ich habe mich geragt, was dieser Mensch eigentlich wahrnimmt. Und ganz ehrlich, ich habe mich furchtbar gefühlt, allein das aus der Entfernung sehen zu müssen. Das ist, meiner Meinung nach, kein menschenwürdiges Leben, auch wenn sich die Familie noch so viel Mühe gab.

Seit diesem Erlebnis weiß ich, dass ich kein schwerstbehindertes Kind bekommen könnte. Wenn jemand "nur" körperlich behindert ist, ok, aber auch solch schwere geistige Behinderung, nein, das finde ich nicht menschenwürdig. Ich weiß nicht, ob ich vorher nie so genau auf Behinderte geachtet habe, jedenfalls ist mir noch nie so sehr aufgefallen, wie schlimm das ist. Ich würde das meinem Kind nicht antun wollen, denn im Gegensatz zu einem Fötus im Bauch hat ein Mensch ein Bewusstsein und bekommt sicher auch irgendwie mit, dass er anders ist und ein Leben lang auf Hilfe angewiesen ist. Das würde ich niemandem antun wollen, schon gar nicht meinem eigenen Kind.

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30. August 2010 um 16:18
In Antwort auf sima_12641885

Tut mir leid
Hallo

Vielen Dank für deinen ehrlichen Text und das du dich diesem Forum anvertraut hast. Ich ziehe den Hut denn ich finde das sehr mutig von dir, es ist dir sicher nicht leicht gefallen, deine Geschichte hier aufzuschreiben.

Ich denke kein Mensch wird dich hier nieder machen, denn es war einzig und alleine Deine bzw. Eure Entscheidung, wohlbemerkt die schwerste Entscheidung Eures Lebens. Und lasst Euch von mir sagen, ich denke ich hätte mich nicht anderst entschieden und ich denke auch nicht das es direkt mit dem Egoismus zu tun hat. Und ja, ich bin eigentlich nicht für Abtreibungen aber im Falle der Gesundheit des Babys oder der Mutter, bin ich anderer Meinung.

Ich wünsche Dir bzw. Euch ganz viel Kraft mit der Situation zurecht zu kommen.

LG ninchen

Danke
für die netten Worte, es tat gut, einfach mal "alles auszuschreiben".
Bei der Beratung (die auch neutral ist, sprich keiner wird einem die Entscheidung abnehmen) wurde ich auch gefragt, welches Leben den in meinen Augen Lebenswert ist, ich bin der Meinung, daß schwerstbehindert geistig und körperlich kein lebenswertes Leben ist, aber dies sieht natürlich jeder anders.
Einem schwerstbehinderten Kind muß man sich sehr aufopfern, oft gehen die Familien kaputt, klar kann jeder als Pflegefall enden, aber von vorneherein ein Pflegefall ist grauenhaft.
Ich habe auch schon alles durch, Wut, warum ich/wir, andere bekommen gesunde Kinder und die werden verwahrlost, interessieren sich nicht für die Kinder...aber es ist nunmal unser Schicksal gewesen und ich muß damit leben, daß unser Kindlein ein Engel geworden ist.

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30. August 2010 um 16:54

Mein Beileid, daß muß HOrror sein
es tut mir leid, was Euch passiert ist, Du hast so schön geschrieben, mir kamen die Tränen...ich stelle diese Entscheidung auch schwer vor...man hat ja schon eine Bindung zum Kind. In welchem MOnat warst Du, wenn ich fragen darf?

Ich selbst hatte einen Abgang, ist natürlich kein Vergelich zu Euer Situation. Wünsche Euch alles gute und daß Ihr eine gesunde Familie eines Tages seit.

Gott soll Euch segnen

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30. August 2010 um 17:12
In Antwort auf an0N_1203871799z

Danke
für die netten Worte, es tat gut, einfach mal "alles auszuschreiben".
Bei der Beratung (die auch neutral ist, sprich keiner wird einem die Entscheidung abnehmen) wurde ich auch gefragt, welches Leben den in meinen Augen Lebenswert ist, ich bin der Meinung, daß schwerstbehindert geistig und körperlich kein lebenswertes Leben ist, aber dies sieht natürlich jeder anders.
Einem schwerstbehinderten Kind muß man sich sehr aufopfern, oft gehen die Familien kaputt, klar kann jeder als Pflegefall enden, aber von vorneherein ein Pflegefall ist grauenhaft.
Ich habe auch schon alles durch, Wut, warum ich/wir, andere bekommen gesunde Kinder und die werden verwahrlost, interessieren sich nicht für die Kinder...aber es ist nunmal unser Schicksal gewesen und ich muß damit leben, daß unser Kindlein ein Engel geworden ist.

Nichts zu danken
Ich denke jeder kann sich ein wenig in dich hineinversetzen, zumindest wer schon selbst Kinder hat. Ich habe 2 und bin so dankbar dafür das beide gesund sind. Aber ich weiß noch genau wie ich bei jeder Vorsorge damals, vor allem am Anfang Angst hatte es könnte irgendwas nicht in Ordnung sein...nun wie gesagt wir hatten Glück 2 gesunder Kinder bekommen zu haben. Aber ich weiß es ist nicht selbstverständlich.

Ihr habt für Euch die richtige Entscheidung getroffen und das ist schön. Weisst du, wenn ihr euch auf anraten anderer für das Kind entschieden hättet, dann hättet ihr alleine damit leben müssen, niemand anders hätte dieses Kind gepflegt. Man muss mit leib und seele ein solch krankes Kind wollen denn sonst wird keiner glücklich. Wie du schon schreibst muss man sich für dieses Kind voll aufopfern, ein Leben lang oder zumindest so lange es lebt.

Mach dir keinen zu großen Kopf, so etwas könnte jedem passieren, das hat nichts mit dir zu tun. Ich wünsche Dir alles Gute!

LG ninchen

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30. August 2010 um 22:26

Hallo
ich weis von was du sprichst, mitleid kann dir aber bestimmt nicht weiter helfen, leider musst du alleine dadurch.... leider! Verstehen können deine situation nur wenige, manche könnens sich es nur im ansatz vorstellen, es ist leider ein spiel von mutternatur ein sehr fieses und böses spiel und leider kann man es nicht beeinflussen. das einzige was du jetz tun kannst ist mit dir klar zu kommen, es war das richtige aber leider zweifelt man oft daran ob es echt so war. Ich kenne das. und diese erfahrung was du jetz gemacht hast ist sehr pregend, was natürlich deinen kinder wunsch auf eine gewisse weise hemmt! wenn du lust hast schreibe mich an- Lg

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31. August 2010 um 16:09


Mir tut es auch sehr leid, was Du erleben musstest.

Wenn Du gerne eine Beratung oder Begleitung in Anspruch nehmen möchtest oder Menschen zum Austausch suchst, die ähnliches durchlebt haben, kannst Du Dich an die Katharina-Kasper-Stiftung wenden. Da es eine Stiftung ist, entstehen Dir keine Kosten.

http://www.katharina-kasper-stiftung.de/

Ich wünsche Dir alles Gute und dass Ihr irgendwann doch noch ein gesundes Wunschkind bekommt.

babyboom4711

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1. September 2010 um 11:30

Danke
Danke für Eure Meinungen.
Ich hoffe sehr, daß ich irgendwann eine glückliche Mami werde, so bin ich eine Sternenmami.
Man hat wirklich tausend Gedanken im Kopf...aber für Eltern ist es wirklich schwer, wenn das Kind behindert ist.
In der Nachbarschaft hat ein Ehepaar, die sind beide Mitte 70 einen behinderten Sohn, jedes WE holen die beiden den Sohn zu sich, unter der Woche wird er betreut, es ging einfach nicht mehr im Altern. Die beiden sind auch nicht mehr so rüstig und irgendwann können sie den Sohn selbst am WE nicht zu sich holfen. Der ist Anfang 40 und wie ein Stand eines 6-jährigen. Der einzige Lebensinhalt ist essen für den, er ist extrem übergewichtig, aber die Eltern denken halt, mei der ißt halt gerne und das kann er noch ....ist sehr traurig

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8. September 2010 um 14:34

Schwere Entscheidung, aber es war die Richtige!!!
Nehme die Dinge so wie sie sind und versuche das Beste draus zu machen...
War selber in der gleichen Situation wie du. Habe mein Tochter leider auch schweren Herzens aufgrund einer Spina Bifida in der 22 SSW(offener Rücken und einem Wasserkopf und noch ein paar andere sehr schlimme Schwerstbehinderungen) abgetrieben. Bei mir dauerte die stille Geburt 11 Stunden und das war das schlimmste Erlebnis was mir in meinem Leben passiert ist. Auch für mich war diese Entscheidung nicht leicht, aber deine Gefühle kann ich total nachempfinden.

Dieses Gefühl des Selbsthass ist so extrem, weil man sich nicht Stark genug fühlt so ein Kind in die Welt setzen zu können und dieses Gefühl von Schwäche ist unerträglich. Dann kommen ja noch die Gefühle für das Kind, einerseits liebt man es und will es irgendwie gar nicht wahrhaben das so was mit einem passiert,
andererseits ist man enttäuscht von der Entwicklung des Kindes und man fragt sich: Warum ich, warum gerade mein Baby? Hätte das nicht XY passieren können? Warum ich? Was habe ich falsch gemacht, was hat das Baby falsch gemacht?
Man dann das Kind nicht hassen oder verabscheuen möchte, weil es ja eigentlich ein Wunschkind war und man voller guten Hoffnungen an die Schwangerschaft ran gegangen ist, doch auf einmal ist diese schreckliche Diagnose da und man möchte alles nur noch schnell hinter sich bringen und alles so schnell wie möglich vergessen, deswegen kamen diese Gefühle des "Hasses" gegen dich selbst und dem Kind. Ist ja auch irgendwie normal, man muss ja auch irgendwie eine Abwehrhaltung entwickeln um nachher die Situation zu irgendwie kontrollieren zu können, da man in der ganzen Zeit wegen dem Gefühlschaos total neben sich steht und man ja doch leider nichts mehr ändern kann.

Ich wünsche dir das du Stark bleibst und dir immer Mut machst, doch noch mal ein gesundes Kind zu bekommen und du den jetzigen Schmerz etwas vergessen kannst.
Lass dir nichts von Leuten erzählen die nie in so einer Situation gesteckt haben. Reden kann man viel und gerade die, die ihren Mund zu weit aufreißen werden wahrscheinlich in der gleichen Situation auch nicht anders handeln.

Kopf hoch und lasse dich erstmal krankschreiben, blöde Sprüche brauchst du dir nicht anhören und dummes gelaber von irgendwelchen Kühen brauchst du dir jetzt echt nicht anhören!






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8. September 2010 um 15:49
In Antwort auf paise_838408

Schwere Entscheidung, aber es war die Richtige!!!
Nehme die Dinge so wie sie sind und versuche das Beste draus zu machen...
War selber in der gleichen Situation wie du. Habe mein Tochter leider auch schweren Herzens aufgrund einer Spina Bifida in der 22 SSW(offener Rücken und einem Wasserkopf und noch ein paar andere sehr schlimme Schwerstbehinderungen) abgetrieben. Bei mir dauerte die stille Geburt 11 Stunden und das war das schlimmste Erlebnis was mir in meinem Leben passiert ist. Auch für mich war diese Entscheidung nicht leicht, aber deine Gefühle kann ich total nachempfinden.

Dieses Gefühl des Selbsthass ist so extrem, weil man sich nicht Stark genug fühlt so ein Kind in die Welt setzen zu können und dieses Gefühl von Schwäche ist unerträglich. Dann kommen ja noch die Gefühle für das Kind, einerseits liebt man es und will es irgendwie gar nicht wahrhaben das so was mit einem passiert,
andererseits ist man enttäuscht von der Entwicklung des Kindes und man fragt sich: Warum ich, warum gerade mein Baby? Hätte das nicht XY passieren können? Warum ich? Was habe ich falsch gemacht, was hat das Baby falsch gemacht?
Man dann das Kind nicht hassen oder verabscheuen möchte, weil es ja eigentlich ein Wunschkind war und man voller guten Hoffnungen an die Schwangerschaft ran gegangen ist, doch auf einmal ist diese schreckliche Diagnose da und man möchte alles nur noch schnell hinter sich bringen und alles so schnell wie möglich vergessen, deswegen kamen diese Gefühle des "Hasses" gegen dich selbst und dem Kind. Ist ja auch irgendwie normal, man muss ja auch irgendwie eine Abwehrhaltung entwickeln um nachher die Situation zu irgendwie kontrollieren zu können, da man in der ganzen Zeit wegen dem Gefühlschaos total neben sich steht und man ja doch leider nichts mehr ändern kann.

Ich wünsche dir das du Stark bleibst und dir immer Mut machst, doch noch mal ein gesundes Kind zu bekommen und du den jetzigen Schmerz etwas vergessen kannst.
Lass dir nichts von Leuten erzählen die nie in so einer Situation gesteckt haben. Reden kann man viel und gerade die, die ihren Mund zu weit aufreißen werden wahrscheinlich in der gleichen Situation auch nicht anders handeln.

Kopf hoch und lasse dich erstmal krankschreiben, blöde Sprüche brauchst du dir nicht anhören und dummes gelaber von irgendwelchen Kühen brauchst du dir jetzt echt nicht anhören!






Ups text fehlt...
sorry hatte ein technisches Problem!
So weiter im Text...

Lasse dich nicht runterziehen von solchen Menschen, es ist dein Leben und niemand hat das Recht dir ein schlechtes Gewissen einzureden.
Schon gar nicht in so einer Situation.

Trauer solange du willst und solange du es brauchst, nimm hilfe an, rede mit jemanden darüber damit du dir selber im klaren bist das deine Entscheidung richitg war. Du wirst ja noch lange genug brauchen, damit klar zu kommen, erstmal keine Mutter sein zu dürfen.

Bei mir ist es selbst nach Jahren immer noch so, dass ich bis jetzt darüber nachdenke wie es wohl gewesen wäre und mir dann aber immer deutlich wird dass es das Richtige für uns war. Weine auch immer noch darüber, das sie nicht da ist, mache mir auch Vorwürfe...
ABER: Was wäre wenn ich sie bekommen hätte, mit all den Komplikationen die aufgetreten wären? Hätte ich mir das verzeihen können, einen Menschen ins Leben zu schicken, der sich nicht alleine anziehen oder auf die Toilette kann, vielleicht nur eine geringe Lebenserwartung hat, nicht anerkannt in der Gesellschaft zu sein, aufgrund der Behinderung vielleicht niemals eigene Kinder zu bekommen, immer und ständig beim Arzt sein um den Gesundheitszustand zu kontrollieren, vielleicht hat das Kind ja auch Schmerzen und wird dann mit Medikamenten voll gepumpt, immer auf Sonderschulen zu gehen und nie die Möglichkeiten hat, wie ein normales Kind hat, sein Leben selbst zu bestimmen?
Da muss man doch nicht lange überlegen. So ein Leben wünscht man sich nicht und seinem eigen Kind schon gar nicht.

Wie gesagt, deine Entscheidung war die Richtige und ich finde gut, das wir Ärzte haben mit den Besten Instrumenten und guten Vorsorgeuntersuchungen damit man nicht vor vollendeten Tatsachen gestellt wird.

Lg Mitzwicker

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5. Mai 2013 um 23:49

Sternenkind
Hallo
ich bin am ende habe vor 5 wochen die diagnose erhalten das meine tochter microzephalie und ne fliehende stirn hat somit schwerst behindert sein soll , bin nun in der 24 schwangerschaftswoche und weiß einfach nicht weiter , hat jemand damit erfahrung könnten sich diese prenataldiagnostiker auch irren viehleicht hat ja jemand darauf ne antwort ich wäre in jeden fall sehr sehr dankbar
Lg

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6. Mai 2013 um 17:49
In Antwort auf piera_11940984

Sternenkind
Hallo
ich bin am ende habe vor 5 wochen die diagnose erhalten das meine tochter microzephalie und ne fliehende stirn hat somit schwerst behindert sein soll , bin nun in der 24 schwangerschaftswoche und weiß einfach nicht weiter , hat jemand damit erfahrung könnten sich diese prenataldiagnostiker auch irren viehleicht hat ja jemand darauf ne antwort ich wäre in jeden fall sehr sehr dankbar
Lg

Hallo liebe Sarahhh!
Das tut mir so leid, es muß einfach nur furchtbar sein, so eine Diagnose zu erhalten.
Gibt es denn die Möglichkeit eine Zweitmeinung einzuholen?
Das fände ich in jedem Fall sinnvoll!

Fühl Dich mal gedrückt und melde Dich wieder!!

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6. Mai 2013 um 20:12
In Antwort auf florina911

Hallo liebe Sarahhh!
Das tut mir so leid, es muß einfach nur furchtbar sein, so eine Diagnose zu erhalten.
Gibt es denn die Möglichkeit eine Zweitmeinung einzuholen?
Das fände ich in jedem Fall sinnvoll!

Fühl Dich mal gedrückt und melde Dich wieder!!

Liebe florina
Hallo florina 911
ja ich habe schon drei und alle sagen das gleiche , im internet sind einige seiten die diese diagnose als sehr schwierig ansehen und beschreiben das mann die nicht so einfach stellen kann da weder ein zu kleiner kopf noch ein zu großer kopf einer krankheit entsprechen muss ich weiß einfach nicht mehr weiter , das schlimme ist das sie durch eine insimination entstanden ist somit ein absolutes lang ersehntes wunschbaby

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6. Mai 2013 um 21:18
In Antwort auf piera_11940984

Liebe florina
Hallo florina 911
ja ich habe schon drei und alle sagen das gleiche , im internet sind einige seiten die diese diagnose als sehr schwierig ansehen und beschreiben das mann die nicht so einfach stellen kann da weder ein zu kleiner kopf noch ein zu großer kopf einer krankheit entsprechen muss ich weiß einfach nicht mehr weiter , das schlimme ist das sie durch eine insimination entstanden ist somit ein absolutes lang ersehntes wunschbaby

Die Ärzte
stellen die Diagnose doch hoffentlich nicht nur über die Größe des Kopfes laut Ultraschall??
Eine Trisomie wird ja auch nicht nur über die Nackenfalte diagnostiziert, da gibts ja dann noch den Bluttest!
Wie ist das denn?

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6. Mai 2013 um 21:39
In Antwort auf florina911

Die Ärzte
stellen die Diagnose doch hoffentlich nicht nur über die Größe des Kopfes laut Ultraschall??
Eine Trisomie wird ja auch nicht nur über die Nackenfalte diagnostiziert, da gibts ja dann noch den Bluttest!
Wie ist das denn?

Prenatal
das fruchtwasser wurde auch untersucht und es ist völlig unauffällig keine trisomie blut auch ok das ist ja das warum ich verrückt werden könnte , das ist nur der kopf und die etwas fliehende stirn für mich schaut sie ganz normal aus ich sehe es allerdings nicht aus der medizinischen sicht

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9. November 2014 um 23:00

Hallo
au wenn der Betrag schon sehr lange her ist . Kann dich voll verstehen ich befinde mich grade in so eine Situation .Bei mir ist es jetzt 3 tage her, mit dem Spätabruch ! Und fühle mich schrecklich, aber mir blieb keine andere Wahl.Mein kleiner Schatz hat mein gendevekt geerbt.Die Neurofibromatose 1 ! Diese Krankheiten gibt es in 20 stärken. Leider kann man erst im laufe der ersten Lebensjahren feststellen wie stark es ist.
Deshalb musste ich mich gegen mein BABY entscheiden, es zerreist mir täglich das Herz. Und es gibt keinen Tag an dem ich nicht weinen muss. Vielleicht hast du mir einen Rat mit dieser Situation klar zu kommen .

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10. November 2014 um 2:01
In Antwort auf clovia_12075899

Hallo
au wenn der Betrag schon sehr lange her ist . Kann dich voll verstehen ich befinde mich grade in so eine Situation .Bei mir ist es jetzt 3 tage her, mit dem Spätabruch ! Und fühle mich schrecklich, aber mir blieb keine andere Wahl.Mein kleiner Schatz hat mein gendevekt geerbt.Die Neurofibromatose 1 ! Diese Krankheiten gibt es in 20 stärken. Leider kann man erst im laufe der ersten Lebensjahren feststellen wie stark es ist.
Deshalb musste ich mich gegen mein BABY entscheiden, es zerreist mir täglich das Herz. Und es gibt keinen Tag an dem ich nicht weinen muss. Vielleicht hast du mir einen Rat mit dieser Situation klar zu kommen .


Du hast Dein Kind abgetrieben wegen der selben Krankheit, mit der Du offenbar ok leben kannst? Und wenn sie vererbbar ist, kann's doch sein, dass Dir dies wieder und wieder passiert. Damit machst Du Dich doch kaputt!

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10. November 2014 um 8:36
In Antwort auf clovia_12075899

Hallo
au wenn der Betrag schon sehr lange her ist . Kann dich voll verstehen ich befinde mich grade in so eine Situation .Bei mir ist es jetzt 3 tage her, mit dem Spätabruch ! Und fühle mich schrecklich, aber mir blieb keine andere Wahl.Mein kleiner Schatz hat mein gendevekt geerbt.Die Neurofibromatose 1 ! Diese Krankheiten gibt es in 20 stärken. Leider kann man erst im laufe der ersten Lebensjahren feststellen wie stark es ist.
Deshalb musste ich mich gegen mein BABY entscheiden, es zerreist mir täglich das Herz. Und es gibt keinen Tag an dem ich nicht weinen muss. Vielleicht hast du mir einen Rat mit dieser Situation klar zu kommen .


>>>Deshalb musste ich mich gegen mein BABY entscheiden<<<

Du musstest??? Weil dein Kind an Neurofibromatose Typ 1 litt???
Ich fasse es ja nicht!



>>>Da die Ursache der Neurofibromatose Typ 1 nicht zu beheben ist, lassen sich nur die Symptome behandeln.
Die meisten Menschen mit NF1 können ein überwiegend normales Leben führen mit nur eher geringen Beschwerden. Da die genetische Mutation verschieden Formen annehmen kann und sich die Symptome der Neurofibromatose Typ 1 unterschiedlich stark und zu unterschiedlichen Zeiten ausprägen können, ist bei NUR ca. 10% die Lebenserwartung herabgesetzt.<<<

http://www.dr-gumpert.de/html/neurofibromatose_typ_1_prognose.html


>>>Sollte das Kind ebenfalls erkrankt sein, kann aufgrund der Symptome des Elternteils NICHT auf den Krankheitsverlauf des Kindes geschlossen werden.<<<

http://www.dr-gumpert.de/html/neurofibromatose_typ_1.html


Dein Kind hätte ein (weitestgehend ganz) normales Leben führen können. Die Chancen und Wahrscheinlichkeiten dafür waren mehr als gut. Da dürften viele Frauen, in deren Familien vermehrt Brust- und Unterleibskrebserkrankungen aufgetreten sind, ein höheres Risiko auf eine schwerwiegende Erkrankung haben, als dein Kind gehabt hätte!

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Frühere Diskussionen
Suche junge Mamis für April 2015
Von: an0N_1214847199z
neu
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10. November 2014 um 2:01
Wir machen deinen Tag bunter!
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