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Abtreibung bei Trisomie 21+Herzfehler

8. Juni 2010 um 15:15

Hallo,

habe gestern erfahren, das mein Bauchzwerg (SSW 17+1) Trisomie 21 hat und warscheinlich auch ein Herzfehler.
Wurde gefragt ob ich abtreiben möchte, ich weis es nicht, aber wenn müsste ich es "normal" auf die Welt bringen.
Hat jemand das gleiche durchmachen müssen?

Danke.

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8. Juni 2010 um 17:08

Danke
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Was ich vorher nicht dazugeschrieben habe, ist das wir einen gesunden kleinen Sohn mit 8 Monate haben.
Für mein Mann und mich ist klar wir schaffen es auch mit einem Down Kind, aber unsere große Angst ist, das wir dann unseren großen zu sehr vernachlässigen müssen.

Wie kommt das Mädle damit klar, das ihr Bruder ein Downi ist, fühlt sie sich vernachlässigt???

Danke.

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9. Juni 2010 um 12:17

Ich habe damals
bei meinen beiden SS eine Chorionzottenbiopsie in der 10.Woche machen lassen um genau ,das was du jetzt mitmachst eine mögliche Spätabtreibung zu vermeiden.
Ich hätte (auch unter massivem Druck meines Mannes und den dazugehörigen Eltern )eine Ausschabung also eine ganz normale Abtreibung vornehmen lassen.
Ich wäre diesem massivem Druck von aussen und eine lebenslange Pflege des Kindes nie und nimmer gewachsen gewesen.
Du mußt eine ganz gehörige Portion Selbstbewusstsein mitbringen sonst schafft man es nicht.,notfalls auch alleine .
Ich hätte es mir und meinem gesunden Kind und meiner Familie nicht zugemutet.
Die Entscheidung für das weitere Austragen eines nicht korrigierbaren Chromosomendeffekt kann auch mit gezielter intensiver Förderung nicht annähernd behoben werden, es kann helfen, dass das Kind selbstständiger wird.Doch bedenke bitte ,es ist für die Eltern und für die Geschwister -leider-- eine lebenslange Aufgabe der Fürsorge für diese Menschen.Sie können niemals selbstständig für sich alleine wohnen.Sie bleiben eben nicht nur Kinder.
Ich bin nicht für Abtreibungen,aber in solch einem Falle würde ich mich absolut überfordert fühlen.
Ständig hätte ich jedem Rechenschaft ablegen müssen,warum ich nicht abgetrieben hätte.Ob deine Liebe für dein Kind ausreicht um damit fertig zu werden ,das liegt nur in deiner Macht.

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9. Juni 2010 um 13:07

Auch ich kann...
... scandia nur zustimmen, sehr schön geschrieben!

auch ich, die normalerweise keinen grund sieht abzutreiben, wünsche mir von ganzem herzen, dass ich niemals , so wahr mir gott helfe, in diesen entscheidungskonflikt geraten möge...

alles alles liebe für dich und deinen krümel andrea.... ich wünsche dir kraft, egal wie du dich entscheidest....

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9. Juni 2010 um 15:25

Ich würde mir mal einige Kinder mit Trisomie21 anschauen!
Wir haben ein Kind mit Trisomie21 und bin froh dass wir es javaocument.quest.submit();haben. Wir mussten aber auch keine Entscheindung treffen, da erst nach der Geburt die Diagnose gestellt wurde.

Was würde ich aus heutiger Sicht tun? Ich würde mir in meinem Umkreis einen Down-Syndrom-Verein suchen und Kontakt aufnehmen um mal einige Familien zu treffen, die ein Kind mit Down-Syndrom haben. Ich würde dann mal schauen wie meistern die das Leben in den verschiedenen Altersstufen und auf welche Schwierigkeiten muss ich mich einstellen.

Ein Kind mit Down-Syndrom ist sicherlich nicht ganz einfach, aber man wächst da rein. Man lernt Geduld zu haben und andere Probleme nicht mehr so wichtig zu nehmen.

bei http://www.3somie21.de kannst du diverse Down-Syndrom Vereine in vielen Orten von Deutschland finden.

Ich würde mich auch mal fragen, was würdest du machen, wenn dein Kind wärend der Geburt durch Sauerstoffmangel oder nach der Geburt durch einen Unfall behindert würde?

Ich habe auch mal eine tolle Weisheit gehört, in der viel wahres steckt. Sinngemäß besagt die folgendes:
Bei einem normalen Kind hat man extrm hohe Erwartungen, die eigentlich nur enttäuscht werden können. Bei einem Behinderten hat mein keine Erwartungen und wird immer wieder überrascht.

Viel Glück bei deiner Entscheidung

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10. Juni 2010 um 6:09

Wir laufen...
@ rosenrot
.... jetzt von Beratungsstelle zu Beratungstelle und innerlich hoffe ich ganz ehrlich das mir jemand diese Entscheidung abnimmt und noch viel mehr, das unsere Lea doch gesund auf die Welt kommen wird. Aber beides ist eher sehr unwarscheinlich.

Zum Thema Familie ist das auch nicht so leicht, wir wohnen mit meiner Pflegebedürftigen Schwiegermutter in einem Haus, bis jetzt braucht sie noch nicht so arg viel Pflege (kann zwar nicht mehr aus dem Haus), aber viele Sachen im Haushalt (kochen usw.) kann sie noch einiger massen alleine, wird aber von Tag zu Tag schlechter, da kann ich kaum mit unterstützung rechnen, sondern eher damit das ich mich noch mehr um sie kümmern muß. Meine Mutter ist noch sehr fit und hat auch gesagt egal wie wir uns entscheiden, sie steht hinter uns und unterstützt uns bei meiner Schwester das gleicht, jedoch Wohnen beide ca. 40 km von uns weg.

Hoffe immer noch auf ein kleines Wunder, morgen gehen wir eine Familie mit einem kleinen Jungen mit Down Syntrom besuchen, vielleicht wird danach nochmal einiges klarer.


LG Andrea

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10. Juni 2010 um 6:34
In Antwort auf marlen_12946264

Ich würde mir mal einige Kinder mit Trisomie21 anschauen!
Wir haben ein Kind mit Trisomie21 und bin froh dass wir es javaocument.quest.submit();haben. Wir mussten aber auch keine Entscheindung treffen, da erst nach der Geburt die Diagnose gestellt wurde.

Was würde ich aus heutiger Sicht tun? Ich würde mir in meinem Umkreis einen Down-Syndrom-Verein suchen und Kontakt aufnehmen um mal einige Familien zu treffen, die ein Kind mit Down-Syndrom haben. Ich würde dann mal schauen wie meistern die das Leben in den verschiedenen Altersstufen und auf welche Schwierigkeiten muss ich mich einstellen.

Ein Kind mit Down-Syndrom ist sicherlich nicht ganz einfach, aber man wächst da rein. Man lernt Geduld zu haben und andere Probleme nicht mehr so wichtig zu nehmen.

bei http://www.3somie21.de kannst du diverse Down-Syndrom Vereine in vielen Orten von Deutschland finden.

Ich würde mich auch mal fragen, was würdest du machen, wenn dein Kind wärend der Geburt durch Sauerstoffmangel oder nach der Geburt durch einen Unfall behindert würde?

Ich habe auch mal eine tolle Weisheit gehört, in der viel wahres steckt. Sinngemäß besagt die folgendes:
Bei einem normalen Kind hat man extrm hohe Erwartungen, die eigentlich nur enttäuscht werden können. Bei einem Behinderten hat mein keine Erwartungen und wird immer wieder überrascht.

Viel Glück bei deiner Entscheidung

Vielen Dank
@ downwonder
für Deine lieben Worte.
Wir waren jetzt schon sehr viel unterwegs und werden auch noch Familien mit Kindern mit Trisomie 21 besuchen gehen und in eine Behindertenwerkstatt gehen.
Was ich aber bis jetzt herausgefunden habe (korregier mich bitte falls Du es anders weist), das diese Krankheit auch ganz unterschiedlich verlaufen kann.
Das alle als Babys gleich süß sind, denke ich steht nicht zur Diskusion, aber wenn sie größer werden, können manche dies, andere das, manche aber auch fast gar nichts. Bei uns im Dorf ist eine junge Frau, die kann mit 35 noch nicht reden, eine andere junge Frau die ist 30 versorgt sich weitestgehend alleine.
Hast Du noch weitere Kinder, wenn ja, wie gehen die mit der Krankheit um?
Klar, wenn wir es vorher nicht wissen würden, oder unser Baby bei der Geburt eine Behinderung davon tragen würde, würden wir es so lieben wie es ist, aber jetzt wissen es wir nurn einmal und meine größte Sorge ist, das ich meinem Großen (8 Monate) nicht gerecht werden kann.

LG Andrea

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10. Juni 2010 um 12:16

Entscheidung
Hallo,
also bei einer Beratungsstelle werden Sie Dir nie sagen:
Sie müssen dies machen bzw. das andere...die Antwort mußt Du lebst finden bzw. Ihr..
Ich selbst habe einen Spätabbruch hinter mir, schwerstbehindert und wir haben uns dafür entschieden.
Für uns war es sofort klar, daß wir dieses Kind so nicht empfangen werden, zum einen dem Kind viel leid er-
sparen und auch ist die Belastung sehr große, das Umfeld, die Ehe...aber wie gesagt, daß muß jeder selbst wissen.
Ich mußte mein Kind normal gebären, die Wehen wurden eingeleitet, dann kriegt man alle Schmerzmittel zur Verfügung.
Für die Psyche ist es besser, daß klind normal zu gebären.

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10. Juni 2010 um 18:26

Trisomie21
Ich hatte auch so ein Baby in einem Bauch;-(
Eben auf Grund von einem Herzfehler und den Nieren war Verdacht auf Trisomie21.. Eine Fruchtwasser-Untersuchung
hat das dann bestätigt und das im 7 Monat! Wie wars bei dir?
LG Bernadette

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10. Juni 2010 um 18:31

Trisomie21
Hy ich hatte das gleiche wie du und das im 7 Monat!
Ich musste klein Leon auf natürlichen Wege auf die Welt bringen und hielt ihm auch im Arm... LG Bernadette

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10. Juni 2010 um 18:33
In Antwort auf ninax2010

Entscheidung
Hallo,
also bei einer Beratungsstelle werden Sie Dir nie sagen:
Sie müssen dies machen bzw. das andere...die Antwort mußt Du lebst finden bzw. Ihr..
Ich selbst habe einen Spätabbruch hinter mir, schwerstbehindert und wir haben uns dafür entschieden.
Für uns war es sofort klar, daß wir dieses Kind so nicht empfangen werden, zum einen dem Kind viel leid er-
sparen und auch ist die Belastung sehr große, das Umfeld, die Ehe...aber wie gesagt, daß muß jeder selbst wissen.
Ich mußte mein Kind normal gebären, die Wehen wurden eingeleitet, dann kriegt man alle Schmerzmittel zur Verfügung.
Für die Psyche ist es besser, daß klind normal zu gebären.

Trisomie21
Ja ich hab klein Leon mit Trisomie21 auch auf natürlichem Wege auf die Weltgebtacht!

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10. Juni 2010 um 20:04

Richtige Entscheidung
Ich hoffe sehr, daß Ihr die für Euch gerechte Entscheidung trefft, man muß mit behinderten Kind oder mit Spätabtreibung leben, beide ist sicherlich nicht leicht.
Oft hört man auch, ich würde mein Kind auf jeden Fall behalten, egal wie behindert ...allerdings sind dies immer die Frauen, die nie so eine Entscheidung treffen mußten, wenn man selbst gesunde Kinder hat, kann man leicht sagen: ja, ich würde 100%ig nie spätabtreiben, da man ja sicherlich
nie wissen kann, ob mal Unfall etc...
ich habe ja selbst einen spätabbruch hinter mir, ich hätte nie gedacht, daß ich mal einen spätabbruch mache. Allerdings haben wir uns entschieden unser schwerstbehindertes Kind nicht in Empfang zu nehmen.
Es tut trotzdem weh und ist nicht immer einfach.
Habe gelesen, daß bei Trisomie 90 %oder sogar 94 prozent
abtreiben lassen.
Wünsche Dir alles gute.

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11. Juni 2010 um 7:15

EIN LEBEN - EIN DOWN-SYNDROM
Liebe Andrea,

auch ich bin betroffen, wie Du vielleicht in meinen Threads, die ich hier schon gepostet habe, nachlesen kannst.

Auch uns hat die Diagnose umgehauen.
Wir waren geschockt, unendlich traurig.
Das Wort Abtreibung stand im Raum.
Ich wusste nicht in welche Richtung ich sollte.

Für mich war es persönlich ein ganz großer düsterer Gedanke dieses Kind so oder so auf die Welt bringen zu müssen.

Ich hätte es ja dann nicht mehr ändern können - und hätte ein totes Kind zur Welt bringen müssen!
-Also Trauer auf der ganzen Linie!-

Du schreibst wenig über die Diagnose, ich nehme an, wenn Du 17. ssw bist, hast Du die Diagnose über Fruchtwasseruntersuchung bekommen.

Wer hat Dir gesagt, dass das Kind einen Herzfehler hat???
Es werden zwar 50% der Down-Kinder mit Herzfehler geboren (wovon die meisten unkompliziert operabel sind), aber vor dem Organ-Ultraschall (frühestens ab der 20. ssw)
kann man das garnicht feststellen.

Wir hatten uns entschieden das Organ-Ultraschall abzuwarten, haben unsere Entscheidung davon abhängig gemacht, wie es der Kleinen Maus in meinem Bauch wirklich geht und siehe da "es geht ihr sehr gut".

Wir bekommen ein gesundes Down-Mädchen!!! Eben mit einem Chromosom mehr als andere Menschen, aber ich sehe das mittlerweile nicht mehr negativ. Sie hat sich uns ausgesucht!

Ich möchte niemanden beeinflussen, es kann nicht jeder eine Entscheidung tragen, wie wir sie gewählt haben, aber wenn ich meine Maus auf dem Ultraschall sehe und wie sie aus meinem Bauch von Innen einen Bolz-Platz macht, dann bereue ich keine Minute meine Entscheidung.

Mein Tipp: Lass Dir mit der Entscheidung Zeit, überstürze nichts. Nach einer stillen Geburt kannst Du nichts mehr ändern, dann musst Du mit der Entscheidung leben.
Wenn Du einen Partner hast, checkt euch gegenseitig ab, ohne Rücksicht aufeinander. Ihr müsst alle beide Euer Leben lang damit leben - so oder so!
Wenn Du/Ihr doch euch zu einer Abtreibung entschliessen solltet, dann denke daran, dass die Mäuse ab der 24. ssw lebensfähig sein können.
Warst Du schon bei der genetischen Beratung? Gehe da auf jedenfall hin, die sind dort neutral, aber sehr einfühlsam und vor allen DIngen informativ.
Ich weiß, die Welt stürzt ein und man denkt man kommt nie zu einer Entscheidung, aber das stimmt nicht. Spätestens 3 Tage später hast Du dich zumindest innerlich entschieden.

Wir können und wollen mit einem Down-Kind leben, weil sie einfach unser Kind ist.

Bin jederzeit für Fragen offen.

Liebe Grüße
sorgenmami1 mit Klein-Vicki (46+1) inside (27+2 ssw)

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11. Juni 2010 um 15:23

Jeder hat seine eigene entscheidung
Es ist aber ein Unterschied ob man von vorne her weiß, daß
das Kind schwerbehindert oder behindert sein wird, als wenn es z.b. mit 2 Jahren einen Unfall hat und zum Pflegefall wird.
Bist Du den betroffen gewesen?...oder gehörst Du zu den
Frauen, die selbst gesunde Kinder haben, aber über andere Frauen, die dieses Glück nicht hatten, zu verurteilen???
Ich selbst finde, wenn das KInd schwerstbehindert ist, ist es einfach besser, diesem Kind seinen Frieden zu gönnen.
Daher habe ich auch einen Patienten-Verfügung, da ich nicht nach einem Unfall zu tote gepflegt werden möchte, im Wachkoma liege und nichts mehr checke...so eine Leben ist für mich kein Leben...frag mal Leute, die schwerstbehinderte Pflegen, was die davon halten...auch bei älteren Pflegefällen ist es ein Segen, wenn diese endlich einschlafen...oder möchtest Du jahrelang vor Dich hinvegetieren und wundlegen???

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11. Juni 2010 um 20:49

Herzlichen Glückwusch....
... zur Schwangerschaft.
Also wir haben den Tripplertest (Nackenfalte + Blut) machen lassen, da kam ein Ergebniss von 1:99 raus, daraufhin hab ich eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen. Der Schnelltest war auffällig, 10 Tage später war es dann Gewissheit.
Hab es nur machen lassen, um eine beruhigte Schwangerschaft zu haben, war mir sicher das alles gut ist, leider war das nicht der Fall.
Wünsche Dir alles liebe und Deinem Bauchzwergle natürlich auch.

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11. Juni 2010 um 21:08
In Antwort auf ninax2010

Jeder hat seine eigene entscheidung
Es ist aber ein Unterschied ob man von vorne her weiß, daß
das Kind schwerbehindert oder behindert sein wird, als wenn es z.b. mit 2 Jahren einen Unfall hat und zum Pflegefall wird.
Bist Du den betroffen gewesen?...oder gehörst Du zu den
Frauen, die selbst gesunde Kinder haben, aber über andere Frauen, die dieses Glück nicht hatten, zu verurteilen???
Ich selbst finde, wenn das KInd schwerstbehindert ist, ist es einfach besser, diesem Kind seinen Frieden zu gönnen.
Daher habe ich auch einen Patienten-Verfügung, da ich nicht nach einem Unfall zu tote gepflegt werden möchte, im Wachkoma liege und nichts mehr checke...so eine Leben ist für mich kein Leben...frag mal Leute, die schwerstbehinderte Pflegen, was die davon halten...auch bei älteren Pflegefällen ist es ein Segen, wenn diese endlich einschlafen...oder möchtest Du jahrelang vor Dich hinvegetieren und wundlegen???

@ ninax2010
hast den nagel auf den kopf getroffen. du sprichst mir aus der seele

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12. Juni 2010 um 13:29

Nur mut
liebe andrea,auch wir haben einen sohn mit dem down syndrom .elias ist jetzt 9 jahre alt und er ist ein fröhlicher recht selbständiger junge.durch ihn haben wir soviel an lebensweissheit gewonnen,dass es sich nicht beschreiben lässt.lasst euch zeit für eure entscheidung ,ein zurück gibt es nicht.meine freundinn hat letztes jahr ihren kleinnen sohn in der 28 woche geboren ,er starb 15 tage später. sie hätte alles getan und jede behinderung akzeptiert, wenn sie das nicht hätte erleben müssen.die leute die einem jetzt rat geben wollen egal in welche richtung,müssen mit keiner der konsequenzen leben.lasst euch über einen evt. herzfehler beraten. diese sind oft gar nicht vorhanden,oder leicht zu beheben.ich wünsche dir viel kraft und mut alles gute für euch.

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12. Juni 2010 um 15:39
In Antwort auf dorika_12172008

Danke
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Was ich vorher nicht dazugeschrieben habe, ist das wir einen gesunden kleinen Sohn mit 8 Monate haben.
Für mein Mann und mich ist klar wir schaffen es auch mit einem Down Kind, aber unsere große Angst ist, das wir dann unseren großen zu sehr vernachlässigen müssen.

Wie kommt das Mädle damit klar, das ihr Bruder ein Downi ist, fühlt sie sich vernachlässigt???

Danke.

Antwort auf wie kommt das Mädchen damit klar
sehr wahrscheinlich gar nicht.

Ich habe hier schon mal im Forum geschrieben, dass meine beste Freundin einen behinderten Bruder hat.

Als wir klein waren, haben wir ihn im Wald ausgesetzt, damit er nicht mehr zurück findet. Aber ein Nachbar hatte uns gesehen und sie haben ihn wieder zurück geholt.

Zwei Mal haben wir ihn einfach so in den falschen Bus gesetzt, in der Hoffnung es findet sich jemand anderen der ihn nimmt. Er wurde immer wieder zurück gebracht, weil er Namen-Adressschilder in der Kleidung hatte.

Als Kind denkt man sich nichts dabei. Wichtig war nur, dass meine Freundin ihn nicht mehr wollte. Sie hoffte, wenn er weg ist, dass sie endlich eine "normale" Familie hat.

Das muss aber alles bei dir nicht sein.

Deine Tochter ist vielleicht eine selbstbewustes Mädchen, dass prima ohne Folgeschäden damit umgehen kann.

Ich selbst habe bei jedem Kind, immer eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen. Das erste habe ich ja so früh bekommen und trotzdem, hatte ich wahnsinnige Panik, dass mein Kind so wie der Bruder von meiner Freundin wird.

Ich wollte mir und meiner Familie das niemals antun. Ich hätte ohne mit der Wimper zu zucken abgetrieben. Ohne Diskussion oder Nachdenken.


Das alles musst du als Mutter allein entscheiden. Es wird dein Weg sein, den du dann schlussendlich gehen wirst.

Männer gehen manchmal und du bist die jenige, die dann allein der Aufgabe gewachsen sein muss...

Muss nicht sein, aber man weiss ja nie...

Wünsche dir für dich die richtige Entscheidung.

Saraa

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12. Juni 2010 um 19:48
In Antwort auf dorika_12172008

Vielen Dank
@ downwonder
für Deine lieben Worte.
Wir waren jetzt schon sehr viel unterwegs und werden auch noch Familien mit Kindern mit Trisomie 21 besuchen gehen und in eine Behindertenwerkstatt gehen.
Was ich aber bis jetzt herausgefunden habe (korregier mich bitte falls Du es anders weist), das diese Krankheit auch ganz unterschiedlich verlaufen kann.
Das alle als Babys gleich süß sind, denke ich steht nicht zur Diskusion, aber wenn sie größer werden, können manche dies, andere das, manche aber auch fast gar nichts. Bei uns im Dorf ist eine junge Frau, die kann mit 35 noch nicht reden, eine andere junge Frau die ist 30 versorgt sich weitestgehend alleine.
Hast Du noch weitere Kinder, wenn ja, wie gehen die mit der Krankheit um?
Klar, wenn wir es vorher nicht wissen würden, oder unser Baby bei der Geburt eine Behinderung davon tragen würde, würden wir es so lieben wie es ist, aber jetzt wissen es wir nurn einmal und meine größte Sorge ist, das ich meinem Großen (8 Monate) nicht gerecht werden kann.

LG Andrea

Hallo andrea,
du machst dir wegen deines söhnchens gedanken,klar aber es wird sicher nur die normalen geschwistereien geben.glaub mir er wird ja mit der situation aufwachsen und es nicht anders kennen. das wichtigste ist immer offen über alles zu reden.unsere tochter sagte mir mal sehr ernst,dass sie sich keinen lieberen bruder vorstellen könnte,dabei zanken sich die beiden auch wie alle geschwister.irgenwann in naher zukunft,werdet ihr morgens nicht mehr mit dem gedanken wach....unser kind hat das down syndrom.

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13. Juni 2010 um 2:35

Wie geht es Dir?
Liebe Andrea,

wie geht es Dir, wenn Du reden möchtest, gerne auch über PN, melde dich einfach, wenn Du magst.

Ich wünsche Dir viel Kraft bei der Entscheidungsfindung, wenn sie nicht bereits gefallen ist.

Liebe Grüße
sorgenmami

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13. Juni 2010 um 11:33

Hallo rosenrot
schön deinen beitrag zu lesen.meiner meinung nach werden auch heute noch kinder abgetrieben aus vermeintlich gesundheitlichen gründen,was immer das heissen soll.viele werden nie erfahren dass ihr kind gesund gewesen wäre,oder schon gar nicht wie wenig wichtig dies auch sein kann.es wird soviel geredet von menschen die echt keine ahnung haben,aber manchmal denke ich,dass es gut ist das solche menschen ohne herzensbildung und gelassene toleranz,nie in den genuss eines besonderen kindes kommen. das wäre vermutlich für diese kinder nicht zu wünschen.ich hoffe das diese leute nie pflegebedürftig werden oder ihre kinder . l.g.downi2001

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4. Juli 2012 um 8:01
In Antwort auf fatima_12755485

Trisomie21
Ich hatte auch so ein Baby in einem Bauch;-(
Eben auf Grund von einem Herzfehler und den Nieren war Verdacht auf Trisomie21.. Eine Fruchtwasser-Untersuchung
hat das dann bestätigt und das im 7 Monat! Wie wars bei dir?
LG Bernadette


also eigentlich bin ich ein glühender verfechter der abtreibung... aber im 7. Monat? es tut mir leid, aber wie kann bitte im 7. monat abtreiben? es gibt so viele frühchen, die im 7. monat geboren werden und du treibst in dem monat ab?
tut mir leid, aber das kann ich nicht verstehen...

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