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Abreibung kurz vor Eingriff abgebrochen

16. November 2013 um 12:38

Hallo ihr Lieben,
Ich bin schn seit einiger Zeit stille Mitleserin hier in diesem Forum und hoffe auf ein wenig Beistand und Hilfe.
Jetzt erstmal ein paar Infos zu meiner Person und meinem Problem;
Ich bin 23 Jahre alt, befinde mich in der Endphase meines Studiums und habe bereits einen Sohn der 15 Monate alt ist.
Nach der Geburt meines Sohnes habe ich mir zur Verhütung eine Kuperspirale einsetzen lassen, mit der ich auch wirklich zufrieden war, bis zum Zeitpunkt als ich merkte das meine Regel ausblieb und ich einen prositiven SS Test in den Händen hielt und ich ziemlich schockiert war. Der Doc hatte die Spirale nämlich vor wenigen Wochen noch kontroliert und den guten Sitz bestätigt. Er zog die Spirale, die schon sehr tief im Muttermund hing und die Schwangerschaft blieb.
Da mein Sohn mit seinem 15 Monaten selbst noch so klein ist und es wirklich ein Kraftakt war das Studium trotz Geburt und Schwangerschaft nicht zu unterbrechen und es ohne die Hilfe der Omas gar nicht gegangen wäre. Mein Freund studierte das erste Lebensjahr unseres Sohnes in Berlin und war nur am Wochenende da.( Mein Sohn wird immer noch zweimal wach Nachts und ist wirklich sehr aktiv)
Mein Freund ist auch grade erst fertig mit dem Studium und will bald promovieren, jedoch wird er sich in seinem Bereich erstmal mit schlechtbezahlten Volotärstellen rumschlagen müssen. Ich habe neben dem Studium noch 2 Jobs, damit wir irgendwie klar kommen. Deshalb steht/stand rational eigentlich fest das wir das Kind nicht bekommen können und ein Abruch das beste für alle wäre.

Ich habe also einen Termin für einen Eingriff am letzten Freitag ausgemacht. Ich sollte nüchtern in die Praxis kommen und der Eingriff würde mit Vollnakose durchgeführt werden. Schon bei der Ankuft in der Praxis musste ich immer wieder weinen weil ich es alles so schrecklich fand und ich so eine Entscheidung treffen muss. Auch bei der Voruntersuchung beim Arzt musst ich schrecklich weinen, er fand bei der Untersuchung raus das ich in der 8 SSW bin Ich habe mich immer wieder gesammelt und versucht mich zusammen zureißen, als das Nakosegespärch dann statt finden sollte bin ich entgültig zusammen gebrochen und mein Freund hat mich gepackt mir die Jacke angezogen und gesagt "Komm wir gehen, ich will nicht das du dir hier was tust was nicht gut für dich ist".
Ich habe danach den ganzen Tag geweint weil ich nicht stark genug war den Eingriff machen zu lassen obwohl ich mir der Folgen bewusst bin und ich das auch nicht ertragen kann. Ich weiß nicht ob ich nochmal so eine Belastung aushalte und ich bereit bin die letzte Freiheit die ich habe aufzuopfern. Ich bin wirklich zerweifelt und weiß nicht was ich tun soll??? Es ist alles so ansträngend! Die Praxis hat meine Unterlagen einbehalten und ich kann den Eingriff immer noch durchführen lassen.

Soory für den Roman,aber kürzer ging es wirklich nicht!

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16. November 2013 um 13:47

Nicht ganz klar, ob du Rat willst oder was anderes,
aber dein Freund hat da richtig entschieden:
"Komm wir gehen, ich will nicht das du dir hier was tust was nicht gut für dich ist".

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16. November 2013 um 13:52

Rat
Ich bin einfach unsicher und weiß nicht was ich tun soll?

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16. November 2013 um 14:40

Ich weiß eigentlich das ich es nicht will
Leider finde ich den eingriff so schrecklich und habe keine Mut das durch führen zu lassen weil ich immer weinen muss!

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16. November 2013 um 14:45

Liebe lilly,
du hast zwei ganz entscheidende helfer: deinen allerbesten freund (solche männer mit dieser sensibillität und entschlossenheit sind einfach nur schätze!!) und - dich selbst. du kannst froh sein, dass signale zum zusammenbrechen in dir stärker waren, als alle "vernünftigen" gedanken (die dich jetzt natürlich sofort wieder packen und dich verunsichern).
alles außenherum lässt sich regeln, aushalten, durchhalten (das hast du mit deinen ganzen entscheidungen bisher gezeigt) - du brauchst einfach noch ein paar takte unterstützung mehr (oder auch tatsächlich mal ne pause?).
du bist eine sehr starke frau! nimm die stärke fürs richtige - und richtig ist das, was dein herz dich spüren lässt.
oder was meinst du?
zum äußeren nochmal. so lapidar ist das nicht, wie es oben klingt (vielleicht klingt). aber es ist tatsächlich das, was jetzt deine kraft braucht, um es gut zu überlegen, zeit und geld und alles mal durchrechnen, mit den omas reden und noch weitere möglichkeiten kreieren. es wird sich so einrichten lassen, dass du die "folgen", nämlich dein zweites kind ertragen kannst. auf deine letzte freiheit musst du wirklich gut achten und nicht nur du allein! aber deine letzte freiheit doch bitte nicht für eine abtreibung "nutzen" - das könnte das ende deiner letzte freiheit bedeuten. bei euch hat doch die liebe das entscheidende zu sagen, oder?
sorry, das ging auch nicht kürzer.
meld dich wieder. und ruh dich aus! diese tage haben dich sicher in ganz besonderer weise erschöpft und mürbe gemacht.
liebe grüße von catie

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16. November 2013 um 14:47
In Antwort auf topsy_12452586

Ich weiß eigentlich das ich es nicht will
Leider finde ich den eingriff so schrecklich und habe keine Mut das durch führen zu lassen weil ich immer weinen muss!

Na also,
jetzt haben sich unsere nachrichten überschnitten....
wenn du das so sagen kannst, dann hast du genau das mind-setting, das dich für alles eine gute lösung finden lässt, was dir im moment noch angst macht.
vom ziel her gesehen - kommt dann auch kraft und phantasie. das verlockt doch, wenn man auf das schaut, was "rumkommt".
alles liebe dir!! EUCH!

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16. November 2013 um 15:17

Danke
Danke für die lieben Worte,
Ich werde jetzt erstmal grübbeln!
Ich wollte jedoch noch mal betonen das ich als emazipierte Frau weder empfänglich für Moralkeulen, noch für religösen Kram zu haben bin! Ich halte weder noch was davon mich als Frau auf die Mutterrolle zu beschrenken, noch mich von meinen Freund finanzieren zulassen! Wir teilen uns Kinderbetreung und Haushalt und Job zu gleichen Teilen.
Ich srge dafür das er Freiraum hat und er das ich welchen habe!
Und um Kohle ranschaffen geht es nicht sondern ums überleben, man verdient nicht zwingend mehr Geld weil man auf der Uni war. Besonders nicht als Pädagogin und Historiker!

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16. November 2013 um 15:32

Angst
Ich versuche wirklich heraus zubekommen was mir so Angst macht! Leider weiß ich es nicht so genau! Ich habe einfach ein schreckliches Gefühl von Ohmacht in mir! Ich glaube ich werde gleich mal so eine Liste anfertigen!

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16. November 2013 um 17:57

Mein Rat: Treib nicht ab.
"Leider finde ich den eingriff so schrecklich und habe keine Mut das durch führen zu lassen weil ich immer weinen muss!"

Wenn du etwas als ganz schrecklich empfindest, dann mach es nicht. Und zwar nicht nur in dem Fall sondern allgemein.

Zu dem konkreten Problem:
"Ich wollte jedoch noch mal betonen das ich als emazipierte Frau weder empfänglich für Moralkeulen, noch für religösen Kram zu haben bin! Ich halte weder noch was davon mich als Frau auf die Mutterrolle zu beschrenken, noch mich von meinen Freund finanzieren zulassen! Wir teilen uns Kinderbetreung und Haushalt und Job zu gleichen Teilen. "
" Besonders nicht als Pädagogin und Historiker!"

Ihr seid ein Team. Pfeif auf Rollenverteilung. Jeder macht das was er besser kann bzw. wozu er grad besser geeignet ist. Er kriegt die besseren Jobangebote? Dann bist du eben ein paar Jahre Hausfrau/Teilzeit und erst wieder Vollzeit wenn die Kinderbetreuung passt. Du kriegst ein gutes Jobangebot direkt neben deiner betreuungswilligen und -fähigen Mutter? Ihr zieht um und er sucht sich halt einen neuen Job und ist ein paar Monate Hausmann. Wer wen finanziert ist wurscht. Anders geht es nicht. Beide müssen zurückstecken.

"Und um Kohle ranschaffen geht es nicht sondern ums überleben,"

"Mein Freund ist auch grade erst fertig mit dem Studium und will bald promovieren,"

a. Dann soll er die Promotion streichen, es sei denn es ist sehr wahrscheinlich, dass er dadurch viel bessere Jobs bekommt. Während der Promotion verdient man weniger als man wert ist. Das könnt ihr euch nicht leisten, also sollte er das wahrscheinlich erstmal sein lassen. Einer von euch beiden muss versuchen Geld zu verdienen, da bei dir das Studium noch läuft, muss er da ran.

b. Rechne es mal durch. Überleben ist in Deutschland nie ein Problem, Problem ist höchstens das Niveau. Und das solltet ihr mal genauer abschätzen, denn vielleicht ist es weniger schlimm, als ihr euch vorstellt.


"Ich weiß eigentlich das ich es nicht will"
Da irrst du dich. Was du willst und nicht willst bestimmt sich nach den Maßstäben mit denen du dein Leben bewertest. Diese stammen aber nicht vom Verstand, sondern letzlich von deinen Emotionen bzw. kitschig formuliert vom Herzen. Wenn also dein Herz in Anbetracht der Abtreibung aufschreit "Nein! Nein! Will ich nicht!", dann widerspricht die Abtreibung dem was die Grundlage der Maßstäbe ist, anhand derer du meinst, dass du die Abtreibung willst. Solange du den Widerspruch nicht geklärt hast, weißt du weder ob du das Kind willst, noch ob du es nicht willst.

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16. November 2013 um 18:21
In Antwort auf topsy_12452586

Angst
Ich versuche wirklich heraus zubekommen was mir so Angst macht! Leider weiß ich es nicht so genau! Ich habe einfach ein schreckliches Gefühl von Ohmacht in mir! Ich glaube ich werde gleich mal so eine Liste anfertigen!

Zum abend ....
hi liebe lillylotta,
ohnmacht ist das nicht ein gefühl, das zum anfang einer jeden schwangerschaft dazugehört? wie gings dir da bei deinem sohn? warst ja völlig überrumpelt....
ich finds im rückblick stark, wie ihr das angepackt habt! es hat euch, v.a. dich, die ganze kraft gekostet. du hast es weite strecken allein, zwar mit hilfe, aber halt ohne deinen freund in der nähe geschafft. und hast dein studium wirklich geschafft bis hierher! und das finde ich bemerkenswert. keine kleinigkeit. schafft auch nicht jede/r. hast du da vorbilder? mitstreiterinnen? nachahmerinnen? ich mein - es geht ja leichter, wenn andere auch so ähnlich leben, oder? übrigens: es gibt studentinnen, die kakulieren (und empfehlen), dass es am besten ist, die kinder im studium zu bekommen, weil da noch viel mehr flexibilität drin ist. später ist es dann oft durch die berufliche bindung viel enger. auch eine ansicht. oder eine erfahrung.
jedenfalls hat euch euer sohn keineswegs zurückgeworfen. dein freund konnte sein studium abschließen und du stehst kurz davor. immerhin habt ihr dann mal so etwas wie verdienst, also neben deinen jobs (alle anerkennung!!) und übung im teilen habt ihr auch. also: aufgaben, rechte, pflichten..... und hoffentlich auch viel schönes.
das mit deiner angst..... angst ist wohl immer dabei, wo etwas gewagt werden muss. was man wagt, also: was gewagt werden muss das sollte nicht die angst entscheiden. da bist du die chefin deines lebens! das stimmt. du selbst weißt, was dir am wichtigsten ist. immerhin hast du nochmal zeit bekommen, um dem nachzuspüren, dich auch mit deinem freund zu beraten. oder anderen vertrauten menschen, die dich gut kennen.
und eure berufe: find ich klasse!! leider kommt da wirklich (zu!!) wenig geld rum (verglichen mit naturwissenschaften und wirtschaft). aber die überzeugung, die ihr lebt, ist sicher viel viel wert in einer zeit, wo alles um die machbarkeit geht. das geheimnis des menschen und seine geschichte - gut, dass sich darum immer wieder menschen mühen! alle achtung!
so, nun einen guten abend dir und euch! lassts euch gutgehen! und viel für die liste!
catie
p.s.: wie liegen prüfung und möglicherweise geburtstermin zeitlich zueinander?

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16. November 2013 um 21:28

Kleiner devil in dir !?
Also du redest hier als müsste sie einen zahn ziehen! Hallo merkst du nicht das sie mitleid mit ihrem kleinen ungeborenen Kind hat.
Vor dem hat sie Angst,das Gefühl wie es dem Kind gehen wird und natürlich ihr selber danach. Mano man wenn alle ihre abtreibungen durchgeführt hätten dann hätten wir einige Kinder weniger und viele psychisch kranke Frauen. Also bleib locker und lass jedem seins.

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17. November 2013 um 0:32
In Antwort auf gale_11861408

Kleiner devil in dir !?
Also du redest hier als müsste sie einen zahn ziehen! Hallo merkst du nicht das sie mitleid mit ihrem kleinen ungeborenen Kind hat.
Vor dem hat sie Angst,das Gefühl wie es dem Kind gehen wird und natürlich ihr selber danach. Mano man wenn alle ihre abtreibungen durchgeführt hätten dann hätten wir einige Kinder weniger und viele psychisch kranke Frauen. Also bleib locker und lass jedem seins.

Also
für mich war die abtreibung - auch noch selbst herbeigeführt - die beste entscheidung, die ich je treffen konnte, da sich mir dadurch so viele möglichkeiten eröffnet haben, die ich mit kind nie gehabt hätte.

nicht jede muss also unter einem solchen eingriff leiden und eines ist sicher: die abtreibung ist auf garantie weniger schmerzhaft als eine geburt.

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17. November 2013 um 0:33
In Antwort auf topsy_12452586

Rat
Ich bin einfach unsicher und weiß nicht was ich tun soll?

Mach
dir mal eine sog. pro- und kontra-liste.

schreib alles auf, was für und was gegen das kind spricht und entscheide dann mit hilfe dieser liste.

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17. November 2013 um 11:45

Keine Ahnung
Wenn du etwas sensiblität in dir hättest dann würdest du merken das so eine Entscheidungsfindung Zeit und ruhe braucht! Ich habe mir das Wochenende frei genommen und der Kleine ist bei Oma, damit wir uns in ruhe beraten können. Wenn du nichts konstrucktives bei zu tragen hast dann halt dich raus!

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17. November 2013 um 12:37
In Antwort auf topsy_12452586

Keine Ahnung
Wenn du etwas sensiblität in dir hättest dann würdest du merken das so eine Entscheidungsfindung Zeit und ruhe braucht! Ich habe mir das Wochenende frei genommen und der Kleine ist bei Oma, damit wir uns in ruhe beraten können. Wenn du nichts konstrucktives bei zu tragen hast dann halt dich raus!

@lillylotta1990
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Beitrag von larissa50012 nicht an dich gerichtet war, sondern an wicca031.

"wicca031
Registriert seit: 16/11/2013
Beiträge: 73
Letzter Beitrag: 17/11/2013"

73 Beiträge in weniger als 36 Stunden ist selbst für wicca eine ganze Menge und war wohl der Grund für larissas Nachfrage.

"Wenn du nichts konstrucktives bei zu tragen hast dann halt dich raus!"

Mein Rat steht momentan ganz oben, weiteres konstruktives fällt mir nicht ein.

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18. November 2013 um 0:42

Bleib locker
Ja du und deine Kommentare drängen direkt zu einer Abtreibung das ist ja ne lockere Sache. So neben bei.

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18. November 2013 um 6:24

Rational so eine Entscheidung zu treffen ...
.....ist das Eine. Wie es dir danach geht ist wieder was anderes. Die Psyche muss diese Entscheidung dann aber auch verkraften. Da hilft auch eine Pro/Contra Liste nichts. Rational ist das Eine - die Gefühle was anderes.

Ich wünsch dir viel Kraft für die Entscheidung und vor allem das es für dich die Richtige sein wird. LG

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18. November 2013 um 7:41
In Antwort auf rayner_987073

Rational so eine Entscheidung zu treffen ...
.....ist das Eine. Wie es dir danach geht ist wieder was anderes. Die Psyche muss diese Entscheidung dann aber auch verkraften. Da hilft auch eine Pro/Contra Liste nichts. Rational ist das Eine - die Gefühle was anderes.

Ich wünsch dir viel Kraft für die Entscheidung und vor allem das es für dich die Richtige sein wird. LG

Es ist keine rationale Entscheidung,
"Die Psyche muss diese Entscheidung dann aber auch verkraften."
denn Rationalität setzt voraus, dass man die Pro/Contras wertet (also in starkes oder schwaches Pro/Contra, man zählt ja nicht einfach ab, wo man mehr hat) und diese Wertung ergibt sich auch aus der Psyche. Bezieht man die nicht ausreichend bei der Pro/Contra Liste ein, hat man nicht rational entschieden.

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18. November 2013 um 9:40

Es hat nicht mal was mit Logik zu tun, das eigene Bauchgefühl zu ignorieren,
jedenfalls solange man sich seiner Sache nicht absolut sicher ist.

Z.b. man hat Angst vor Spinnen und jetzt hockt da eine in der Ecke und man will in dem Zimmer nicht schlafen/traut sich nicht sie zu entfernen.

Da hat es nicht mit Logik und Verstand zu tun, die Angst einfach beiseite zu schieben und sich hinzulegen oder die Spinne platt machen gehen. Denn die Angst ist ja nicht völlig daneben, Spinnen können gefährlich sein. Der Verstand muss deshalb erst feststellen, ob an der Angst irgendwas dran ist oder ob sie jetzt gerade grundlos ist. Da genügt in dem Fall ein Blick auf die Landkarte, ist man in D ist die Angst wahrscheinlich grundlos und kann ignoriert werden. Ist man in Australien (da gibts viele Giftspinnen), könnte die Angst schlicht und einfach vernünftig sein und sollte nicht einfach ignoriert werden. Vor dem beiseiteschieben der Emotionen muss der Verstand also erstmal Angst und Ursache verstehen und sollte erst beiseite schieben, wenn eindeutig ist, dass die Emotion unbegründet ist.

Ähnlich hier, wenn sie Panik und Trauer in Bezug auf den Vorgang der Abtreibung empfindet wäre es höchst irrational das durchzuziehen ohne vorher sicher zu gehen, dass die Panik und Trauer völlig unbegründet sind.

Was eben ganz zentral davon abhängt,
"Entweder fühlst Du schon etwas für es, oder Du siehst es als Kind an, vielleicht weil Du schon ein Kind hast."
ob es ein Kind ist, denn dann wären Panik und Trauer rational und logisch.

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18. November 2013 um 12:25


nein, keine sorge.

meine mutter hat sich damals für mich entschieden. wir haben uns aber eher als freundinnen betrachtet und nicht als mutter oder tochter. ich habe meine mutter ja auch mit vornamen angesprochen und nicht mit solchem kitsch wie mama oder so.

zum glück hatte ich auch schon sehr früh sehr viele freiheiten. also klammeräffchen waren weder meine mutter noch ich.

ansonsten ist es ja wohl logisch, dass man sich selbst mit frauen umgibt, die auch die gleiche interessenslage haben. hat man keine gemeinsame basis, so ist eine freundschaft ohnehin nicht möglich.

in meinen kreisen sieht man kinder auch eher als erbe für das familienvermögen und wenn frau sich dann schon durch so eine situation quält, dann will man den erben logischerweise auch behalten, zumal die kinder eh frühesten mit 6 und spätestens mit 9 irgendwo im internat sind. ich denke, man kann auch nie früh genug anfangen, dass das kind eine ordentliche laufbahn bekommt.

auch wenn du dir das sicher nicht vorstellen kannst, aber hier hat keiner ein interesse daran, irgendwelchen trockenen pärchen einen gefallen zu tun. zumal man mit dem kind auch nicht in berührung kommen muss, denn genau dafür hat man ja die nanny.

in meinem fall ist das noch wieder anders: ich ekle mich ja schon vor der schwangerschaft und würde aus diesem grund auch immer abtreiben. mein vermögen landet dann man in einer stiftung, genau wie das unternehmen und gut ist. für alteingesessene familien ist das meist nicht so einfach. aber da genügt dann auch ein kind. die nächsten werden die mädels sicher auch nicht austragen, falls da mal wieder was sein sollte. hier ging es eben um den erben und den fortbestand des namens und die sicherung des vermögens. (auch wenn ich mich dafür nie opfern würde, denn ich habe da ja auch eine regelung und denke, es geht auch ohne kinder. die sehen das aber anders).

trotzdem ist es natürlich schlimm für die frau, denn wenn man nur noch diese qualen vor augen hat. aber sie hat jetzt eine gute therapeutin und kann es wird es dann wohl auch aufarbeiten können.

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18. November 2013 um 12:29


hab nicht gesagt, dass es jeder so gehen muss aber bei dieser dame ist es halt so, dass sie elend aufgegangen ist.

und das ist nicht angefressen, sondern das sind wassereinlagerungen.

ich hatte die auch und dabei war es ca. woche 16 als mir das damals dann abgegangen ist bzw. der selbstabbruch erfolgreich war. und ich habe da fast ein jahr ärger gehabt.

also ich kenn sie ja seit unserer schulzeit und die bereut es furchtbar. hat aber auch einen soliden hintergrund und ist sicher froh, wenn krümel endlich im internat ist.

nee, schleppen tun bei uns nur die nannys und die lieben ihre kleinen schützlinge abgöttisch, dafür sind die eltern froh, ihre ruhe zu haben.

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18. November 2013 um 15:36

Wundere mich ein wenig, dass es hier nur um ganz oder garnicht geht
Hallo lillylotta1990,

auch wenn ich deinen Konflikt rational nachvollziehen kann, wundere ich mich, dass die Optionen nur Abtreibung oder das Kind selber großziehen zu sein scheinen.

Es gibt doch zahlreiche weitere Optionen wie Pflegefamilien oder offene oder geschlossene Adoption.

Natürlich ist es deine Entscheidung, aber wenn du dir unsicher bist, wäre es vielleicht sinnvoller eine weniger irreversible Möglichkeit zu wählen.

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18. November 2013 um 17:30
In Antwort auf jillie_12165270

Es ist keine rationale Entscheidung,
"Die Psyche muss diese Entscheidung dann aber auch verkraften."
denn Rationalität setzt voraus, dass man die Pro/Contras wertet (also in starkes oder schwaches Pro/Contra, man zählt ja nicht einfach ab, wo man mehr hat) und diese Wertung ergibt sich auch aus der Psyche. Bezieht man die nicht ausreichend bei der Pro/Contra Liste ein, hat man nicht rational entschieden.

Da hast du grundsätzlich recht
wenn du es schaffst die Psyche in eine Pro/Contra Liste richtig gewichtet mit einzubauen. Ich könnte mir z.B. vorstellen das auf der Contra Liste unzählige Gründe (Studium, Kohle, Nächte usw.usw.) stehen aber auf der Pro Liste nur "Psyche-ich kanns einfach nicht" und das so gewichtet das es die ganzen Contras unter den Tisch haut. Vor einer falschen Entscheidung ist man eh nicht gefeit.

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18. November 2013 um 18:32

Blablabla
Sagt die, die mal behauptet hat, dass sie keinen mit Kindern in ihrem Freundeskreis duldet. Ich glaub Dir das Zeug so wenig, wie allen anderen Mist, den Du hier verzapfst.

Abgesehen davon lassen sich Geburtsschmerzen mit PDA eliminieren, Kaiserschnitte sind in der Regel unproblematisch und wenn jemand während der Schwangerschaft unkontrolliert in sich reinfuttert, dann hat er natürlich ein Problem.

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18. November 2013 um 18:38


Hier haben schon einige gemerkt, dass mit dem Zeugst, das sie erzählt, etwas nicht stimmen kann .

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18. November 2013 um 19:16

Liebe Lillylotta
Als erstes: Du hast einen tollen Freund. Er hat gemerkt, dass Du leidest und hat Dich da rausgeholt. Er hat Deinem Kind erstmal das Leben gerettet und Dir Dein Herz.

Zweitens: Ich war auch mal in der Situation, wo ich möglichst schnell mein Studium abschliessen wollte, jaaa keine Zeit verlieren und rackern bis zum Umfallen! Im Nachhinein denke ich, das wäre gar nicht notwendig gewesen, denn Spass gemacht hat das nicht. Jetzt habe ich zwei Kleinkinder und immer noch 1000 Dinge im Kopf, die ich machen möchte. Aber ich setze mich nicht mehr unter Zeitdruck, denn die Zeit mit meinen Kindern kommt nicht wieder zurück. Die möchte ich jetzt erleben und arbeiten kann ich immer noch, wenn die Kinder älter und selbständiger sind. Daher möchte ich auch Dir ans Herz legen: Wenn Du mit dem Studium pausieren oder Deine Vorlesungen auf längere Zeit verteilen kannst, dann tue das. Arbeiten kannst Du, bis Du alt und grau bist.

Ich verstehe, dass Du Dich nicht von Deinem Freund finanzieren lassen willst. Das heisst doch aber auch, dass Du denkst, dass Deine Zeit und Energie, die Du in Deine Kinder steckst, nichts wert ist. Mein Mann sagt immer, Kinder grosszuziehen sei einer der wichtigsten Jobs auf der Welt. Andere verdienen schliesslich auch ihr Geld damit. Was Du jetzt für Deine Kinder tust, ist noch in 70 Jahren von Bedeutung. Das kann man von vielen Jobs nicht behaupten. Kinder grosszuziehen ist eine Aufgabe, die ein Paar gemeinsam wahrnimmt: Mann finanziert das gemeinsame Leben, man sorgt für das Wohlergehen der ganzen Familie, ermöglicht den Kindern einen guten Start ins Leben. Ob man jetzt derjenige ist, der das Geld nach Hause bringt oder derjenige, der für das Wohl aller sorgt, ist doch zweitrangig. Beide Aufgaben sind gleich wichtig und wenn Du für Deine Kinder da bist, dann lass Dir nicht einreden, dass Du nutzlos bist, im Gegenteil. Was wäre eine Familie ohne die Mutter. Frag mal die, die ihre Mutter früh verloren haben oder deren Mutter nie für sie da war. Wenn's auch zwei, drei Jahre länger dauert, bis Du ins Berufsleben einsteigst, Du wirst dann wenigstens nie sagen müssen, dass Deine Kinder zurückstecken mussten oder sogar, dass Du das Leben eines Deiner Kinder geopfert hast, damit Du Karriere machen kannst. Du bist Mutter, Du bist ganz ganz viel Wert. Du bist die Welt für Dein(e) Kind(er) und Dein Freund steht hinter Dir. Mach was draus.

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15. Dezember 2013 um 6:56


Der Sprung von 3 auf vier aber auch. Vor allem, wenn man schon ein Kind hat, dass einem auch hie und da zur Hand gehen kann.

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17. Dezember 2013 um 15:30
In Antwort auf esmi_12120735


Der Sprung von 3 auf vier aber auch. Vor allem, wenn man schon ein Kind hat, dass einem auch hie und da zur Hand gehen kann.

Klar!
Wenn mit drei Kindern ohnehin schon Chaos herrscht und man überfordert ist, macht ein Viertes den Kohl auch nicht mehr fett.

Und eine Fünfjaehrige in die Pflicht zu neen, ist furchtbar. Wenn sie helfen mag ist es gut, aber niemals verpflichtend.
Die Mutter meines Partners hat drei jüngere Geschwister, für die sie ebenfalls der Babysitter war. Sie musste ihre Kindheit früh aufgeben und und ärgert sich heute noch darüber.

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17. Dezember 2013 um 18:46
In Antwort auf florina911

Klar!
Wenn mit drei Kindern ohnehin schon Chaos herrscht und man überfordert ist, macht ein Viertes den Kohl auch nicht mehr fett.

Und eine Fünfjaehrige in die Pflicht zu neen, ist furchtbar. Wenn sie helfen mag ist es gut, aber niemals verpflichtend.
Die Mutter meines Partners hat drei jüngere Geschwister, für die sie ebenfalls der Babysitter war. Sie musste ihre Kindheit früh aufgeben und und ärgert sich heute noch darüber.

Habe nicht von Babysitten gesprochen
Sondern von Flasche geben, mal etwas holen gehen, die Wiege schaukeln, mit dem Geschwisterchen spielen, damit es abgelenkt ist, bis es an der Reihe ist. Ich habe eine fast 4-jährige, die das mit Stolz macht. Du hast recht, ein Kind sollte kein Mutterersatz werden. Aber zu lernen, hie und da ein bisschen Verantwortung zu übernehmen und mal etwas zu tun, weil man es tun muss oder weil man jemand anderem damit hilft, und nicht, weil es Spass macht oder einem Kohle bringt, hat noch keinem Minderjährigen geschadet. Ich seh das in der Familie die Teenies, die nie was tun mussten. Von Arbeiten keine Ahnung, nur Computergames spielen oder rumhängen die ganze Zeit. Kaum bittet man sie um etwas, murren sie rum oder haben sogar die Frechheit, die Hand aufzuhalten und Geld für jede kleinste Leistung zu verlangen.

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17. Dezember 2013 um 18:52


Wenn das 4. geboren wird, ist das zweite schon eineinhalb. Da sollte es zumindest abgestillt sein und laufen können. Dann bleibt nur noch die Windeln, die in 2 Minuten gewechselt sein dürften. Ich glaube, Du machst Dir selbst nur unnötig Angst. Kriegst Du denn keine Hilfe von Familie und Freunden? Gäbe es in Deiner Umgebung vielleicht ein Mädchen, dass sich gerne ein paar Euro mit Babysitten verdienen würde? Könntest ja mal eine Anzeige machen.

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