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Abbruch nach Ersttrimesterscreening....Schw erste Zeit meines Lebens

22. Juli 2009 um 15:05

Hallo an euch Alle hier.

Am 01.04.2009 habe ich erfahren das ich schwanger bin. Noch am selben Abend habe ich es meinem Freund erzählt und er hat sich genauso sehr gefreut wie ich.
Dann haben wir uns für ein Ersttrimesterscreening entschlossen....in erster Linie um sicher zu gehen das alles in Ordnung ist mit unserem Baby, da der Zwillingsbruder von meinem Freund eine Wanderniere hat und mein Freund 2 zusammen gewachsene Zehen aber auch wegen den tollen Ultraschallaufnahmen.
Am 20.05.2009 hatte wir dann unseren Termin fürs Screening. Wir waren beide total begeistert und haben uns gefreut als wir die ersten Bilder von unserem Baby gesehen haben. Für uns sah es total gesund aus, es hatte 2 Arme, 2 Beine, eine Nase, einen Mund und eine komplette Nabelschnur. Doch dann kam der Schock.... unser Arzt konnte keine komplette Wirbelsäule mit Hilfe des Ultraschalls darstellen... er äußerte vorsichtig die Vermutung eines "offenen Rückens" aber er konnte es noch nicht genau feststellen, da unser Baby sich etwas versteckte...also gingen wir ein bisschen spazieren und unser Arzt machte erneut einen Ultraschall und da stand die Diagnose eindeutig fest... spina bifida...
Unser Baby war gerade mal zu 20% lebensfähig und wenn es tatsächlich überlebt hätte, dann wäre es schwer behindert gewesen. Da unter anderem auch kein wirkliches Becken ausgebildet war bei unserem Baby.
Da wir uns im Vorfeld schon Gedanken gemacht haben, was wir machen wenn eine schwerwiegende Behinderung festgestellt wird, haben wir uns dann relativ schnell zu einem Abbruch entschlossen. Und es war ganz sicher kein leichter Schritt für uns. Das Baby war ein absolut gewolltes Baby.
Nur was hätten wir davon gehabt wenn es vielleicht ein paar Tage, Wochen oder Monate in meinem Bauch gestorben wäre?????
Und man macht doch keine Untersuchung um am Ende zu sagen eigentlich ist es egal was mit dem Baby ist...wir bekommen es sowie so. Solche Untersuchungen sind nunmal dafür da um Krankheiten bzw. Behinderungen frühzeitig festzustellen und um dann eine Entscheidung zu treffen was das Beste für einen selber ist bzw. was das beste für das Baby ist.

Das soll mal ein Beispiel dafür sein, dass man nicht einfach so abtreibt, nur weil man keine Kinder möchte.....es gibt so viele Gründe für eine Abtreibung.

Es ist ein sehr schwerer Schritt und es tut immer noch sehr weh drüber zu schreiben und zu reden aber ich möchte denen Mut machen die vor genau so einer schweren Entscheidung stehen wie wir standen.

Was mich jetzt noch interessieren würde...hat hier vielleicht jemand Erfahrungen ab wann man wieder versuchen kann schwanger zu werden? wir wünschen uns so sehr ein Baby und auch unser Sohn wünscht sich so gern ein kleines Geschwisterchen.

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22. Juli 2009 um 15:29


tut mir so leid für euch aber ihr habt sicher richtig entschieden. Besser ein kontrolliertes *Ende* als der natur seinen Lauf zu lassen, auch wenn das jetzt hart klingt.

Erfahurngen kann ich dir leider keine liefern, nur soviel, hatte vor jahren eine frühgeburt (mit schlechtem Ausgang) und war 4 Monate danach wieder schwanger. (eher zufällig als gewollt)

Denke mal, dass wenn deine tage wieder normal kommen, und die dich ok fühlst der zeitpunkt da ist. Kommt ja nicht nur aufs körperliche an sondern auch die seele muss sich erholen.

alles gute

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23. Juli 2009 um 22:06

Habe neulich gelesen,....
...das die Chance schwanger zu werden nach einem Abbruch oder einer Fehlgeburt sehr hoch ist, da die Hormone im Körper höher dosiert sind als normalerweise.

Alles Gute für euch....

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26. Juli 2009 um 21:56

Hallo,......
wir haben vor kurzem genau das gleiche durchmachen müssen wie ihr.
Es war mein absolutes Wunschbaby...........
in der 13 SSW wurde in der Pränatalpraxis ein grosser Ultraschall gemacht.......es war so wahnsinnig schön wie unser liebstes da wie verrückt gestrampelt hat........dann der absolute Schock!!
Niemals hätte ich mit dieser Horrornachricht gerechnet!
Unser Baby hatte Exencephalus, es hatte ab Stirn keine Schädeldecke mehr und das Gehirn war schon teilweise ins Fruchtwasser ausgetreten.Trotz Folsäure und der Chance von 1: 5000 hätte das Schicksal uns getroffen.
Die Diagnose hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen
Uns blieb nichts anderes übrig als ein Abbruch. Es hatte keinerlei Lebenschance , wäre bei oder sofort nach der Geburt gestorben.
Ich muß sagen das war wirklich die schlimmste Woche in meinem Leben, ich habe nur noch geweint und die AS war ein Alptraum...das Wissen, das mein kleines da munter strampelt und dann ist es einfach weg.
Das ganze ist jetzt ein paar Wochen her und ich hatte in meinem Freund eine riesige Stütze, er war jeden Moment für mich da, wir haben zusammen geweint und ich kann immer wenn mir danach ist mit ihm reden.

Zwei Wochen nach As haben wir das erste Mal miteinander geschlafen ,da wir uns einfach ganz nah sein wollten. Wir haben auch nicht verhütet und werden es diesen Monat wieder aktiv versuchen, also einen Monat nach As.
Mein Gyn und der Arzt in der Pränatalpraxis haben gesagt, ich könne sobald ich möchte wieder versuchen und es hilft mir einfach wieder hibbeln zu dürfen....Ich denke immer noch sehr oft an mein liebstes aber ich habe es akzeptiert...die Natur ist halt nicht gerecht...... ein dummer kleiner Fehler mit verheerenden Auswirkungen.
Es muß jede Frau selber entscheiden, ob sie lieber ein paar Monate warten möchte oder nicht...mir hilft es einfach es wieder schnell zu probieren, es wäre psychisch schlimmer für mich wenn ich ein paar Monate warten müßte und gegen meinen Willen dadurch verhüten müßte.
Kopf hoch, wir werden beide bald ein kleines gesundes Baby im Arm halten.......da glaube ich ganz fest dran
ganz ganz liebe Grüße

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