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Abbruch ja oder nein?

29. März 2015 um 13:46

Hallo, ich weiß eigentlich gar nicht was genau ich mir von diesem Beitrag erhoffe, aber vielleicht tut es trotzdem gut mal darüber zu reden/schreiben...
Mein Situation ist folgende: ich bin in der 6. Woche schwanger, eigentlich seit 2 Jahren in einer festen Beziehung (wobei diese schon vor der Schwangerschaft schwierig war und es jetzt erst recht ist) und studiere noch. Die Schwangerschaft war ungeplant - und nein, es lag nicht daran, dass ich nicht verhütet hätte oder diese falsch angewendet habe - so dass ich jetzt natürlich total geschockt bin. Was das Studium betrifft ist der Zeitpunkt zwar ungünstig aber nicht unmöglich. Ich müsste meinen Abschluss etwas verschieben was aber im Prinzip kein echtes Problem wäre. Auch finanziell stehe ich aus meiner Sicht gut genug da, um ein Kind zu ernähren. Natürlich hatte ich mir mein Leben mit Mitte 20 anders vorgestellt, aber das ist aus meiner Sicht kein Grund für einen Abbruch. Gegen die Schwangerschaft spricht allerdings dass der Kindesvater (auch noch Student) absolut dagegen ist und mich da auch sehr unter Druck setzt. Ich werde mir da von ihm zwar nicht reinreden lassen, überlege mir natürlich dennoch, ob alleinerziehend wirklich eine Option wäre. Nicht nur für mich wäre das eine große Herausforderung sondern auch für mein Kind hätte ich mir eigentlich was anderes gewünscht. Ich möchte nicht, dass das Kind darunter leiden muss, dass es mit dem Vater nicht funktioniert (entweder er kümmert sich nicht oder es wird ewige Diskussionen/Streit um alles Mögliche geben). Im Bekanntenkreis sehe ich so oft wie das Kind immer zwischen den getrennten Eltern steht, ich weiß einfach nicht, ob ich das meinem Kind zumuten möchte. Natürlich gibt es nie eine Garantie für eine Beziehung, auch bei absoluten Wunschkindern. Aber bei mir ist es eben schon absehbar, dass es problematisch wird.
Ich habe natürlich auch Angst, dass ich das alles nicht bewältigen kann. Obwohl ich viel Erfahrung im Umgang mit Kindern habe, kann ich höchstens erahnen, was es bedeutet jeden Tag 24-Stunden allein Mutter zu sein. Schaffe ich das überhaupt? Oder werde ich drauf angewiesen sein mein Kind von einer Betreuung in die nächste zu schieben, um meinen Job/Studium zu machen?

Vielleicht kann ja auch jemand aus Erfahrung berichten?

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29. März 2015 um 14:10

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Und an diejenigen, die einen Abbruch haben machen lassen. War euer Gefühl bis zum Schluss ambivalent? Oder gab es einen Punkt an dem ihr euch 100% sicher wart?

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30. März 2015 um 10:41
In Antwort auf hoshi_11949358

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Und an diejenigen, die einen Abbruch haben machen lassen. War euer Gefühl bis zum Schluss ambivalent? Oder gab es einen Punkt an dem ihr euch 100% sicher wart?


Hallo Kleinerloewe (oder kleine Löwin?)!

Du wusstest nicht genau, was Du Dir eigentlich erwartest, wenn Du hier schreibst aber dass es guttut, das hast Du wahrscheinlich schon gespürt: Schreiben tut der Seele gut.

Da sortiert sich einiges und ich staune echt, was bei Dir alles da ist und was eben fehlt, was Dir Sorgen macht.

Erfahrungen sind bei jedem Menschen anders. Es muss nicht so werden wie bei anderen (Du erlebst eher schwierige Konstellationen um Dich herum und hast da Befürchtungen ...). Es kann viel besser werden!

Du bist Realistin, scheint mir und Du schaust genau hin.
Wo es lang geht, spürt man am besten in sich selbst.

Wenn Du so erzählst: Du hast gute Voraussetzungen bzw. Du anerkennst Deine Voraussetzungen:
Es ist "ungünstig aber nicht unmöglich" das heißt Du hast eine gute Flexibilität mit Unvorhergesehenem umzugehen. Super-Ressource! "Abschluss verschieben" ist für Dich also kein Weltuntergang. Er kommt eben etwas später. Das ist kein echtes Problem.
Auch im Blick auf Vorstellungen vom Leben, von Deinem Leben, bist Du beweglich. Da hast Dus wirklich gut!
Deine finanzielle Lage: "gut genug". Wieder eine individuelle Sicht! Du misst Dich nicht mit anderen, nicht mit optimalen Voraussetzungen. Sehr gute Lebenseinstellung.
Du kannst gut mit Kindern umgehen und schätzt auch die Anforderungen realistisch ein.

Schade, dass Dein Freund da ganz anders tickt. Was sind denn seine Bedenken? Wo geht er nicht mit Dir mit? Sind es äußere Gründe (eben Geld, Studium ...) oder sträubt er sich innerlich (Abschied nehmen von Vorstellungen wies weitergeht, Verantwortung übernehmen). Da tun sich junge Männer oft schwer. Und Frauen sind da eher mutig Du klingst wirklich sehr gut aufgestellt. Vielleicht springt ja doch was von Dir auf ihn über? Ihr habt Euch ja nicht ohne Grund gefunden?

Bleibt allerdings doch die Frage, falls er nicht weiter mitgeht (oder Du nicht mit ihm): würde ich das auch allein schaffen? Das ist für Dich ein echtes Problem.
Vielleicht hilft Dir schon mal der Gedanken, dass Dein Kind es Dir nicht krumm nehmen würde, dass der Papa nicht (immer) da ist.
Und wie ihr miteinander umgeht, das hättest auch wieder Du (zur Hälfte jedenfalls) in der Hand. Da lässt sich schon viel gestalten, wenn man Konfrontation möglichst unten halten will.
Für Dich selbst wäre es natürlich schwer, auch emotional.

Allerdings kannst Du noch hoffen, dass Dein Freund sich mitentwickelt und Du kannst jetzt am Beziehungsumbau mitwirken, mit Deiner Hälfte (Beziehungsumbau ist auf jeden Fall angesagt, wenn ein Kind kommt da steigen leider manche Paare gleich aus ... schade eigentlich ...): Ihm Zeit geben mit freundlich-fröhlicher Selbstverständlichkeit. Seine Sorgen hören und nebenbei entkräften durch kreative Ideen. Ihn bisschen anspornen, indem Du ihm (und Euch) zutraust, es als Elternpaar zu schaffen entgegen den Beispielen um Euch herum. Das wäre ja noch schöner!!

Überlege an dieser Stelle, wen Du für was um Unterstützung fragen möchtest, falls es Dir eng wird. Das ist dann so wie ein Netz unter Dir. Es kann dann nichts passieren, auch wenn mal eine Zeit kommen sollte, wo Du aufgefangen werden möchtest, wo Du nicht alle Deine Kraft zur Verfügung hast.

Aber schau erst mal, ob er mit Dir zusammenbleiben will oder nicht. Möchtest Du es denn? Oder gibst Du gerade bisschen prophylaktisch die Hoffnung auf?

Ich wünsch Dir, dass Du in Dir diese gute Sicherheit spürst und sich nach und nach alles gut klärt!
Liebe Grüße von Catie

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30. März 2015 um 14:58

Löwen kämpfen!
Es kommt nur auf dich allein an. Ich habe eine Abreibung gemacht.
Ambivalente Gefühle bedeuten -Zweifel.
Wenn du Zweifel hast -Tue es nicht.
Im Forum: Hilferuf.de kannst du ein Stückchen Wahrheit über Abtreibungen lesen.
Sireen ist dort mein Nick:
Körperlich und Psychisch nicht gesund und Schwanger. Ich bin am -ende. Abtreibung

http://www.hilferuf.de/forum/gesundheit/202726-koerperlich-und-psychisch-nicht-gesund-und-schwanger-ich-bin-am-ende-abtreibung-10.html

Meine Situation ist eine andere gewesen. Aber im Grunde kommt es darauf nicht an. Wir alle haben einen schwierigen Lebensabschnitt, wenn wir uns fragen müssen, ob wir dieses Kind bekommen können. Sonst würden wir uns dies nicht Fragen.

Wenn du magst lies es. Es ist viel Text und es ist verstörend. So wie auch ein ungewollter Abbruch für immer verstörend sein wird.
Denke dran: Du bist bereits Schwanger. Bist bereits Mutter, solltest du Gefühle haben. Du wirst es nicht erst noch. Das Lebewesen ist schon da. In dir. Es kommt nicht erst noch auf die Welt und lebt erst dann. Es ist schon in dir entstanden.
Du musst es töten lassen, wenn du es nicht willst. Auch wenn es sich so früh noch um einen Zellhaufen handelt. Es ist am Leben, weil du lebst. Bei einem Abbruch stirbt das Lebewesen/die Zellen. DAS ist die Wahrheit und das muss man auch verkraften können. Jede Frau muss/wird trauern, auf ihre Art.
Ich habe das nicht gewusst, nicht verstanden. Erst jetzt wo es zu spät ist. Mein Abbruch war am 25.03.2015 und ich habe einen Teil von mir verloren. Ich wünsche mir das du für dich das richtige tust. Lass dich bitte nicht von deinem Partner oder irgend jemandem Beeinflussen. Es geht ALLEIN um dich. Du wirst ein Leben lang mit dieser Entscheidung leben. So wie auch ich.

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31. März 2015 um 10:39

Egal wie du dich entscheidest bereue nichts
Wie stellst du dir deine Zukunft vor?
Würdest du dein Leben komplett für ein Kind umstellen? Hast du genug Unterstützung für dich und das Kind?
Versuch mit deinem Freund noch einmal über die Schwangerschaft zu reden um ganz sicher zu gehen wo du bei ihm stehst.
Dann kannst du überlegen ob du Alleinerziehende werden möchtest oder nicht. (Was sehr schwer ist)

Momentan ist in deinem Bauch kein Baby sondern ein Embryo. Wenn du aber jetzt schon das Gefühl hast das es DEIN Baby ist. Und du Gefühle für den Embryo entwickelst, ist dann ein Abbruch zu machen sehr schwer.







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31. März 2015 um 19:55

In
diese Aufgabe als Mutter wirst Du hineinwachsten, wir wachsen mit und an unseren Aufgaben. Ein Studium mit Kind ist nicht immer leicht, aber machbar. Eine Abtreibung für einen anderen lohnt sich nicht. Es ist schwer für das Kind keinen Vater zu haben. Aber wer von uns hat das perfekte Leben? Und trotzdem genießen wir es Tag für Tag ganz selbstverständlich.
VLG Yankho

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31. März 2015 um 22:39

Bedenke
Das Kind einer alleinerziehenden Mutter hat vielleicht nicht das optimale Leben, aber ein abgetriebenes Kind hat gar keines. Bei einer Scheidungsrate von 50% geht es jedem zweiten Kind so. Du kannst dem Kind dennoch viel bieten, wenn Du ihm Deine Liebe, Zuneigung und Zeit schenkst. Zudem ist ja nicht gesagt, dass Du Dein Leben lang allein sein wirst. Viele Frauen mit Kindern finden wieder einen lieben Partner, der den Kindern ein guter Papa wird. Die Gene allein machen einen Vater ja nicht aus.

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1. April 2015 um 20:52

Ich habe angetrieben
ich war jung & verliebt und der 'Vater' wollte das kind nicht. (heute hat er 3 mädels) ich war damals davon überzeugt die Abtreibung auch zu wollen. heute, mit zwei knirpsen an der hand und nem krümel im bauch denke ich anders. ich denke oft an meine nach cht geborenen kinder (hatte noch zwei fg) ich fühle mich schuldig dem Kind keine Chance gegeben zu haben. ich denke oft das es aber meine liebe oma hat, die kurz nach der Abtreibung gestorben ist. ich hab meiner oma auch am grab gesagt, sie soll auf mein baby aufpassen. ich würde nie wieder abtreiben. bi jetzt auch ungeplant schwanger aber ich werde das kind bekommen. es ist für mich, wenn ich in die augen meiner zwei liebline blicke, nicht möglich das Kind gehen zu lassen. lass mich bitte wissen wie du dich entschieden hast, ich bin bestimmt nicht die einzige die für dich da ist. lg und viel Kraft

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5. April 2015 um 8:45

Danke!
vielen Dank an alle die mir hier Mut gemacht haben! Ich möchte euch daher berichten, wie es nun weiter ging. Die schwierige Entscheidung für oder gegen die Schwangerschaft hat mir die Natur letztlich abgenommen, denn ich hatte eine Fehlgeburt.
Trotz all dem Leid und Kummer den eine Fehlgeburt auch bei einem nicht-Wunschkind mit sich bringt, versuche ich es positiv zu sehen: Es sollte eben einfach nicht sein!

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5. April 2015 um 22:54

Alles gute!
Es tut mir leid das es dazu gekommen ist.
Ich wünsche dir aber alles gute.

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5. April 2015 um 22:58

Du bist eine selbständige Frau
Hallo,
zweifle nicht, du bist eine tolle selbständige und selbstbewusste junge Frau! Wie du sagst, Du könntest auch in Not alleine für das kleine Leben was in Dir wächst sorgen. Es ist ein Geschenk, dass du jemanden, Deinen Kind Leben schenken kannst. Wenn ein Mann zu feige ist für seine Taten zu übernehmen, dann lass ihn ziehen, er ist es nicht Wert. Heute feiern wir das Osternfest, die Auferstehung Christi, es ist ein freudiger Tag. Vor diesem Freudenfest gab es allerdings die Kreuzigung und Er ist auch für unsere Sünden gestorben, für meine und ich werde beten dass er nicht für die Deine sterben musste! Tue das Richtige! Entscheide Dich für das Leben und nicht für den Tod! Bitte! Dein Scmerz, Deine Einsamkeit, Deine Ängste werden belohnt, glaube mir! Wenn Du das Würmchen in den Armen halten wirst, ist alles vergessen. Ich überlege heute noch, wie alt wohl mein Kind wäre, wie würde es mit seinen Geschwistern spielen, vielleicht wäre es meine allergrößte Freude....die Schuld kann einen Zerfressen.... Ich bin eine mörderin! Werde nicht wie ich, bitte!!!

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5. April 2015 um 23:43
In Antwort auf dorian_12470471

Du bist eine selbständige Frau
Hallo,
zweifle nicht, du bist eine tolle selbständige und selbstbewusste junge Frau! Wie du sagst, Du könntest auch in Not alleine für das kleine Leben was in Dir wächst sorgen. Es ist ein Geschenk, dass du jemanden, Deinen Kind Leben schenken kannst. Wenn ein Mann zu feige ist für seine Taten zu übernehmen, dann lass ihn ziehen, er ist es nicht Wert. Heute feiern wir das Osternfest, die Auferstehung Christi, es ist ein freudiger Tag. Vor diesem Freudenfest gab es allerdings die Kreuzigung und Er ist auch für unsere Sünden gestorben, für meine und ich werde beten dass er nicht für die Deine sterben musste! Tue das Richtige! Entscheide Dich für das Leben und nicht für den Tod! Bitte! Dein Scmerz, Deine Einsamkeit, Deine Ängste werden belohnt, glaube mir! Wenn Du das Würmchen in den Armen halten wirst, ist alles vergessen. Ich überlege heute noch, wie alt wohl mein Kind wäre, wie würde es mit seinen Geschwistern spielen, vielleicht wäre es meine allergrößte Freude....die Schuld kann einen Zerfressen.... Ich bin eine mörderin! Werde nicht wie ich, bitte!!!

@luiza2209
Ich hasse solche Leute wie dich.
Meine Mutter hat Abgetrieben und ist sie eine Mörderin? Hätte sie das nicht gemacht wer weiss was aus mir geworden wäre.

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