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Abbruch in der Schweiz

22. Januar 2014 um 15:13 Letzte Antwort: 25. Januar 2014 um 1:22

Hoi,
kennt sich jemand mit dem Abtreibungsprozedere in der Schweiz aus? Ich habe im Krankenhaus angerufen und sie wollen mir zuerst Beratungstermine geben und dass ich es dann mit einer Vollnarkose absaugen lasse. Habe alterntiv im Internet Ärzte gefunden, die es ohne Wartezeit sofort in der Praxis machen würde. Welche Vorgehensweise ist eher zu empfehlen?

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22. Januar 2014 um 15:18

Vorher Beratung
"Welche Vorgehensweise ist eher zu empfehlen?"
ist zu empfehlen.

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22. Januar 2014 um 17:19

Mit Wartezeit und Beratung
An deiner Stelle würde ich mich in jedem Fall beraten lassen! Du willst doch die Art, den Umfang, die Risiken und Nebenwirkungen des Eingriffes kennen, oder? Außerdem gibt es auch verschiedene Möglichkeiten eines Abbruches (medikamentös und operativ). Daher sollte man da dringend drüber sprechen und sich auch nochmal ein, zwei tage Gedanken drum machen.

Man sollte sich vor JEDEM ärztlichen Eingriff aufklären und beraten lassen, du gehst ja auch nicht zum Arzt und lässt dir ohne Aufklärung und Überlegung den Blinddarm entfernen, wenn keine akute Lebensgefahr besteht, oder?

Alles Gute!

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22. Januar 2014 um 17:28

Versuche
doch mal mit der Userin "zollikofen" per PN Kontakt aufzunehmen, falls sie sich hier im Thread nicht zu Wort meldet.
Sie ist aus der Schweiz und kennt sich gut aus.

Ich denke es wird immer ein Vorgespräch geben, nur machen manche Praxen das eben am selben Tag.
Man darf nicht vergessen, dass manche Leute etwas abgeschieden leben und nicht jede Einrichting "ums Eck" haben.
Ich würde diese Frage auch von der Entfernung abhängig machen.

Ausserdem finde ich eine Vollnarkose unnötig. Viele Frauen und Ärzte bevorzugen mittlerweile die Lokalanästhesie.

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22. Januar 2014 um 18:17


"Frage ruhig den Wolf ,wie du dein Schäfchen ins trockene bringen kannst ..."

Wer abtreiben will, fragt am besten jemanden, der damit Erfahrung hat. Logisch, oder?

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23. Januar 2014 um 11:08

Wartezeit
Lebst du in der Schweiz? Also in Deutschland muss zwischen Beratungsgespräch und Abbruch eine Frist von drei Tagen liegen. Und das ist auch mehr als sinnvoll: Es gibt unendlich viele Frauen, die hinterher sagen: Es ging alles viel zu schnell... ich habe in Panik reagiert, hatte keinen klaren Kopf... Niemand war da, der mit mir das Für und Wider besprochen hat....
Leben oder Nicht-Leben eines Kindes ist ja schließlich die Frage, wenn es um Abtreibung geht. Wenn man sich da ein paar mehr Gedanken drum macht als um den Kauf einer Jeans (sorry, ich will dir nichts unterstellen) - dann ist das ja nicht schlecht.
Mir ist klar: du bist in Not. Es ist verständlich, dass du es schnell "hinter dich bringen willst". Aber glaub mir, es ist besser, wenn du dir Zeit läßt, und dann eine gut überlegte Entscheidung triffst.

Warum willst du eigentlich einen Abbruch? Gibt es wirklich keine Alternative?

Sanjane

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23. Januar 2014 um 11:36

Es gibt eine Beratungspflicht in der Schweiz
für den Arzt. Ohne Beratung kann auch in der Schweiz jeglicher medizinischer Eingriff die Alternativbezeichnungen "Körperverletzung" tragen.

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23. Januar 2014 um 11:39
In Antwort auf fusselbine


"Frage ruhig den Wolf ,wie du dein Schäfchen ins trockene bringen kannst ..."

Wer abtreiben will, fragt am besten jemanden, der damit Erfahrung hat. Logisch, oder?

Ja eben, deshalb zollikofen...
... oder verstehe ich etwas falsch?

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23. Januar 2014 um 12:25

Offene Fragen
bewegen Dich, da würde ich Dir unabhängig von dem was Du mußt oder nicht mußt, empfehlen ein Beratungstermin wahrzunehmen.
Gruß Yankho

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23. Januar 2014 um 12:44

Schweizer Regelung
Hallo

Also in der Schweiz ist es nicht wie in Deutschland. Hier muss man nicht zuerst z. B. zu Pro Familia, sondern man geht direkt in ein Spital oder in eine Praxis. Der Arzt hat aber eine Beratungspflicht, eine Wartefrist von 3 Tagen nach Beratung wie in Deutschland gibt es ebenso nicht.

Die Handhabung ist unterschiedlich.

Es gibt Spitäler (z. B. Insel), bei denen hat man zuerst einen Beratungstermin.
Bei Praxen ist die Frage, welche Methode angewandt wird. Da kannst Du eine Beratung haben und danach gleich einen medikamentösen Abbruch bis zur 9. Woche. In der Schweiz wird im Gegensatz zu Deutschland in 2/3 der Fälle ein medikamentöser Abbruch gemacht, weil die Abbrüche früher stattfinden, da sie finanziell günstiger sind und nicht unnötig durch Beratungstermine und Wartefristen in die Länge gezogen werden (die Abbruchrate ist jedoch nicht höher, sondern genau gleich). Du bist scheinbar schon in der 10. Woche +, da eine Absaugung vorgenommen werden soll. Bei der Praxis ist dann die Frage, ob eine Absaugung gleich vorgenommen werden kann. Ich denke eher nicht, sondern dass ein Termin z. B. für den nächsten Tag vereinbart wird, denn erstens musst Du nüchtern sein und 2. eine Tablette vorher einnehmen, welcher den Muttermund weich macht. Bei einer Absaugung hast Du normalerweise die Wahl zwischen Voll- und Teilnarkose.

In einer Praxis wirst Du eher besser aufgehoben sein als in einem Spital, das Personal ist freundlicher und der Aufenthalt angenehmer.

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen und ein Feedback würde mich interessieren.

Wünsche Dir alles Gute.

Lieben Gruss

tm

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23. Januar 2014 um 15:16

Naja,
der Thread von imreinen ist auch weg... insofern wird nicht einseitig gelöscht!

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23. Januar 2014 um 18:45

Ein paar gedanken zu deinem beitrag
hallo kammergitarristin,
bist du in deiner entscheidung schon weiter gekommen? das ist ja wirklich nicht einfach. es gibt da so viele aspekte, die beachtet werden können, prioritäten, die gesetzt werden. jeder hat da ja andere dinge, die einem wichtig sind. soll es einfach und schnell gehen und wenn ja, warum? was würdest du dir davon erhoffen?
oder möchtest du alles gut durchdenken, dir zeit nehmen, nochmal abwägen, erstmal infos einholen, schauen, wie es dir damit geht usw.

ich weiß nicht, wie viele gefühle bei dir zusätzlich noch mitreinspielen und was dir helfen würde, deine entscheidung so zu treffen, dass möglichst viele facetten von dir berücksichtigt werden können.
ganz persönlich würde ich dir wünschen, dass du in dieser schwierigen situation in ruhe überlegen kannst, was du brauchst und was dir wichtig ist.
und dann würde ich dir natürlich wünschen, dass du als individueller mensch gesehen wirst, der ganz eigene fragen und wünsche, ja vielleicht auch ängste hat, der seine fragen auch stellen darf und danach in ruhe entscheiden kann.

leider übersehen das viele ärzte oft und nehmen sich viel zu wenig zeit, haben nur ihr schema F im kopf.
das kann dir natürlich überall passieren, im spital oder auch in einer privatpraxis.

meldest du dich nochmal, wie es dir gerade geht bei deiner entscheidungsfindung?

lg lilly

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25. Januar 2014 um 0:30

@kammer
ich habe zwar keine erfahrung mit abtreibungen, aber ich könnte dir einen sehr guten gyn in zürich gleich in der stadt empfehlen! er macht den abbruch (ausschabung) gleich in der praxis...

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25. Januar 2014 um 1:22


Wie du vorgehst musst du selber entscheiden und dazu stehen auch!
Eine Abtreibung ist nicht nur eine Gewissensfrage für das Ungeborene in dir, sondern auch eine medizinische für dich.

Ich habe gehört die Abtreibungspille soll schonend sein, denn beim Absaugen, oder Ausschaben kann die Gebärmutter verletzt werden.

Geh auf jeden Fall zu einem Beratungstermin und überlege genau. Informiere dich auch gut bei verschiedenen Ärzten und lass sie sich Zeit nehmen um alle deine Fragen zu beantworten.

Triff deine Entscheidung sorgfältig.

Alles Gute, Una.

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