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9.ssw fehlgeburt oder nicht

3. März 2018 um 10:49 Letzte Antwort: 4. März 2018 um 13:33

Hallo ihr Lieben, ich liege seit gestern im Krankenhaus mit strenger bettruhe. Da ich sehr sehr starke blutungen bekommen habe die bis jetzt anhalten ich bin der 9. Woche schwanger und habe natürlich Angst das ich eine fehlgeburt bekomme. Das Baby ist noch in meinem Bauch und das Herzchen schlägt auch.
Meine Frage an euch... Wäre es möglich das unser Baby es schafft oder werde ich es definitiv verlieren?
LG Jenny 

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3. März 2018 um 13:01

Es ist alles möglich...kommt drauf an wo die blutung herkommt...man hört ja oft von hämatomen die irgendwann abbluten...

Ich drück die daumen, dass der krümel es schafft....

alles gute!

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3. März 2018 um 15:58
In Antwort auf jennyhaily

Hallo ihr Lieben, ich liege seit gestern im Krankenhaus mit strenger bettruhe. Da ich sehr sehr starke blutungen bekommen habe die bis jetzt anhalten ich bin der 9. Woche schwanger und habe natürlich Angst das ich eine fehlgeburt bekomme. Das Baby ist noch in meinem Bauch und das Herzchen schlägt auch.
Meine Frage an euch... Wäre es möglich das unser Baby es schafft oder werde ich es definitiv verlieren?
LG Jenny 

Es kann es auch schaffen.  

Mit Progesteron und Magnesium wird da nachgeholfen.  

Frag mal deine Ärtze ob du eine Progesteron Depot Spitze.  Oder Progesteron Spritze bekommen kannst.  

Da Progesteron am besten vaginal wirkt,  durch die Blutung kann es aber nicht aufgenommen werden.  

Wenn du Rhesus negativ bist brauchst du auch eine Profilaxe Spritze.

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4. März 2018 um 12:10
In Antwort auf jennyhaily

Hallo ihr Lieben, ich liege seit gestern im Krankenhaus mit strenger bettruhe. Da ich sehr sehr starke blutungen bekommen habe die bis jetzt anhalten ich bin der 9. Woche schwanger und habe natürlich Angst das ich eine fehlgeburt bekomme. Das Baby ist noch in meinem Bauch und das Herzchen schlägt auch.
Meine Frage an euch... Wäre es möglich das unser Baby es schafft oder werde ich es definitiv verlieren?
LG Jenny 

Hallo!

Das ist tatsächlich sehr schwer zu beurteilen. Und die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht gut endet, ist - realistisch gesehen - leider auch recht hoch. Ich kann dir aber mit meiner eigenen Erfahrung zumindest ein kleines bisschen Hoffnung geben. Nicht zu viel erwarten, aber gleichzeitig positiv bleiben, auch wenn es schwer fällt. Jeder Fall ist anders, eine Garantie gibt es nicht.

Vor 5 Jahren (oh man, wo ist die Zeit hin?!) war ich in einer sehr ähnlichen Situation. Ich war schwanger mit unserem zweiten Wunschkind. Unsere Große war damals gerade 2 geworden. Schon 1 Woche nach dem positiven Test fingen die ersten Blutungen an. Immer schwallartig, und regelstark bzw. später sogar überregelstark. 
Bei SSW 7+ überwies mich mein Gyn mit der Bemerkung "nicht intakte Mehrlingsschwangerschaft" zur Feindiagnostikerin. Und das ist für mich bis heute auch die einleuchtendste Erklärung für die starken Blutungen...eine Abstoßungsreaktion der nichtentwickelten Fruchtblasen. Aber eine bestätigte Ursache für all die Komplikationen wurde nie gefunden.

Die Feindiagnostikerin konnte sich auch keinen Reim auf das machen, was sie da auf ihrem Ultraschallgerät sah....so etwas hatte sie noch nicht gesehen. 4 oder 5 Bläschen seltsam umrandet. In einem Bläschen schwamm ein kleiner Mensch....mit schlagendem Herzchen. Als ich von der Liege aufstand, floss das Blut wieder wie verrückt.

Sie konnte keine Diagnose stellen. Nur zur Ausschabung raten...also Abtreibung. Da wir da aber ein lebendes Menschlein gesehen hatten, kam für uns ein Schwangerschaftsabbruch aus Gewissensgründen erstmal nicht in Frage. 

Bei SSW 9+, 10+ und 13-14+ lag ich zur Beobachtung auch mit teils sehr strenger Bettruhe im Kh. Niemand konnte Ursachen finden. Und viel tun kann man in diesen Wochen ja auch noch nicht für das Kleine. Man hatte mir nur so viel gesagt: Durch die starken Blutungen wird die Eihaut der Fruchtblase porös und es wäre mit einem vorzeitigen Blasensprung in der Folge zu rechnen. 

Nach dem letzten, fast 2-wöchigen Kh-Aufenthalt entließ ich mich selbst. Ich wurde auf ein Zimmer verlegt, in der eine Schwangere in der 25. SSW lag, mit vorzeitigen Wehen und bereits geöffnetem MuMu. Alle halbe Stunde bekam sie eine Infusion. Die Zeit konnte sie kaum abwarten, drehte die Geschwindigkeit vom Tropf immer hoch. Warum? Weil sie mit ihrem Freund zum Kettenrauchen raus musste! Das Zimmer stank, es lief laut Berlin Tag&Nacht....Das war zuviel für mich damals! Ich konnte es nicht fassen, dass jemand das Leben seines Kindes so aufs Spiel setzt, billigend in Kauf nehmend, dass sie es verliert oder viel zu früh mit wer weiß welchen Folgen zur Welt kommt...während ich selbst um jeden Tag bangte, den die Schwangerschaft fortgesetzt werden konnte! Und dass das im Kh so geduldet wurde!

Jedenfalls versuchte ich in der folgenden Zeit, Bettruhe zu halten. Das war eine schwere Zeit. Wir konnten uns lange nicht richtig freuen. Ständig die Angst, dass mit dem Baby oder mir was sein könnte. Manchmal war es so schlimm, dass ich mir wünschte, dass es einfach vorbei wäre...

Dann wurde es ruhiger, die Hälfte der Schwangerschaft war geschafft. Die Blutungen ließen nach, nur noch bräunlicher Ausfluss. Wenn jetzt der Rest der Schwangerschaft normal verliefe, wollte ich die schwere Zeit gern hinnehmen.

Bei 23+0 war ich zu einem Kontrolltermin beim Feindiagnostiker. Und dann der Schock! Ich verlor wohl Fruchtwasser...unmerklich...also nur tröpfchenweise anscheinend. Es war jedenfalls kaum noch welches vorhanden. Es war als zog es mir den Boden unter den Füßen weg! Wieder Kh...und das den Rest der Schwangerschaft! Immer bangend, dass das Kleine viel zu früh zur Welt käme.

Die Ärzte waren sehr besorgt. 23+0 ist sehr grenzwertig. Ich bekam die Lungenreifespritzen. Doch mit jedem Tag, den ich schaffte, wurden die Ärzte ruhiger...und ich auch. Bei 34+0 würde man es dann aber so oder so per KS holen.

4 Mal noch bekam ich in den folgenden Wochen Blutungen, die jedes Mal wieder abebbten. Außer beim letzten Mal. Ich war bei 28+5 als es abends wieder anfing. Wie die Male zuvor kam ich wieder zur Überwachung in den Kreißsaal. Diesmal wurde es nicht besser. Im Gegenteil, es kamen Wehen dazu und der Schleimpfropf löste sich. Der Körper wollte es jetzt beenden. Und es ging mit einem Mal sehr schnell. Der MuMu öffnete sich zügig. Als man mich in den OP schob, kamen schon heftige Wehen mit Pressdrang, ich dachte, ich bekomm das Kind so auf dem OPTisch..schnell noch Vollnarkose...und dann war es vorbei.

Ich hatte es überstanden. Und auch mein Kind lebte. 980g 37 cm.

Erstaunlicherweise lief auch die Zeit, die mein Mädchen auf der NEO war immer stetig besser werdend. Sie brauchte keine Beatmung, hatte keine Darmkomplikationen oder Hirnblutungen, auch keine Herzpropleme. Es ging einfach immer nur bergauf. Wie in all der Zeit im Bauch ging es ihr immer gut. Nach 6 Wochen, rechnerisch 35+0, durften wir sie nach Hause holen. Ich konnte zu Hause sogar auf Vollstillen umstellen...hatte aber auch schon Stillerfahrung. 

Sie hat keinerlei Folgeschäden davon getragen. Nur im 1. Jahr hat sie mit der Motorik etwas länger gebraucht. Setzte sich erst kurz nach dem 1. Geburtstag hin (obwohl das korrigiert ja auch mit 9 Monaten ok ist). Dann ging alles normal schnell, sie lief 3 Monate später, sprach zeitig.

Heute ist sie 4, wird 5 im Sommer....und liest mir hier teilweise schon Wörter vor...

Es gibt wie gesagt keine Garantie. Aber es lohnt sich, einen Funken Hoffnung zu bewahren. Ich wünsch dir alles alles Gute!

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4. März 2018 um 13:33
In Antwort auf crystalbride2

Hallo!

Das ist tatsächlich sehr schwer zu beurteilen. Und die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht gut endet, ist - realistisch gesehen - leider auch recht hoch. Ich kann dir aber mit meiner eigenen Erfahrung zumindest ein kleines bisschen Hoffnung geben. Nicht zu viel erwarten, aber gleichzeitig positiv bleiben, auch wenn es schwer fällt. Jeder Fall ist anders, eine Garantie gibt es nicht.

Vor 5 Jahren (oh man, wo ist die Zeit hin?!) war ich in einer sehr ähnlichen Situation. Ich war schwanger mit unserem zweiten Wunschkind. Unsere Große war damals gerade 2 geworden. Schon 1 Woche nach dem positiven Test fingen die ersten Blutungen an. Immer schwallartig, und regelstark bzw. später sogar überregelstark. 
Bei SSW 7+ überwies mich mein Gyn mit der Bemerkung "nicht intakte Mehrlingsschwangerschaft" zur Feindiagnostikerin. Und das ist für mich bis heute auch die einleuchtendste Erklärung für die starken Blutungen...eine Abstoßungsreaktion der nichtentwickelten Fruchtblasen. Aber eine bestätigte Ursache für all die Komplikationen wurde nie gefunden.

Die Feindiagnostikerin konnte sich auch keinen Reim auf das machen, was sie da auf ihrem Ultraschallgerät sah....so etwas hatte sie noch nicht gesehen. 4 oder 5 Bläschen seltsam umrandet. In einem Bläschen schwamm ein kleiner Mensch....mit schlagendem Herzchen. Als ich von der Liege aufstand, floss das Blut wieder wie verrückt.

Sie konnte keine Diagnose stellen. Nur zur Ausschabung raten...also Abtreibung. Da wir da aber ein lebendes Menschlein gesehen hatten, kam für uns ein Schwangerschaftsabbruch aus Gewissensgründen erstmal nicht in Frage. 

Bei SSW 9+, 10+ und 13-14+ lag ich zur Beobachtung auch mit teils sehr strenger Bettruhe im Kh. Niemand konnte Ursachen finden. Und viel tun kann man in diesen Wochen ja auch noch nicht für das Kleine. Man hatte mir nur so viel gesagt: Durch die starken Blutungen wird die Eihaut der Fruchtblase porös und es wäre mit einem vorzeitigen Blasensprung in der Folge zu rechnen. 

Nach dem letzten, fast 2-wöchigen Kh-Aufenthalt entließ ich mich selbst. Ich wurde auf ein Zimmer verlegt, in der eine Schwangere in der 25. SSW lag, mit vorzeitigen Wehen und bereits geöffnetem MuMu. Alle halbe Stunde bekam sie eine Infusion. Die Zeit konnte sie kaum abwarten, drehte die Geschwindigkeit vom Tropf immer hoch. Warum? Weil sie mit ihrem Freund zum Kettenrauchen raus musste! Das Zimmer stank, es lief laut Berlin Tag&Nacht....Das war zuviel für mich damals! Ich konnte es nicht fassen, dass jemand das Leben seines Kindes so aufs Spiel setzt, billigend in Kauf nehmend, dass sie es verliert oder viel zu früh mit wer weiß welchen Folgen zur Welt kommt...während ich selbst um jeden Tag bangte, den die Schwangerschaft fortgesetzt werden konnte! Und dass das im Kh so geduldet wurde!

Jedenfalls versuchte ich in der folgenden Zeit, Bettruhe zu halten. Das war eine schwere Zeit. Wir konnten uns lange nicht richtig freuen. Ständig die Angst, dass mit dem Baby oder mir was sein könnte. Manchmal war es so schlimm, dass ich mir wünschte, dass es einfach vorbei wäre...

Dann wurde es ruhiger, die Hälfte der Schwangerschaft war geschafft. Die Blutungen ließen nach, nur noch bräunlicher Ausfluss. Wenn jetzt der Rest der Schwangerschaft normal verliefe, wollte ich die schwere Zeit gern hinnehmen.

Bei 23+0 war ich zu einem Kontrolltermin beim Feindiagnostiker. Und dann der Schock! Ich verlor wohl Fruchtwasser...unmerklich...also nur tröpfchenweise anscheinend. Es war jedenfalls kaum noch welches vorhanden. Es war als zog es mir den Boden unter den Füßen weg! Wieder Kh...und das den Rest der Schwangerschaft! Immer bangend, dass das Kleine viel zu früh zur Welt käme.

Die Ärzte waren sehr besorgt. 23+0 ist sehr grenzwertig. Ich bekam die Lungenreifespritzen. Doch mit jedem Tag, den ich schaffte, wurden die Ärzte ruhiger...und ich auch. Bei 34+0 würde man es dann aber so oder so per KS holen.

4 Mal noch bekam ich in den folgenden Wochen Blutungen, die jedes Mal wieder abebbten. Außer beim letzten Mal. Ich war bei 28+5 als es abends wieder anfing. Wie die Male zuvor kam ich wieder zur Überwachung in den Kreißsaal. Diesmal wurde es nicht besser. Im Gegenteil, es kamen Wehen dazu und der Schleimpfropf löste sich. Der Körper wollte es jetzt beenden. Und es ging mit einem Mal sehr schnell. Der MuMu öffnete sich zügig. Als man mich in den OP schob, kamen schon heftige Wehen mit Pressdrang, ich dachte, ich bekomm das Kind so auf dem OPTisch..schnell noch Vollnarkose...und dann war es vorbei.

Ich hatte es überstanden. Und auch mein Kind lebte. 980g 37 cm.

Erstaunlicherweise lief auch die Zeit, die mein Mädchen auf der NEO war immer stetig besser werdend. Sie brauchte keine Beatmung, hatte keine Darmkomplikationen oder Hirnblutungen, auch keine Herzpropleme. Es ging einfach immer nur bergauf. Wie in all der Zeit im Bauch ging es ihr immer gut. Nach 6 Wochen, rechnerisch 35+0, durften wir sie nach Hause holen. Ich konnte zu Hause sogar auf Vollstillen umstellen...hatte aber auch schon Stillerfahrung. 

Sie hat keinerlei Folgeschäden davon getragen. Nur im 1. Jahr hat sie mit der Motorik etwas länger gebraucht. Setzte sich erst kurz nach dem 1. Geburtstag hin (obwohl das korrigiert ja auch mit 9 Monaten ok ist). Dann ging alles normal schnell, sie lief 3 Monate später, sprach zeitig.

Heute ist sie 4, wird 5 im Sommer....und liest mir hier teilweise schon Wörter vor...

Es gibt wie gesagt keine Garantie. Aber es lohnt sich, einen Funken Hoffnung zu bewahren. Ich wünsch dir alles alles Gute!

Ich bekomme eine Gänsehaut bei deinem Bericht. Das ist ja unglaublich was ihr da miterleben musstet. Umso schöner, dass im Endeffekt noch alles gutgegangen ist und ihr ein kerngesundes Kind habt. Danke für deine Worte

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