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42 und Angst

16. Juni 2008 um 19:21

Ich bin 42 und alle Anzeichen incl. zwei positiver Tests sprechen dafür, dass ich schwanger bin. Einen Arzttermin und somit Gewissheit habe ich erst am Donnerstag. Ich habe Angst, ich hoffe so sehr, dass alles gut geht und mache mich total verrückt, dass irgend etwas schief gehen könnte.
Und dann frage ich mich, ob es nicht egoistisch ist, denn schließlich bin ich 42, wäre 43, wenn (vorausgesetzt es geht alles gut) das Kind da ist.

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17. Juni 2008 um 15:55

Liebe Antonia
ich finde dich auf gar keinen Fall egoistisch.Du wünscht dir doch lediglich,das alles gutgeht.
Wenn du auf dein Alter anspielst,.......ich finde, das das ganz alleine deine, eure Angelegenheit ist.
Lass dich nicht unterkriegen.......
Wünsche Euch alles erdenklich Gute
Liebe Grüße Nana

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19. Juni 2008 um 9:58

Warum nicht...
Liebe Antonia,

ich bin im Februar 2008 43 Jahre geworden und habe mit meinem Ex-Mann eine 8jährige Tochter.
Letzes Jahr habe ich erneut geheiratet und versuche seit 1 1/2 Jahren noch ein gemeinsames Kind mit meinem jetzigen Mann (der ist 26 Jahre) zu bekommen.
Leider hatte ich im letzten Jahr eine Fehlgeburt. Mein Frauenarzt sagte mir, es sähe aber alles gut bei mir aus und es spricht nichts gegen eine erneute Schwangerschaft.

Ich denke auch, dass diesen Punkt jeder für sich selbst entscheiden muss.
Und bei den heuten Untersuchungen / Vorsorgeuntersuchungen und Möglichkeiten, ist eine heutige Schwangerschaft über 40 nicht zu vergleichen mit einer Schwangerschaft über 40 vor z.B. 20 Jahren.

Ich habe ähnlich gedacht wie Du (egoistisch, zu alt...), habe mich aber sehr viel mit dem Thema beschäftigt.

Wenn ich noch mal schwanger werde, werden viele in meinem Umfeld tuscheln usw. usw.
Aber mir egal!! Solange ich mit fit genug fühle und gesundheitlich alles okay ist, warum nicht?

Wir besitzen ein Eigenheim, haben beide Arbeit (ich sogar ne ganz flexible und Nutzungsmöglichkeiten eines Firmenkindergartens für unter 3jährige). Wir sind gesund und haben somit den absoluten Backround um ein gutes Leben zu führen und dem Kind (sofern wir noch eines bekommen) ein relativ sorgenfreies Leben bieten zu können.
Ich für meinen Teil fühle mich absolut nicht zu alt.
Es gibt junge 40jährige und alte 30jährige (auch vom Aussehen her).

Es wird aber zu dem Thema immer Pro und Contra geben.
Jeder muss halt selbst seine Gründe dafür abwegen.
Ich selbst wollte früher immer 2-3 Kinder. Und ich habe mit Anfang 20 auch gedacht, bis spätestens Ende 20 bin ich damit durch. Hat sich aber partnerschaftlich nicht so ergeben, kein Kind auf Biegen und Brechen (daher meine Tochter erst mit 35 Jahren bekommen). Leider ging die 10jährige Beziehung mit dem Vater in die Brüche. Und da ich jetzt einen total super Ehemann habe, wäre ein gemeinsames Kind die Krönung für uns!

Ich habe in einem Schwangerschaftsbuch von GU den Satz gelesen (und ich finde ihn gut): Auch eine 30jährige Mutter kann ihrem Kind nicht garantieren das es die nächsten 50 Jahre für das Kind da sein kann.

Alles Gute für Dich / Euch !!!

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2. Juli 2008 um 19:19

41....und bin leider nocht nicht schwanger geworden!
Hallo Antonia!

Toll das Du schwanger bist. Freue mich für Dich. Ich bin es leider noch nicht. Bin 41 Jahre und mein Mann und ich wollen nun ein eigenes. Habe seit April die Pille abgesetzt. Bekomme seit her Femibion und muß jetzt im 3 Zyklus Hormone nehmen. Bei mir wurde eine Gelbkörperschwäche festgestellt. Mein Ärztin will nicht mehr so lange warten, wenn ich bis August nicht schwanger bin, schickt sie mich in eine Kinderwunschpraxis mit meinem Mann ( 40 Jahre alt). Naja vielleicht klappt es doch und ich muß nicht dorthin. Sie hat sich gewundert dass ich noch nicht schwanger bin. Wie lange hat es bei Dir gedauert bis zu Schwanger geworden bist? Gruss Nicibiggi

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3. Juli 2008 um 8:00

Hallo Antonia,
ich bin 43 Jahre alt und habe am 04.02.2008 meinen Fabian bekommen. Egoistisch finde ich dich überhaupt nicht. Du bekommst ein Baby und solltest dich freuen. Bei mir sind die Reaktionen auch alle sehr unterschiedlich ausgefallen aber seid der Kleine da ist sind alle ganz vernarrt in ihn.

Falls du dich austauschen möchtest kannst du mir gerne auch eine persönliche Nachricht senden.

LG Bea

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3. Juli 2008 um 14:22

Hallo
hei ich bin auch 42 jahre jung und ich kann dir nur sagen, freu dich, wenn du schwanger bist.
mach natürlich alle vorsorgeuntersuchungen, denn das risiko steigt leider auch mit dem alter und das etwas schief geht, das kann dir auch passieren, wenn du 20 oder 30 bist.
denke nicht, dass du egoistisch bist, denn ich denke, dass ältere mütter keine schlechteren mütter sind, als die jüngeren, eigentlich im gegenteil, reife und lebenserfahrung machen sie zu sehr guten müttern.
leider war mir mein baby nicht verkönnt, ich hatte vor ein paar tagen einen medizinisch, notwendigen abbruch, aber ich hatte mich sehr auf mein baby gefreut.
also kopf hoch und durch, denn eine 100%e gewissheit, dass alles gut geht gibt es nun mal nicht!

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3. Juli 2008 um 16:13

Hab keine Angst,
Du kannst viel schaffen, wenn Du es willst und wenn die Natur uns Ü40 noch eine Schwangerschaft zutraut, dann klappt das auch!
Ich weiß das hört sich leicht dahin gesagt an, aber glaube mir ich weiß wovon ich rede.
Ich bin schon 45 und bin jetzt in der 32. Woche, d.h. Anfang September werde ich mein drittes Kind bekommen.
Nachdem ich die ersten Monate durch ein tiefes Tal gegangen bin und u.a. einige "Freunde" aussortieren musste, habe ich jetzt richtig Kraft und freue mich wie doll auf meinen Sohn.
Übrigens wirkt die SS wie ein Jungbrunnen, keiner schätzt mich so alt wie ich bin, die Hormone tun noch mal richtig gut.
Also wenn du schwanger bist- freue dich und alles Gute!

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30. Juli 2008 um 17:26
In Antwort auf eloise_11847014

Liebe Antonia
ich finde dich auf gar keinen Fall egoistisch.Du wünscht dir doch lediglich,das alles gutgeht.
Wenn du auf dein Alter anspielst,.......ich finde, das das ganz alleine deine, eure Angelegenheit ist.
Lass dich nicht unterkriegen.......
Wünsche Euch alles erdenklich Gute
Liebe Grüße Nana

Völlig durcheinander...
Ich möchte hier nicht auf einen Beitrag antworten - aber auch keinen neuen Beitrag starten. Vielleicht möchte ich einfach nur hören, dass es anderen ähnlich geht wie mir.

Mit 27 habe ich meinen Mann kennengelernt. Er hatte eine gescheiterte Ehe hinter sich (seine Ex ist der Meinung, ich bin der Grund dafür) und aus dieser Beziehung 2 Söhne (sind heute 20 bzw. 18).
Für uns war klar, dass wir eigene Kinder haben möchten. Aus finanziellen Gründen zwar nur eines, aber immerhin. Kurz vor unserer Heirat haben wir mit dem Üben angefangen (oder einfach die Verhütung weggelassen). Nur: ich wurde nicht schwanger. Wir haben gezielt und gezielter miteinander geschlafen, es wurde echt mühsam und mechanisch. Schliesslich haben wir es mit Hormonunterstützung versucht. Dann mit Insemination. Dann mit hormonunterstützter Insemination. Und schliesslich, ich war 6 Monate vorher 37 geworden, mit ICSI. An unserem 9. Hochzeitstag wurden mir zwei Embryonen (hier in der Schweiz wird das zwei Tage nach der Befruchtung vorgenommen - eigentlich sind es wirklich nur befruchtete Eizellen) transferiert.
Nichts! Wir konnten uns keine weiteren Behandlungen mehr leisten und die Ärzte sagten uns, bei unserer Vorgeschichte und der langen Dauer, die wir es nun versuchten (damals waren das insgesamt 9 - 10 Jahre), bestünde keine Chance auf leibliche Kinder. Adoption kam nicht infrage (ebenfalls: finanzielle Gründe, da nur Auslandadoption möglich gewesen wäre, für Schweizer Kinder waren wir schon zu alt). Also nahmen wir Abschied vom Kinderwunsch - und dabei ist fast unsere Ehe zerbrochen, ich wurde einfach nicht damit fertig, dass ich nicht fähig war, Kinder zu bekommen.
Wir haben uns aber zusammengerauft (mein Mann wollte mich einfach um keinen Preis gehen lassen).

In 4 Monaten werde ich 42 - und morgen werde ich beim Arzt einen Bluttest machen lassen, denn ich vermute, dass ich schwanger bin. Und: ich bin völlig durch den Wind, weine ständig, habe totale Angst und Panik! Vor 5 Monaten sind wir in ein eigenes Haus gezogen - mit 10 Katzen! Ja, richtig gelesen. Wir haben so viele Katzen, weil wir ja keine Kinder haben.
Was jetzt, wenn ich wirklich schwanger bin (der Selbsttest mit Clearblue ist positiv ausgefallen)? Zum einen habe ich eine Riesenangst, mit dieser neuen Herausforderung - eigenes Kind - nicht klar zu kommen. Ich bin ein Kontrollfreak (wie ihr vielleicht schon aus diesen Zeilen gemerkt habt). Was geschieht mit meinem Job, auf mein Gehalt sind wir angewiesen? Krippenplätze oder Tagesmütter für Kids ab 3 Monaten sind praktisch nicht vorhanden. Ich kann mir, und das ist wohl echt egoistisch, nicht vorstellen, Vollzeitmama zu werden (vor allem eben auch, weil wir auf beide Gehälter angewiesen sind, mein Mann zahlt ja sicher noch bis Ende nächsten Jahres Alimente).
Kann mich irgendjemand da draussen auch nur ansatzweise verstehen?

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11. August 2008 um 18:18
In Antwort auf katzenmama10

Völlig durcheinander...
Ich möchte hier nicht auf einen Beitrag antworten - aber auch keinen neuen Beitrag starten. Vielleicht möchte ich einfach nur hören, dass es anderen ähnlich geht wie mir.

Mit 27 habe ich meinen Mann kennengelernt. Er hatte eine gescheiterte Ehe hinter sich (seine Ex ist der Meinung, ich bin der Grund dafür) und aus dieser Beziehung 2 Söhne (sind heute 20 bzw. 18).
Für uns war klar, dass wir eigene Kinder haben möchten. Aus finanziellen Gründen zwar nur eines, aber immerhin. Kurz vor unserer Heirat haben wir mit dem Üben angefangen (oder einfach die Verhütung weggelassen). Nur: ich wurde nicht schwanger. Wir haben gezielt und gezielter miteinander geschlafen, es wurde echt mühsam und mechanisch. Schliesslich haben wir es mit Hormonunterstützung versucht. Dann mit Insemination. Dann mit hormonunterstützter Insemination. Und schliesslich, ich war 6 Monate vorher 37 geworden, mit ICSI. An unserem 9. Hochzeitstag wurden mir zwei Embryonen (hier in der Schweiz wird das zwei Tage nach der Befruchtung vorgenommen - eigentlich sind es wirklich nur befruchtete Eizellen) transferiert.
Nichts! Wir konnten uns keine weiteren Behandlungen mehr leisten und die Ärzte sagten uns, bei unserer Vorgeschichte und der langen Dauer, die wir es nun versuchten (damals waren das insgesamt 9 - 10 Jahre), bestünde keine Chance auf leibliche Kinder. Adoption kam nicht infrage (ebenfalls: finanzielle Gründe, da nur Auslandadoption möglich gewesen wäre, für Schweizer Kinder waren wir schon zu alt). Also nahmen wir Abschied vom Kinderwunsch - und dabei ist fast unsere Ehe zerbrochen, ich wurde einfach nicht damit fertig, dass ich nicht fähig war, Kinder zu bekommen.
Wir haben uns aber zusammengerauft (mein Mann wollte mich einfach um keinen Preis gehen lassen).

In 4 Monaten werde ich 42 - und morgen werde ich beim Arzt einen Bluttest machen lassen, denn ich vermute, dass ich schwanger bin. Und: ich bin völlig durch den Wind, weine ständig, habe totale Angst und Panik! Vor 5 Monaten sind wir in ein eigenes Haus gezogen - mit 10 Katzen! Ja, richtig gelesen. Wir haben so viele Katzen, weil wir ja keine Kinder haben.
Was jetzt, wenn ich wirklich schwanger bin (der Selbsttest mit Clearblue ist positiv ausgefallen)? Zum einen habe ich eine Riesenangst, mit dieser neuen Herausforderung - eigenes Kind - nicht klar zu kommen. Ich bin ein Kontrollfreak (wie ihr vielleicht schon aus diesen Zeilen gemerkt habt). Was geschieht mit meinem Job, auf mein Gehalt sind wir angewiesen? Krippenplätze oder Tagesmütter für Kids ab 3 Monaten sind praktisch nicht vorhanden. Ich kann mir, und das ist wohl echt egoistisch, nicht vorstellen, Vollzeitmama zu werden (vor allem eben auch, weil wir auf beide Gehälter angewiesen sind, mein Mann zahlt ja sicher noch bis Ende nächsten Jahres Alimente).
Kann mich irgendjemand da draussen auch nur ansatzweise verstehen?

Hallo

Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft. Es passiert häufiger als man denkt, dass Frauen über 40,die sich damit abgefunden haben, niemals schwanger zu werden, plötzlich ss sind.

Nun zu deinen Problemen:
Erstmal ist das finanzielle Problem aufgrund des neuen Elterngeldes nicht mehr so groß, da du ein Jahr lang ich glaube 80% des letzten Nettogehalts bekommst. Und deine Angst, das mit dem Kind nicht zu schaffen, bekommst du schon in den Griff. Du wirst das bestimmt viel besser machen als die vielen jungen Mütter, die keine Ahnung haben wie anstrengend so ein Würmchen ist.
Das größte Problem sind da schon die Katzen. Leben die alle im Haus?

Wenn ja müßtest du auf jedem Fall einen Bereich schaffen, wo sie keine Zutritt haben. Wenn dein Kind dann ein bißchen größer ist, macht das auch nichts mehr. Meine Kinder sind mit Hunden und Katzen groß geworden und das hat ihnen ganz sicher nichts geschadet.
Also nur Mut, du schaffst das schon
LG
Cecile

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14. August 2008 um 22:32
In Antwort auf simge_12824318

Hallo

Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft. Es passiert häufiger als man denkt, dass Frauen über 40,die sich damit abgefunden haben, niemals schwanger zu werden, plötzlich ss sind.

Nun zu deinen Problemen:
Erstmal ist das finanzielle Problem aufgrund des neuen Elterngeldes nicht mehr so groß, da du ein Jahr lang ich glaube 80% des letzten Nettogehalts bekommst. Und deine Angst, das mit dem Kind nicht zu schaffen, bekommst du schon in den Griff. Du wirst das bestimmt viel besser machen als die vielen jungen Mütter, die keine Ahnung haben wie anstrengend so ein Würmchen ist.
Das größte Problem sind da schon die Katzen. Leben die alle im Haus?

Wenn ja müßtest du auf jedem Fall einen Bereich schaffen, wo sie keine Zutritt haben. Wenn dein Kind dann ein bißchen größer ist, macht das auch nichts mehr. Meine Kinder sind mit Hunden und Katzen groß geworden und das hat ihnen ganz sicher nichts geschadet.
Also nur Mut, du schaffst das schon
LG
Cecile

Danke
liebe Cecile!

Ich bin tatsächlich schwanger, in der 8. Woche. Die ärztliche Untersuchung hat gezeigt, dass es sich um eine "normale" Schwangerschaft handelt - wir haben sogar schon das Herzchen schlagen sehen. Das war vielleicht ein bewegender Augenblick, so wunderschön! Der Arzt meinte, es gäbe (in allen Lebensbereichen) immer wieder so etwas wie einen "Lucky Punch", und der sei uns beiden jetzt auch gelungen.
Meine Tests sind auch okay ausgefallen. Und was die Katzen betrifft, so sind es Freigänger, nicht ständig im Haus, aber doch sehr häufig. Das geplante Kinderzimmer ist momentan noch das "Schrankzimmer", und da haben die Katzen bereits heute keinen Zutritt. Dieser Bereich bleibt ihnen also verschlossen.
In der 14. Woche findet nun die Chorionzottenbiopsie statt. Wir hoffen, dass alles gut werden wird, lassen alles auf uns zukommen und sind relativ gelassen, wenn auch voller innerer Freude.
Es mag pathetisch klingen, aber uns wurde ein Wunder zuteil und wir sind momentan wie kleine Kinder, die das staunend und ungläubig zur Kenntnis nehmen.

Mein Mann meinte lakonisch: wir haben unser Leben schon öfter umgestellt, dann tun wir das halt jetzt auch wieder.
Es wird einen Grund haben, dass es trotz anderslautender (sicherer) Aussage der Ärzte, dass wir kinderlos bleiben werden, jetzt doch noch zu einer Schwangerschaft gekommen ist. Jetzt hoffen wir aufs Baby - und richten unser Leben neu ein.

Vielen Dank nochmals für deine Anteilnahme, Cecile, und alles Gute!
Evelyne

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20. September 2008 um 14:30

Aus der Traum
Liebe Céline und Sabine

Vielen Dank für eure Beiträge! Eigentlich wollte ich mich ja nicht mehr melden. Doch im Leben ist es oftmals so: ...denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...

Wir haben uns nach dem ersten "Schock" total auf unser Wunschkind gefreut! Endlich hatte es doch noch geklappt, und das auch noch entgegen der ärztlichen Prognosen. Irgendeine höhere Macht wollte es halt doch so, dass wir noch Eltern werden.

Aber der Traum ist ausgeträumt! Es tut mir so weh, unser Baby ist tot und ich hatte gestern früh um 7 Uhr eine Auskratzung (egal, wie man dem Ganzen sagt, es ist einfach nur hässlich und tut weh). Ich war Ende der 13. Woche schwanger - und seit Ende der 12. Woche war ich so froh, dass ich die "heikelste Zeit" überstanden hatte. Endlich durfte ich mich wirklich freuen. Es hat nicht sollen sein - und ich weiss einfach nicht, warum??? Ich bin 42, eigentlich kann ich doch gar nicht schwanger werden, und ich will auch nicht hören, dass ich es nochmal versuchen soll. Wenn es doch schon mal geklappt hat, vielleicht kanns ja nochmal sein. Nein, das glaube ich nicht - und ich will auch nicht hoffen, denn es tut so weh, wenn alle Hoffnungen immer und immer wieder enttäuscht werden. Ich weiss, vielen Frauen/Familien geht es viel viel schlechter als mir/uns. Aber das ist aktuell kein Trost. Vielleicht später wieder.
Momentan weiss ich aber von diversen Promis oder so, die auch grade zur selben Zeit wie ich schwanger geworden sind. Ich fürchte mich vor diesen Momenten, wo diese Frauen ihre Kids bekommen und ich weiss, dass jetzt auch unser Kind hätte geboren werden sollen.

Noch weiss ich nicht genau, was der Grund war, dass unser kleines "Alien" (wir haben es weder Krümel noch Wurm oder so genannt - für uns war es ein kleines ausserirdisches von Gott gesandtes Wesen) nicht mehr leben konnte. Doch der Arzt meinte, es seien halt wohl doch die Chromosomen - nächsten Montag wäre die Chorionzottenbiopsie gewesen. Vielleicht war es gut, dass unser Alien von alleine gehen konnte. Uns wurde dadurch möglicherweise eine sehr schwierige Entscheidung abgenommen. Trotzdem: es tut so weh, auch körperlich schmerzt es mich aktuell, vom psychischen Schmerz kann ich gar nicht erzählen. Den versteht wohl nur jemand, der das auch schon durchgemacht hat. Und ich habe, wie schon erwähnt, wohl kaum eine Chance, nochmals schwanger zu werden. Wir hatten Glück oder was auch immer. Ich sehe den Sinn noch nicht: erst 14 Jahre auf ein Wunschkind gewartet, viele Kinderwunschbehandlungen (die Zahl der Inseminationen weiss ich schon gar nicht mehr), nach der ICSI die Info, dass es keine Kinder geben kann. Das war vor vier Jahren. Dann plötzlich doch diese Schwangerschaft, wir sahen den Herzschlag, ein phantastisches Gefühl - auch wenn mit Kind viele Veränderungen auf uns zukommen würden. Und nun hatte ich mich auf den nächsten Ultraschall gefreut, darauf, das Herz schlagen zu sehen und das Kind mit seinem Kopf, den Augen, den Armen, Beinen zu sehen. Das Kind haben wir gesehen, der Herzschlag war nicht mehr sichtbar, so sehr der Arzt auch gesucht hat und die Vergrösserung einstellte. Es war einfach nicht mehr am Leben.
Oh, ich weiss, das Leben geht weiter. Aber ich frage mich heute nur: wie viel Schmerz soll ich eigentlich noch ertragen müssen?
Vorgestern hatte ich ganz leichte Blutungen und ich wusste einfach, dass es nicht gut ausgehen würde. Die Auskratzung wurde dann - wie gesagt - gestern Morgen vorgenommen. Am Geburtstag meines Mannes!!!
Nie mehr wird sich die Welt für uns so anfühlen wie vorher. Ich verstehe es nicht und frage Gott: wieso wir? Was hast du mit uns vor?
Aber ich bekomme keine Antworten...

Ich weiss, irgendwann wird der Schmerz weniger. Aber vorstellen kann ich mir das aktuell grad überhaupt nicht.
Allen, die da draussen schwanger sind: freut euch auf euer Kind und darüber, wenn ihr es zur Welt bringen könnt. Veränderungen wird es damit immer geben. Aber ich denke, man kann irgendwie damit umgehen.

Ich wünschte mir, ich hätte diese Möglichkeit auch. Nun werde ich wieder Veränderungen erleben - aber immer ohne Kind.

Alles Liebe und sehr traurige Grüsse, Evelyne

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20. September 2008 um 14:34
In Antwort auf val_12948018

Aus der Traum
Liebe Céline und Sabine

Vielen Dank für eure Beiträge! Eigentlich wollte ich mich ja nicht mehr melden. Doch im Leben ist es oftmals so: ...denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...

Wir haben uns nach dem ersten "Schock" total auf unser Wunschkind gefreut! Endlich hatte es doch noch geklappt, und das auch noch entgegen der ärztlichen Prognosen. Irgendeine höhere Macht wollte es halt doch so, dass wir noch Eltern werden.

Aber der Traum ist ausgeträumt! Es tut mir so weh, unser Baby ist tot und ich hatte gestern früh um 7 Uhr eine Auskratzung (egal, wie man dem Ganzen sagt, es ist einfach nur hässlich und tut weh). Ich war Ende der 13. Woche schwanger - und seit Ende der 12. Woche war ich so froh, dass ich die "heikelste Zeit" überstanden hatte. Endlich durfte ich mich wirklich freuen. Es hat nicht sollen sein - und ich weiss einfach nicht, warum??? Ich bin 42, eigentlich kann ich doch gar nicht schwanger werden, und ich will auch nicht hören, dass ich es nochmal versuchen soll. Wenn es doch schon mal geklappt hat, vielleicht kanns ja nochmal sein. Nein, das glaube ich nicht - und ich will auch nicht hoffen, denn es tut so weh, wenn alle Hoffnungen immer und immer wieder enttäuscht werden. Ich weiss, vielen Frauen/Familien geht es viel viel schlechter als mir/uns. Aber das ist aktuell kein Trost. Vielleicht später wieder.
Momentan weiss ich aber von diversen Promis oder so, die auch grade zur selben Zeit wie ich schwanger geworden sind. Ich fürchte mich vor diesen Momenten, wo diese Frauen ihre Kids bekommen und ich weiss, dass jetzt auch unser Kind hätte geboren werden sollen.

Noch weiss ich nicht genau, was der Grund war, dass unser kleines "Alien" (wir haben es weder Krümel noch Wurm oder so genannt - für uns war es ein kleines ausserirdisches von Gott gesandtes Wesen) nicht mehr leben konnte. Doch der Arzt meinte, es seien halt wohl doch die Chromosomen - nächsten Montag wäre die Chorionzottenbiopsie gewesen. Vielleicht war es gut, dass unser Alien von alleine gehen konnte. Uns wurde dadurch möglicherweise eine sehr schwierige Entscheidung abgenommen. Trotzdem: es tut so weh, auch körperlich schmerzt es mich aktuell, vom psychischen Schmerz kann ich gar nicht erzählen. Den versteht wohl nur jemand, der das auch schon durchgemacht hat. Und ich habe, wie schon erwähnt, wohl kaum eine Chance, nochmals schwanger zu werden. Wir hatten Glück oder was auch immer. Ich sehe den Sinn noch nicht: erst 14 Jahre auf ein Wunschkind gewartet, viele Kinderwunschbehandlungen (die Zahl der Inseminationen weiss ich schon gar nicht mehr), nach der ICSI die Info, dass es keine Kinder geben kann. Das war vor vier Jahren. Dann plötzlich doch diese Schwangerschaft, wir sahen den Herzschlag, ein phantastisches Gefühl - auch wenn mit Kind viele Veränderungen auf uns zukommen würden. Und nun hatte ich mich auf den nächsten Ultraschall gefreut, darauf, das Herz schlagen zu sehen und das Kind mit seinem Kopf, den Augen, den Armen, Beinen zu sehen. Das Kind haben wir gesehen, der Herzschlag war nicht mehr sichtbar, so sehr der Arzt auch gesucht hat und die Vergrösserung einstellte. Es war einfach nicht mehr am Leben.
Oh, ich weiss, das Leben geht weiter. Aber ich frage mich heute nur: wie viel Schmerz soll ich eigentlich noch ertragen müssen?
Vorgestern hatte ich ganz leichte Blutungen und ich wusste einfach, dass es nicht gut ausgehen würde. Die Auskratzung wurde dann - wie gesagt - gestern Morgen vorgenommen. Am Geburtstag meines Mannes!!!
Nie mehr wird sich die Welt für uns so anfühlen wie vorher. Ich verstehe es nicht und frage Gott: wieso wir? Was hast du mit uns vor?
Aber ich bekomme keine Antworten...

Ich weiss, irgendwann wird der Schmerz weniger. Aber vorstellen kann ich mir das aktuell grad überhaupt nicht.
Allen, die da draussen schwanger sind: freut euch auf euer Kind und darüber, wenn ihr es zur Welt bringen könnt. Veränderungen wird es damit immer geben. Aber ich denke, man kann irgendwie damit umgehen.

Ich wünschte mir, ich hätte diese Möglichkeit auch. Nun werde ich wieder Veränderungen erleben - aber immer ohne Kind.

Alles Liebe und sehr traurige Grüsse, Evelyne

Sorry...
eigentlich meinte ich "Cecile" und nicht Céline, aber ich bin grad etwas durcheinander... Evelyne

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