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3 Tage nach Schwangerschaftsabbruch

6. August 2015 um 13:32 Letzte Antwort: 9. Dezember 2015 um 22:45

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.. Es war Dienstag 14 Juli 2015.. Mir ging es schon wochenlang nicht gut mein Kreislauf ging ständig ab.. Ich hab mir dabei aber nichts gedacht, dachte es lag an dem warmen Wetter.. Aber nun gut dann hab ich mir den Schwangerschaftstest besorgt um Gewissheit zu bekommen und die hatte ich dann auch, zwei dicke Streifen.. schwanger.. Ich wusste nicht was ich machen sollte.. Ich hab mich so gefreut aber auf der einen Seite war mein Freund leider dagegen, dann hatte ich bei meiner Frauenärztin einen Termin, und es bestätigte sich nochmal "Schwanger" in der 9ssw Ich beschloss es ohne jegliches überlegen zu behalten! Es war ja schließlich mein kleiner Engel der in meinem Bauch heranwuchs.. Ich habe es meinem Freund mitgeteilt! Er verstand es nicht.. Er sagte immer es funktioniert nicht das Baby macht alles kaputt die Beziehung zwischen uns und unser Leben, da ich leider noch keine Ausbildung und keine Arbeit habe, er jedoch am arbeiten war, er sei nicht bereit.. Ich wusste nicht wohin, wohin mit mir und meinen Gedanken, drei Wochen vergingen mit Trauer und Ratlosigkeit.. Allein gelassen in dieser Situation.. Mein Freund meinte er sei für mich da.. Aber er tat es nicht.. Nach schlaflosen Nächten mit Tränen.. Kam ich zu dem Entschluss zu einem Schwangerschaftsabbruch.. Ich wusste nicht ob es das richtige sei.. Es sprach einiges dafür und einiges dagegen.. Nun war es soweit.. Der 03.08.2015 ich war bereits Anfang 12ssw.. Und als ich aus der Nakose aufwachte wusste ich, das mein Engel nicht mehr bei mir sei sondern im Baby Himmel ist, ich bereue es zu tiefst.. Es macht mich so unglaublich kaputt.. Das mein kleiner Engel nicht bei mir mehr ist.. Ich hab nicht mein Engel verloren sondern mein Freund hat sich von mir getrennt.. Ich vergieße jeden Tag Tränen für meinen Engel.. In 6 Monaten wäre ich Mama eines wunderbaren Engels geworden... Ich habe mich für das was ich getan habe bei meinem Engel entschuldigt, ich denke jeden Tag an mein Würmchen.. Wenn ich könnte würde ich es rückgängig machen!

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6. August 2015 um 14:20

Habe ich das richtig verstanden,
"Nun war es soweit.. Der 03.08.2015 ich war bereits Anfang 12ssw..

...

Ich hab nicht mein Engel verloren sondern mein Freund hat sich von mir getrennt."

dein "Freund" hat dir die Abtreibung eingeredet und dir mit Trennung gedroht, die Abtreibung war diesen Montag und bereits heute Donnerstag, also nur 3 Tage später, hat er dich bereits verlassen?


Was für ein Dreckskerl

"Ich habe mich für das was ich getan habe bei meinem Engel entschuldigt, ich denke jeden Tag an mein Würmchen.. Wenn ich könnte würde ich es rückgängig machen!"

Mehr als einen Fehler bereuen, Verzeihung suchen und ihn möglichst nicht wiederholen kann man nicht tun, muss man aber auch nicht tun.


Wenn die Welt dann hoffentlich irgendwann wieder etwas heller bei dir aussieht, solltest du vielleicht auch Grübeln, ob und welche Fehler dir bei der "Auswahl" deines "Freundes" unterlaufen und wie sie für die Zukunft vermeidbar sind, aber das ist glaube ich gerade nicht wichtig.

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6. August 2015 um 21:30

Es
tut mir unendlich leid, was Du die letzten Wochen durchlebt und durchlitten hast. Dass Dir 2 Verlusterfahrungen den Boden unter den Füßen wegziehen ist logisch. Denn die logischen Argumente des Verstandes zählen anschließend wenig, wenn das Herz weh tut. Du redest mit Deinem Engel. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, der Aufarbeitung des Geschehens. Dies ist kein leichter Weg, aber ein lohnender.
VLG Yankho

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8. Dezember 2015 um 21:37

Wenn man
einen Kinderwunsch hegt, sollte man solche Beiträge nicht lesen, wenn man nicht damit umgehen kann!

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8. Dezember 2015 um 22:06

...
Ich hab ein Kind und ich bin glücklich. Ich kann nur das geheule nicht verstehen. War doch ihre Entscheidung. Ich hätte laut "Vater" auch abtreiben sollen. Mein Leben - Meine Entscheidung. Ich hab meinem Baby eine Chance gegeben.

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9. Dezember 2015 um 8:06
In Antwort auf jozefa_12689738

...
Ich hab ein Kind und ich bin glücklich. Ich kann nur das geheule nicht verstehen. War doch ihre Entscheidung. Ich hätte laut "Vater" auch abtreiben sollen. Mein Leben - Meine Entscheidung. Ich hab meinem Baby eine Chance gegeben.

Der Fehler steckt da:
"War doch ihre Entscheidung."

Es wird gerne von der Fiktion ausgegangen, eine Entscheidung für oder gegen einen Abbruch sei eine "selbstbestimmte Entscheidung jeder Frau".

Tatsächlich ist das aber Blödsinn alleine aufgrund der Zahl. 100000 Frauen entscheiden jedes Jahr selbstbestimmt in D abzutreiben?

Verarschen kann ich mich selber. Da sind bestimmt jeweils ein paar Hundert bis paar Tausend dabei, die:
- vom Kindsvater erheblich unter Druck gesetzt oder gar genötigt werden
- sich von ihrem Arbeitsumfeld/AG unausgesprochen unter Druck gesetzt fühlen (vor allem, was sie als gute Mutter einem Kind zu bieten haben sollen und dass sie geordnete Lebensverhältnisse haben soll, bevor sie Mutter wird)
- sich von gesellschaftlichen Normen unter Druck gesetzt fühlen
- Suchtkrank sind (was auch eine "selbstbestimmte" Entscheidung erschwert)
- Depressionen haben (was auch eine "selbstbestimmte" Entscheidung erschwert)
- vermeintlich oder tatsächlich zu wenig Geld für ein Kind haben würden
(usw., da gibts noch mehr, aber die Auswahl langt erstmal) .


Klar, viele haben trotz widriger Umstände so wie du die Kraft sich für ihr Kind und damit für das richtige zu entscheiden. Und klar ist auch, dass es besser wäre, wenn sich alle so entscheiden könnten.

Aber wem macht man den Vorwurf dafür, dass sie sich nicht für das richtige entscheiden?
Den Frauen selber?
Oder den "Umständen" bzw. den Verantwortlichen, die es ihnen erschwert haben?

Vorwürfe an beide sind zwar begründbar, aber erstens wenn die Frau bereits jammernd vor der Tastatur sitzt, macht sie sich selbst doch schon genug Vorwürfe, da sollte man die eigenen Vorwürfe auf die widerigen Umstände lenken, damit jeder die Vorwürfge abbekommt, die er/sie verdient.

Zweitens kann man nie aus der Distanz wissen, ob die Umstände der konkreten Frau nicht so waren, dass sie kaum oder gar nicht wirklich selber entscheiden konnte, sondern tatsächlich von den Umständen getrieben war. Wenn man nicht wissen kann, inwieweit jemand an etwas schuld ist, sollte man mit Vorwürfen zurückhaltend sein, vor allem wenn der jemand bereits weinend über der Tastatur sitzt.

Drittens, was macht es besser? Hat die TE bereits genug schlechtes Gewissen, dass sie sich bei der möglicherweise nächsten ungeplanten Schwangerschaft mehr versucht durchzubeißen und sich für ihr Kind zu entscheiden? Vermutlich. Wirds langen? Keine Ahnung, aber noch mehr schlechtes Gewissen hilft ihr dabei nicht.

Viertens, was würde es sicher besser machen? Wenn andere Frauen nicht genau so wie die TE auf widerige Umstände treffen. Können diese Umstände beeinflusst werden? Klar, wir wählen, wir erziehen Kinder (bzw. versuchen das (*)), sind Arbeitnehmer/Arbeitnehmer, werfen Teeniemüttern vorwurfsvolle Blicke zu, ... wir beeinflussen also an vielen Stellen wenn auch nur ein wenig die Umstände, mit denen ungeplant Schwangere kontrontiert sind. Wenn wir uns also bewusst machen, was diese Umstände sind, dann kann daraus vielleicht letztlich eine Änderung zum besseren erwachsen. Aber wenn wir die Schuld alleine bei den Frauen abladen, die abgetrieben haben, verdrängen wir damit die Möglichkeit die Umstände zu beeinflussen, wir machen uns blind für Hilfe.

Und deshalb ist es nicht richtig, vor allem der TE Vorwürfe zu machen, obwohl ihre Entscheidung, das Leben ihres Kindes beenden zu lassen, falsch war.

(* Ich z.b. habe mich kürzlich darum bemüht einem Exemplar meines männlichen Nachwuchs nahezubringen, dass wenn er mal eine ungeplant schwängert, er ihr dann zur Seite stehen soll, sodass sie sich eher für das Kind entscheiden kann; nur ein bischen, aber ein bischen ist besser als nichts.)

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9. Dezember 2015 um 22:45
In Antwort auf carn

Der Fehler steckt da:
"War doch ihre Entscheidung."

Es wird gerne von der Fiktion ausgegangen, eine Entscheidung für oder gegen einen Abbruch sei eine "selbstbestimmte Entscheidung jeder Frau".

Tatsächlich ist das aber Blödsinn alleine aufgrund der Zahl. 100000 Frauen entscheiden jedes Jahr selbstbestimmt in D abzutreiben?

Verarschen kann ich mich selber. Da sind bestimmt jeweils ein paar Hundert bis paar Tausend dabei, die:
- vom Kindsvater erheblich unter Druck gesetzt oder gar genötigt werden
- sich von ihrem Arbeitsumfeld/AG unausgesprochen unter Druck gesetzt fühlen (vor allem, was sie als gute Mutter einem Kind zu bieten haben sollen und dass sie geordnete Lebensverhältnisse haben soll, bevor sie Mutter wird)
- sich von gesellschaftlichen Normen unter Druck gesetzt fühlen
- Suchtkrank sind (was auch eine "selbstbestimmte" Entscheidung erschwert)
- Depressionen haben (was auch eine "selbstbestimmte" Entscheidung erschwert)
- vermeintlich oder tatsächlich zu wenig Geld für ein Kind haben würden
(usw., da gibts noch mehr, aber die Auswahl langt erstmal) .


Klar, viele haben trotz widriger Umstände so wie du die Kraft sich für ihr Kind und damit für das richtige zu entscheiden. Und klar ist auch, dass es besser wäre, wenn sich alle so entscheiden könnten.

Aber wem macht man den Vorwurf dafür, dass sie sich nicht für das richtige entscheiden?
Den Frauen selber?
Oder den "Umständen" bzw. den Verantwortlichen, die es ihnen erschwert haben?

Vorwürfe an beide sind zwar begründbar, aber erstens wenn die Frau bereits jammernd vor der Tastatur sitzt, macht sie sich selbst doch schon genug Vorwürfe, da sollte man die eigenen Vorwürfe auf die widerigen Umstände lenken, damit jeder die Vorwürfge abbekommt, die er/sie verdient.

Zweitens kann man nie aus der Distanz wissen, ob die Umstände der konkreten Frau nicht so waren, dass sie kaum oder gar nicht wirklich selber entscheiden konnte, sondern tatsächlich von den Umständen getrieben war. Wenn man nicht wissen kann, inwieweit jemand an etwas schuld ist, sollte man mit Vorwürfen zurückhaltend sein, vor allem wenn der jemand bereits weinend über der Tastatur sitzt.

Drittens, was macht es besser? Hat die TE bereits genug schlechtes Gewissen, dass sie sich bei der möglicherweise nächsten ungeplanten Schwangerschaft mehr versucht durchzubeißen und sich für ihr Kind zu entscheiden? Vermutlich. Wirds langen? Keine Ahnung, aber noch mehr schlechtes Gewissen hilft ihr dabei nicht.

Viertens, was würde es sicher besser machen? Wenn andere Frauen nicht genau so wie die TE auf widerige Umstände treffen. Können diese Umstände beeinflusst werden? Klar, wir wählen, wir erziehen Kinder (bzw. versuchen das (*)), sind Arbeitnehmer/Arbeitnehmer, werfen Teeniemüttern vorwurfsvolle Blicke zu, ... wir beeinflussen also an vielen Stellen wenn auch nur ein wenig die Umstände, mit denen ungeplant Schwangere kontrontiert sind. Wenn wir uns also bewusst machen, was diese Umstände sind, dann kann daraus vielleicht letztlich eine Änderung zum besseren erwachsen. Aber wenn wir die Schuld alleine bei den Frauen abladen, die abgetrieben haben, verdrängen wir damit die Möglichkeit die Umstände zu beeinflussen, wir machen uns blind für Hilfe.

Und deshalb ist es nicht richtig, vor allem der TE Vorwürfe zu machen, obwohl ihre Entscheidung, das Leben ihres Kindes beenden zu lassen, falsch war.

(* Ich z.b. habe mich kürzlich darum bemüht einem Exemplar meines männlichen Nachwuchs nahezubringen, dass wenn er mal eine ungeplant schwängert, er ihr dann zur Seite stehen soll, sodass sie sich eher für das Kind entscheiden kann; nur ein bischen, aber ein bischen ist besser als nichts.)

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Sehr schön geschrieben!
Es gibt soviel Hilfe in Deutschland oder die Möglichkeit zur Adoption? Warum immer gleich abtreiben... man sollte einfach mal zu seinem Fehler stehn. Mein Fehler ist vier Monate alt. Ich habe auch kämpfen müssen, habe viel geweint, musste mit Drohungen, der Angst um meinen Job und die Wohnung leben. ich hab mir ganze Steinberge aus meinem Weg räumen müssen. Aber es ist es wert.

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