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22te Woche,gestern erfahren Kind wird körperl. behindert sein Spätabbruch?

15. April 2011 um 18:17 Letzte Antwort: 30. November 2013 um 23:25

Gestern waren wir beim Organscreening, es sollte geschaut werden ob alles ok ist an den Organen. Im Laufe der Untersuchung sagte uns der Arzt, dass unsere kleine eine Entwicklungsstörung an der linken Hand haben wird. Man nennt das Dysmelie, der Arzt meinte er vermutet das es durch eine Abschnürung zustande gekommen ist

http://www.dysmelien.de/?Dysmelie:Amniotisches_Band_Syndrom
Mit dieser Aussage und der Aussage es wäre ja nicht schlimm, meist schauen sie sich die Hände gar nicht so genau an, weil die nicht so wichtig sind, ließ er uns alleine

Wir waren erstmal total geplättet, sind es noch, ein Schock, die ganze Zeit war alles ok und jetzt fehlen da Finger?! Und die sollen nicht wichtig sein?! Man muss auch dazu sagen, dass wir so ziemlich alle nichtinvasiven Untersuchungen zur Vorsorge gemacht haben und es war immer alles paletti. Die These mit dem Band und der Abschnürung, da glaub ich nicht so recht dran, da ich ziemlich oft Ultraschalluntersuchungen hatte und diese Bänder aufgefallen wären.
Auch die Ärztin bei der wir uns am Nachmittag eine zweite Meinung eingeholt haben, stand dieser These skeptisch gegenüber.

Ich hatte kurz nach der Befruchtung eine Röntgenuntersuchung an der Hüfte. Nun fragt, man sich warum läßt die sich röntgen? Ganz einfach ich wusste nichts von der SS und eigentlich standen wir schon mit einem Bein in der KIWU Klinik, weil wir laut Ärzten auf natürl. Wege nicht schwanger werden konnten. Deshalb haben wir diese Problematik auch immer kommuniziert, haben gesagt schaut mal ganz genau.

Ich habe jetzt einfach extreme Angst, dass da noch was ist, dass sich vielleicht aufgrund der Strahlenbelastung noch etwas nicht richtig ausgebildet hat, was wir einfach noch nicht sehen/ sehen können. Oder wir eine genetische Komponente in uns tragen, von der wir nichts wissen, hatte gestern Fruchtwasseruntersuchung, aber die Ergebnisse kommen erst in 10Tagen.

Versteht mich nicht falsch aber ich/ wir wollten ein gesundes Kind!

Wer bin ich, dass ich entscheide mein Kind wird mit seiner Behinderung klar kommen und seine Plastikhand toll findet. Aber wer bin ich auch wieder wenn ich entscheide, dass man ein vielleicht ansonsten gesundes Kind tötet, weil es nur was an der Hand hat.

Sicherlich haben sich alle die in solchen Foren über solche Erkrankungen sprechen, damit arrangiert. Die betroffenen hatten ja keine Wahl und die Eltern haben es meist erst nach der Geburt erfahren und hatten somit auch keine. Sicherlich würde ich diese Überlegungen nicht haben, wenn ich es erst bei der Geburt erfahren würde, aber nun spiele ich Schicksal in beide Richtungen für mein Kind.
Und es gibt verdammt nochmal keinen richtigen Weg, nur einen Falschen.

Seit gestern schaue ich anderen Erwachsenen und Kinder nur noch auf die Hände. Ich spüre meine kleine in mir und stelle mir vor wie sie mit ihrem kleinen fehlgebildetem Händchen anklopft Und ich frage mich ob meine Kraft ausreichen wird...

Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll, mich entscheiden soll!

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15. April 2011 um 18:50

Liebe Verzweifelt291
Dein Kind IST gesund .

Du bist schockiert über das Unerwartete, das ist alles. Das wird sich legen und bald wird es ganz normal sein. Meinem Schwager fehlen auch Teile aller Finger an einer Hand. Er führt ein ganz normales Leben mit Familie und regulärem Job. Er spielt sogar Gitarre und das richtig gut. Die Bezeichnung "behindert" wäre für ihn völlig falsch. Er ist es nicht und auch Deine Tochter wird es nicht sein. Sie wird von Anfang an damit leben lernen uns es gar nicht anders kennen. Freu Dich auf sie. Sie wird was ganz Spezielles sein.

lg, Redpoll

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15. April 2011 um 19:31
In Antwort auf esmi_12120735

Liebe Verzweifelt291
Dein Kind IST gesund .

Du bist schockiert über das Unerwartete, das ist alles. Das wird sich legen und bald wird es ganz normal sein. Meinem Schwager fehlen auch Teile aller Finger an einer Hand. Er führt ein ganz normales Leben mit Familie und regulärem Job. Er spielt sogar Gitarre und das richtig gut. Die Bezeichnung "behindert" wäre für ihn völlig falsch. Er ist es nicht und auch Deine Tochter wird es nicht sein. Sie wird von Anfang an damit leben lernen uns es gar nicht anders kennen. Freu Dich auf sie. Sie wird was ganz Spezielles sein.

lg, Redpoll

Hallo Redpoll
wenn ich wüßte, das es auch wirklich "nur" die Hand wäre, ginge es auch besser. Aber durch das Röntgen und eine ziemlich unklare Familienanamnese gibt es da viele Fragezeichen. Teile der Finger hat dein Schwager, meiner kleinen wird vermutlich die komplette Hand fehlen. Da ist nichts mit "Fingerstummeln", dass hört ab der Handwurzel auf.Es ist auch sicherlich so, dass die Akzeptanz einer solchen Fehlbildung bei Männern eine andere ist als bei Frauen.Solche "Sie wird was ganz Spezielles sein. " Aussagen helfen mir gerade auch überhaupt nicht, dass weiß ich auch alleine und es wird nicht zu vergessen sein! Wie würdest du dich denn in einer solchen Situation fühlen, wenn es dich direkt beträfe, von außen ist es immer leicht.

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15. April 2011 um 20:21

Liebe Schreiberin,
diese Neuigkeiten sind für euch sicher schwer zu realisieren. Alle Eltern wünschen sich doch gesunde Kinder, und nun das?
Ist denn nur die linke, oder auch die rechte Hand betroffen?

Dies ist erst mal ein Schock. Und sofort drängen sich Bilder auf - du denkst daran, wie dein Mädchen mit dem fehlgebildeten Händchen klopft. Vielleicht stellst du dir auch vor, wie sie sein wird, mit 3 Jahren, mit 12 oder 28. Und denkst an diesen Makel, der dir - zur Zeit - noch das Herz bricht.

Ich möchte dir ans Herz legen, zwei Dinge getrennt voneinander zu betrachten.

Zum einen - wie wird mein Kind damit klar kommen? Und ich glaube, das bestätigen auch alle die mit gewissen (nicht schwerwiegenden) Behinderungen - wunderbar! Sie wird ihren Körper als normal und natürlich empfinden und ihn längst zu benutzen wissen, noch ehe sie versteht, dass bei ihr vielleicht ein bißchen was anders ist als bei anderen. Meiner Meinung nach kann es bei dieser Entscheidung gar nicht darum gehen, zum Wohl des Kindes zu entscheiden. Sie kann und wird ein ganz normales kleines Mädchen sein, das bei alltäglichen Dingen manchmal etwas anders herangehen muss als andere.

Die zweite und vielleicht für euch zur Zeit wichtigere Sache ist, wie kommt ihr als Eltern damit klar? Habt ihr sie immer noch genauso lieb wie vorher? Traut ihr euch zu, sie zu einem selbstbewußten Menschen zu erziehen, der seine Behinderung nicht versteckt, und der *sich* auch nicht hinter seiner Behinderung versteckt, und der anderen Kindern eine lange Nase dreht, wenn sie mal gehänselt wird? Könnt ihr euch vorstellen, sie ganz normal zu behandeln, ihr die nötigen Hilfen zu besorgen, aber trotzdem zur Selbständigkeit zu erziehen? Traut ihr euch zu, nicht jedes mal mitleidige Blicke auszutauschen wenn ihr auf das Händchen eurer Tochter guckt?

Weißt du, ich arbeite jeden Tag mit körperlich oder psychisch eingeschränkten Menschen. Diejenigen, die ganz selbstverständlich und gut klar kommen, sind die, die ganz normal erzogen wurden, ohne den dauernden Fokus auf ihr Handicap, die nicht durch das Verhalten der anderen gelernt haben "ich bin bemitleidenswert".

Hey, es ist sowieso kein Kind perfekt. Andere Kinder bekommen Neurodermitis, Asthma, ADHS oder schiefe Nasen, sind miserabel in Mathe oder völlig unsportlich. Nur: ihr wißt schon, dass euer Kind nicht perfekt ist. Und könnt es damit vielleicht von Anfang an auf ganz besondere Weise lieben.

Weißt du, ich selbst befürworte die Möglichkeit der Abtreibung, und ich hatte selbst auch schon einen Abbruch. Allerdings muss ich sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt (22SSW) es nicht mehr könnte und wollte. Denn zu diesem Zeitpunkt hat sich beim Kind bereits ein Bewußtsein und Schmerzempfinden angefangen zu entwickeln. Da könnte ich ehrlich gesagt keinen Abbruch mehr machen lassen, es sei denn die Behinderung wäre so massiv, dass das Kind nach der Geburt ohnehin nur unter Schmerzen kurze Zeit zu leben hätte. Außerdem würde ein so später Abbruch bedeuten, dass du den Körper deines Kindes trotzdem noch gebären müßtest. Den Gedanken finde ich persönlich ganz schrecklich.

Ich würde an eurer Stelle nun erst mal das Ergebnis der FU abwarten, um zu schauen ob wirklich keine anderen schwerwiegenden Behinderungen vorliegen. Laut US ist euer Kind doch ansonsten kerngesund, oder?

Und nehmt euch erst mal Zeit, euch mit dem Gedanken an das kleine Handicap anzufreunden. Euer Mädel ist ein Wunschkind, ihr habt ja offenbar auch unerhörtes Glück gehabt, ohne medizinische Hilfe schwanger zu werden.

Überlegt euch in Ruhe, wenn der erste Schock sich gelegt hat, ob ihr dieses Glück wirklich freiwillig hergeben wollt.

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15. April 2011 um 21:04
In Antwort auf zelpha_11920064

Hallo Redpoll
wenn ich wüßte, das es auch wirklich "nur" die Hand wäre, ginge es auch besser. Aber durch das Röntgen und eine ziemlich unklare Familienanamnese gibt es da viele Fragezeichen. Teile der Finger hat dein Schwager, meiner kleinen wird vermutlich die komplette Hand fehlen. Da ist nichts mit "Fingerstummeln", dass hört ab der Handwurzel auf.Es ist auch sicherlich so, dass die Akzeptanz einer solchen Fehlbildung bei Männern eine andere ist als bei Frauen.Solche "Sie wird was ganz Spezielles sein. " Aussagen helfen mir gerade auch überhaupt nicht, dass weiß ich auch alleine und es wird nicht zu vergessen sein! Wie würdest du dich denn in einer solchen Situation fühlen, wenn es dich direkt beträfe, von außen ist es immer leicht.

Liebe Verzweifelt291
Wie ich damit umgehen würde? Ganz ehrlich. Ich wäre im ersten Moment traurig und geschockt wie Du, würde das Kind aber 100%ig bekommen aus bereits genannten Gründen und weil es auch ohne Hand mein Kind ist, das ich liebe. Wie steht denn Dein Mann dazu?

Mach Dir bitte keine Sorge wegen der Akzeptanz ihres Zukünftigen oder möglichen Freunden. Viele Menschen haben optische Makel. Ich hatte Pickel und schiefe Zähne und habe trotzdem einen tollen Mann und treue Freunde gefunden. Einen Mann/Freund, der eine Frau nur gern hat, weil sie perfekt ist, möchtest Du für Deine Tochter sowieso nicht. Viele Makel kommen ja erst mit dem Alter und da soll der Mann/Freund Deine Tochter noch genauso lieben wie vorher.

Was das Röntgen angeht, ich war mal in einer ähnlichen Situation und habe gegoogelt. In so einem frühen Statium gilt das Alles oder Nichts-Prinzip. D.h. wenn irgendwas schief gegangen wäre, hättest Du eine frühe Fehlgeburt gehabt. Das und allfällige andere genetische Defekte wird man aber bei der FU feststellen können. Mach Dir aber noch keine Sorgen, denn bisher scheint doch alles in bester Ordnung zu sein.

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15. April 2011 um 22:00
In Antwort auf nainsm_12077256

Liebe Schreiberin,
diese Neuigkeiten sind für euch sicher schwer zu realisieren. Alle Eltern wünschen sich doch gesunde Kinder, und nun das?
Ist denn nur die linke, oder auch die rechte Hand betroffen?

Dies ist erst mal ein Schock. Und sofort drängen sich Bilder auf - du denkst daran, wie dein Mädchen mit dem fehlgebildeten Händchen klopft. Vielleicht stellst du dir auch vor, wie sie sein wird, mit 3 Jahren, mit 12 oder 28. Und denkst an diesen Makel, der dir - zur Zeit - noch das Herz bricht.

Ich möchte dir ans Herz legen, zwei Dinge getrennt voneinander zu betrachten.

Zum einen - wie wird mein Kind damit klar kommen? Und ich glaube, das bestätigen auch alle die mit gewissen (nicht schwerwiegenden) Behinderungen - wunderbar! Sie wird ihren Körper als normal und natürlich empfinden und ihn längst zu benutzen wissen, noch ehe sie versteht, dass bei ihr vielleicht ein bißchen was anders ist als bei anderen. Meiner Meinung nach kann es bei dieser Entscheidung gar nicht darum gehen, zum Wohl des Kindes zu entscheiden. Sie kann und wird ein ganz normales kleines Mädchen sein, das bei alltäglichen Dingen manchmal etwas anders herangehen muss als andere.

Die zweite und vielleicht für euch zur Zeit wichtigere Sache ist, wie kommt ihr als Eltern damit klar? Habt ihr sie immer noch genauso lieb wie vorher? Traut ihr euch zu, sie zu einem selbstbewußten Menschen zu erziehen, der seine Behinderung nicht versteckt, und der *sich* auch nicht hinter seiner Behinderung versteckt, und der anderen Kindern eine lange Nase dreht, wenn sie mal gehänselt wird? Könnt ihr euch vorstellen, sie ganz normal zu behandeln, ihr die nötigen Hilfen zu besorgen, aber trotzdem zur Selbständigkeit zu erziehen? Traut ihr euch zu, nicht jedes mal mitleidige Blicke auszutauschen wenn ihr auf das Händchen eurer Tochter guckt?

Weißt du, ich arbeite jeden Tag mit körperlich oder psychisch eingeschränkten Menschen. Diejenigen, die ganz selbstverständlich und gut klar kommen, sind die, die ganz normal erzogen wurden, ohne den dauernden Fokus auf ihr Handicap, die nicht durch das Verhalten der anderen gelernt haben "ich bin bemitleidenswert".

Hey, es ist sowieso kein Kind perfekt. Andere Kinder bekommen Neurodermitis, Asthma, ADHS oder schiefe Nasen, sind miserabel in Mathe oder völlig unsportlich. Nur: ihr wißt schon, dass euer Kind nicht perfekt ist. Und könnt es damit vielleicht von Anfang an auf ganz besondere Weise lieben.

Weißt du, ich selbst befürworte die Möglichkeit der Abtreibung, und ich hatte selbst auch schon einen Abbruch. Allerdings muss ich sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt (22SSW) es nicht mehr könnte und wollte. Denn zu diesem Zeitpunkt hat sich beim Kind bereits ein Bewußtsein und Schmerzempfinden angefangen zu entwickeln. Da könnte ich ehrlich gesagt keinen Abbruch mehr machen lassen, es sei denn die Behinderung wäre so massiv, dass das Kind nach der Geburt ohnehin nur unter Schmerzen kurze Zeit zu leben hätte. Außerdem würde ein so später Abbruch bedeuten, dass du den Körper deines Kindes trotzdem noch gebären müßtest. Den Gedanken finde ich persönlich ganz schrecklich.

Ich würde an eurer Stelle nun erst mal das Ergebnis der FU abwarten, um zu schauen ob wirklich keine anderen schwerwiegenden Behinderungen vorliegen. Laut US ist euer Kind doch ansonsten kerngesund, oder?

Und nehmt euch erst mal Zeit, euch mit dem Gedanken an das kleine Handicap anzufreunden. Euer Mädel ist ein Wunschkind, ihr habt ja offenbar auch unerhörtes Glück gehabt, ohne medizinische Hilfe schwanger zu werden.

Überlegt euch in Ruhe, wenn der erste Schock sich gelegt hat, ob ihr dieses Glück wirklich freiwillig hergeben wollt.

Danke für die kostruktiven Worte
Hallo achso 31,
nein es ist "nur" die Linke.
"Vielleicht stellst du dir auch vor, wie sie sein wird, mit 3 Jahren, mit 12 oder 28. Und denkst an diesen Makel, der dir - zur Zeit - noch das Herz bricht."

Natürlich denke ich gerade darüber nach was in diesen kritischen Zeiträumen wie Pubertät etc. ist, wie sieht wohl ein Verlobungsring an der Plastikhand aus, wird es jemanden geben der sich verloben möchte etc.

Dein gesamter Passus der sich auf uns bezieht trifft meine Bedenken schon ziemlich gut. Ich sehe gerade dabei zu wie mein Mann sich innerlich zerreißt, wie er der Situation nicht gewachsen ist. Ich habe Angst, dass wir daran zerbrechen und ich allein stehe, irgendwann. Ich kann es ihm auch nicht verübeln, jeder hat andere Grenzen. Ich kann es mir durchaus vorstellen dem Kind eine gute Mutter zu sein und all die Dinge die du aufgezählt hast zu bejahen, aber dafür benötige auch ich einen Rückhalt.

Ich hatte in meiner Vergangenheit sehr viele schwere Situationen zu bewältigen und das schon von sehr jungen Alter an. Ich habe mich immer wieder hochgezogen, mir blieb auch nichts anderes übrig. Aber glaube mir mit jeder neuen Situation fiel es mir ein bisschen schwerer den Kopf wieder aufzurichten und die Schultern nach hinten zu straffen. Ich habe Angst das meine Kraft nicht mehr reicht, das ich es an dem Kind auslasse, vor allem wenn mein Mann vielleicht aufgeben sollte. Ich denke auch in einigen Situationen das auch ich langsam mal ein "Recht" auf Glück habe und mich nicht immer dem Schicksal unterordnen möchte. Ich weiß es klingt hart, aber steckt nicht dieser Wunsch in jedem von uns. Meine Freundin sagte ganz treffend, das sie sich langsam fragt wie viel Schei.... ich eigentlich noch löffeln muss. Es ist schwer sich immer wieder zu motivieren, zu sagen ich schaffe das, andererseits habe ich das Gefühl es mir aber auch zu "leicht" zu machen. Aber ich habe auch momentan nicht nur Verantwortung gegenüber dem Kind, ich muss auch leben und damit leben können. Ich sehe dieses Unterordnen der eigenen Belange/Bedürfnisse von Müttern immer sehr kritisch, vor allem wenn ich beobachte, wie sie langsam daran zerbrechen, denn damit ist auch keinem geholfen
Auch ich arbeite mit behinderten Menschen und war immer froh zu sagen, jetzt ist Feierabend, was nicht heißt, das ich meinen Job nicht liebe.

Mich schreckt die Vorstellung zu "gebären" auch extrem ab, aber andererseits Frage ich mich wer über uns richten darf, einschätzen darf was ist zumutbar, was nicht. Und mir ist total bewußt, sollte kein weiterer Befund dazu kommen, was ich da tue. Aber wenn wir dann vielleicht doch noch eine geistige Retardierung später feststellen, ich würde mir genauso Vorwürfe machen. Denn ich glaube gerade nicht an den Zufall, dass es nichts mit dem Röntgen zu tun hat, was ist wenn da noch mehr ist, dass sich nicht feststellen läßt.

Ich werde nun versuchen etwas zu schlafen. Danke für dien Worte

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15. April 2011 um 22:05
In Antwort auf esmi_12120735

Liebe Verzweifelt291
Wie ich damit umgehen würde? Ganz ehrlich. Ich wäre im ersten Moment traurig und geschockt wie Du, würde das Kind aber 100%ig bekommen aus bereits genannten Gründen und weil es auch ohne Hand mein Kind ist, das ich liebe. Wie steht denn Dein Mann dazu?

Mach Dir bitte keine Sorge wegen der Akzeptanz ihres Zukünftigen oder möglichen Freunden. Viele Menschen haben optische Makel. Ich hatte Pickel und schiefe Zähne und habe trotzdem einen tollen Mann und treue Freunde gefunden. Einen Mann/Freund, der eine Frau nur gern hat, weil sie perfekt ist, möchtest Du für Deine Tochter sowieso nicht. Viele Makel kommen ja erst mit dem Alter und da soll der Mann/Freund Deine Tochter noch genauso lieben wie vorher.

Was das Röntgen angeht, ich war mal in einer ähnlichen Situation und habe gegoogelt. In so einem frühen Statium gilt das Alles oder Nichts-Prinzip. D.h. wenn irgendwas schief gegangen wäre, hättest Du eine frühe Fehlgeburt gehabt. Das und allfällige andere genetische Defekte wird man aber bei der FU feststellen können. Mach Dir aber noch keine Sorgen, denn bisher scheint doch alles in bester Ordnung zu sein.

Ja alles "scheint" in Ordnung
wir reden hier nicht von hatte Pickel oder Zahnspange, wir reden von einer nicht therapierbaren Erkrankung. Ich kenne die These des Alles oder Nichts, aber der "Zufall" ist doch komisch, auch kann wenn man weiter ließt klar sein, das es Schäden in den Anlagen auslösen kann und wenn an der Hand, wo dann noch?!

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15. April 2011 um 22:07

Man wird es eben nicht operieren können
es ist lediglich die Anlage zur Handwurzel da, da kann man nichts machen. Es ist halt keine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte und ein kürzeres Beinchen kann man Ausgleichen bzw. operativ noch gut beeinflussen, ich kenne die Möglichkeiten als Physiotherapeutin

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15. April 2011 um 22:15

Hallo stermenacht
ja ich arbeite auch mit behinderten Kindern und auch mit "normale", ich mußte bis jetzt auch immer etwas in mich rein lächeln, wenn besorgte Mütter kamen und sagten: mein Kind dreht sich nur über eine Seite oder es müßte doch schon krabbeln.

Ich habe seit gestern auch viel auf den Dysmelie geschaut. Man muss aber ganz klar sagen, natürlich haben die sich arrangiert und die meisten Eltern hatten keine Wahl. Ich habe vorhin noch lange mit dem Arzt der die Diagnose stellte gesprochen, er sagt es wird meist übersehen, d.h. die Eltern wissen es einfach nicht. Da sind wir wider bei der Frage, wie würde jeder handeln, wenn er es wüßte. Das ist halt Segen und Fluch der Pränataldiagnostik.

Ich habe das Thema Abtreibung immer sehr sachlich betrachtet, man steckt nicht drin, ich maße mir kein Urteil über Menschen an, die das tun. Eine Kollegin meines Mannes hat letztens eine Abtreibung gehabt. Wir haben sachlich darüber gesprochen, obwohl ich mich über die Leitsinnigkeit beim Thema Verhütung geärgert habe.

LG

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15. April 2011 um 22:42

....
Als erstes wünsche ich euch alles Gute für die Fruchtwasseruntersuchung. Zum zweiten, ich habe selbst nie abgetrieben, befürworte aber die Möglichkeit einer Abtreibung an sich, auch Spätabtreibung. Für mich wäre wichtig, dass mein Kind ein eigenständiges Leben führen kann, wäre das nicht der Fall aufgrund gravierender geistiger und/oder körperlicher entwicklung, hätte ich mich für einen Abbruch entschieden. Wäre es eine Behinderung, die ein eigenständiges Leben später ermöglicht, u.a. Besuch einer regulären Schule, dass es im Unterricht mitkommen kann und weitgehend selbstständig schreiben, laufen, gehen, trinken kann, würde ich in 22 Woche nicht abtreiben. Sprich, wenn es "nur" die Hand ist (es ist schlimm genug, aber realistisch gesehen ist damit eine Schule, ein Studium und Gründung einer Familie möglich. Dieses Kind wird im reifen Alter nicht an dich angewiesen sein, es wird selbst essen, kochen, gehen, schreiben können und keinen Betreuer brauchen), hätte ich es nach einem Schock und zig Analysen zur Absicherung behalten. Ist aber auch "nur" meine Meinung. Wünsche dir alles Gute bei deiner Entscheidung.

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15. April 2011 um 22:48

Also, mich macht das irgendwie traurig
zu lesen, das ihr über einen Abbruch nachdenkt, weil euer Kind eine Entwicklungsstörung an der Hand hat.

Ich habe glücklicherweise, zwei wunderbare Kinder, sie sind gesund und munter und ich bin dafür sehr dankbar.

Und, es tut mir wirklich leid für euch, nur, das ist doch kein Grund, verstehe mich nicht falsch, aber wir sprechen nicht von einer geistigen Behinderung (und auch dann würde ich eine Abbruch nicht für eine Lösung halten), dein Baby, hat einen Defekt an der Hand.
Es wird damit groß werden, und es wird damit zu leben lernen. Natürlich, wird es auch Rückschläge erleiden, so ist leider unsere Gesellschaft

Aber ihr als Eltern solltet und werdet dann hinter ihm stehen.
Mein Bruder ist gehörlos, er kam schon so zur Welt, ja er kann nicht hören, hatte natürlich auch einschränkungen, aber er ist genauso glücklich wie du und ich.

Ich bin Krankenschwester und habe momentan das glück mit behinderten bzw verzeih, mit beeinträchtigten Menschen zu arbeiten und die meisten sind sehr sehr glücklich, und sie sehen sich selber nicht als "Behindert", sie sind anders ganz klar, aber "Behindere" machen unsere Gesellschaft aus ihnen.

Ich wünsche dir sehr viel Kraft und kann nur hoffen, das du dich für dein Baby entscheidest.
Denn glaubst du, das du damit leben könntest, dich gegen dein Baby entschieden zu haben, weil es kein Händchen hat? 22 Wochen hast du dich gefreut und dich als Mutter gefühlt, sei jetzt auch weiterhin eine Mutter für dein Kind.

Liebe Grüße Tanja

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16. April 2011 um 0:20

Kann man..
wegen soetwas in DEUTSCHLAND einen spätäbbruch machen????????????
ähm sorry ich will dich nicht beleidigen oder so aber ich würd nichtmal drann denken wegen sowas ein wunschkind abzutreiben hätte auch ehrlich gesagt nich gedacht das dass noch gehen würde
heut zu tage gibt es doch gute prothesen und selbst wenn nicht man kann doch nie für etwas garantieren... was ist denn wenn dein kind ein unfall hat mit 5-6 jahren und nich mehr laufen kann ? willste das dann auch nicht mehr ?
ich kanns einfach nicht nachvollziehen tut mir leid soll auch kein angriff sein, es ist deine / eure entscheidung, ihr müsst damit Leben... !!

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16. April 2011 um 8:41
In Antwort auf dorit_12362881

Kann man..
wegen soetwas in DEUTSCHLAND einen spätäbbruch machen????????????
ähm sorry ich will dich nicht beleidigen oder so aber ich würd nichtmal drann denken wegen sowas ein wunschkind abzutreiben hätte auch ehrlich gesagt nich gedacht das dass noch gehen würde
heut zu tage gibt es doch gute prothesen und selbst wenn nicht man kann doch nie für etwas garantieren... was ist denn wenn dein kind ein unfall hat mit 5-6 jahren und nich mehr laufen kann ? willste das dann auch nicht mehr ?
ich kanns einfach nicht nachvollziehen tut mir leid soll auch kein angriff sein, es ist deine / eure entscheidung, ihr müsst damit Leben... !!

Ja,
man könnte. Es geht nicht darum hier zu werten, wie schlimm ist eine Erkrankung, natürlich ist jedes KinD/Eltern mit Trisomie21, Hydrocephalus etc. stärker betroffen. Es geht darum ob die körperl. und geistige Gesundheit der Mutter Schaden nimmt, wenn ,man sie zum austragen zwingt. Deshalb gibt es diese Möglichkeit und es gibt auch keine Wochenbegrenzung. In NL kannst du regulär bis 22te in GB bis 25te abbrechen.

Jeder kann hier gerade gut rumreden, stell dir einfach mal vor wie es ist. 22 Wochen trägst du ein Kind, 22 Wochen wird dir gesagt, alles super und dann kommt so eine Diagnose! Weißt du was das für ein Schock ist, kannst du dir vorstellen das man sich fragt ob man das schafft, ob man dem Kind gerecht wird, mit den besonderen Anforderungen. Denkst du das dir die mitleidigen Blicke jeden Tag egal sind, glaubst du nicht das du dich dabei erwischen wirst anderen Kinder auf beide Hände zu starren und dir wünschen würdest du hättst auch so eins, weißt du wie belastend das für eine Ehe sein kann und komm mir jetzt nicht mit na wenn die Ehe stimmt
etc. pp.
Solltest du bei diesen Fragen keine Zweifel haben, dann habe ich Respekt, frage mich dann aber auch, ob Du sie ehrlich beantwortest oder dir was vormachst, bzw. dich nicht oin die Situation denken kannst. Und es ist leicht zu urteilen, beobachte dich doch einfach mal die nächsten Wochen wenn du auf behinderte/gehandicapte Menschen triffst und vollziehe mal deine ersten Gedanken bei diesen Begegnungen nach.
Außerdem ist immer noch nicht klar, ob das mit der Hand jetzt "einfach dumm gelaufen" ist oder ob es eil eines Syndroms ist. Diese Dinge klären sich in den nächsten Tagen, so eine FU Auswertung dauert halt und in dieser Zeit muss ich auch über Konsequenzen nachdenken, falls noch etwas schlimmeres sein sollte.

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16. April 2011 um 12:07
In Antwort auf zelpha_11920064

Danke für die kostruktiven Worte
Hallo achso 31,
nein es ist "nur" die Linke.
"Vielleicht stellst du dir auch vor, wie sie sein wird, mit 3 Jahren, mit 12 oder 28. Und denkst an diesen Makel, der dir - zur Zeit - noch das Herz bricht."

Natürlich denke ich gerade darüber nach was in diesen kritischen Zeiträumen wie Pubertät etc. ist, wie sieht wohl ein Verlobungsring an der Plastikhand aus, wird es jemanden geben der sich verloben möchte etc.

Dein gesamter Passus der sich auf uns bezieht trifft meine Bedenken schon ziemlich gut. Ich sehe gerade dabei zu wie mein Mann sich innerlich zerreißt, wie er der Situation nicht gewachsen ist. Ich habe Angst, dass wir daran zerbrechen und ich allein stehe, irgendwann. Ich kann es ihm auch nicht verübeln, jeder hat andere Grenzen. Ich kann es mir durchaus vorstellen dem Kind eine gute Mutter zu sein und all die Dinge die du aufgezählt hast zu bejahen, aber dafür benötige auch ich einen Rückhalt.

Ich hatte in meiner Vergangenheit sehr viele schwere Situationen zu bewältigen und das schon von sehr jungen Alter an. Ich habe mich immer wieder hochgezogen, mir blieb auch nichts anderes übrig. Aber glaube mir mit jeder neuen Situation fiel es mir ein bisschen schwerer den Kopf wieder aufzurichten und die Schultern nach hinten zu straffen. Ich habe Angst das meine Kraft nicht mehr reicht, das ich es an dem Kind auslasse, vor allem wenn mein Mann vielleicht aufgeben sollte. Ich denke auch in einigen Situationen das auch ich langsam mal ein "Recht" auf Glück habe und mich nicht immer dem Schicksal unterordnen möchte. Ich weiß es klingt hart, aber steckt nicht dieser Wunsch in jedem von uns. Meine Freundin sagte ganz treffend, das sie sich langsam fragt wie viel Schei.... ich eigentlich noch löffeln muss. Es ist schwer sich immer wieder zu motivieren, zu sagen ich schaffe das, andererseits habe ich das Gefühl es mir aber auch zu "leicht" zu machen. Aber ich habe auch momentan nicht nur Verantwortung gegenüber dem Kind, ich muss auch leben und damit leben können. Ich sehe dieses Unterordnen der eigenen Belange/Bedürfnisse von Müttern immer sehr kritisch, vor allem wenn ich beobachte, wie sie langsam daran zerbrechen, denn damit ist auch keinem geholfen
Auch ich arbeite mit behinderten Menschen und war immer froh zu sagen, jetzt ist Feierabend, was nicht heißt, das ich meinen Job nicht liebe.

Mich schreckt die Vorstellung zu "gebären" auch extrem ab, aber andererseits Frage ich mich wer über uns richten darf, einschätzen darf was ist zumutbar, was nicht. Und mir ist total bewußt, sollte kein weiterer Befund dazu kommen, was ich da tue. Aber wenn wir dann vielleicht doch noch eine geistige Retardierung später feststellen, ich würde mir genauso Vorwürfe machen. Denn ich glaube gerade nicht an den Zufall, dass es nichts mit dem Röntgen zu tun hat, was ist wenn da noch mehr ist, dass sich nicht feststellen läßt.

Ich werde nun versuchen etwas zu schlafen. Danke für dien Worte

Die Frage der Zumutbarkeit
Weißt du, ich möchte wirklich nicht in deiner Haut stecken. Von außen ist alles so leicht gesagt.
Aber was andere für machbar halten, das hilft dir nicht.
Was andere für "gar nicht so schlimm" halten, hilft dir nicht. Es ist einfach eine ganz ganz schwere Lage, in der ihr steckt. Und dass es auch schlimmere Behinderungen als eine fehlende Hand gibt, macht es ja auch nicht besser.

"Ich sehe dieses Unterordnen der eigenen Belange/Bedürfnisse von Müttern immer sehr kritisch, vor allem wenn ich beobachte, wie sie langsam daran zerbrechen, denn damit ist auch keinem geholfen"

Da bin ich ganz deiner Meinung. Nicht nur, was das Muttersein angeht. Prinzipiell: wenn jemand Liebe nur mit Aufopfern gleichsetzt, bleibt dieser Mensch irgendwann auf der Strecke. Die größte Verantwortung trägt jeder Mensch für sich selbst, ein leben lang. Ich finde es wichtig, auch diese Verantwortung nicht aus dem Blick zu verlieren, auch wenn man für andere da sein möchte.

Ich habe ein bißchen über Dysmelie nachgelesen. Ich hatte vorher von dieser Erkrankung nicht gehört. Demnach gilt Röntgen wohl als ein möglicher Risikofaktor zur Entwicklung dieser amniotischen Bänder.
Weißt du denn, welche anderen möglichen Folgen außer dem ABS auftreten könnten? Kann man diese Folgen durch eine FU nachweisen?

Ihr beide seid wahrscheinlich zur Zeit einfach nur fertig und fühlt euch überfordert. Weißt du was? Mir würde es genau so gehen.

Du hast vom Segen und Fluch der Pränataldiagnostik geschrieben. Sie stellt Eltern manchmal vor sehr schwere Entscheidungen, so wie bei euch. Gerade wenn du in deinem Leben schon sehr viel mitgemacht hast, kann ich deine Reaktion verstehen. Da fragt man sich "was denn noch alles?"
Allerdings bietet sich hier auch eine Möglichkeit. Vieles im Leben fügt das Schicksal uns zu, da werden wir nicht gefragt. Wir müssen damit klar kommen oder dran zerbrechen, und fertig.

Hier bist du nun in der Position, dir auszusuchen, ob du dir diese Aufgabe zumuten und aufschultern möchtest. Du kannst abwägen, was du als Mutter, bzw ihr als Paar bewältigen könnt und wollt.

Ich weiß nicht, ob es bei dir auch so ist, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Herausforderungen, die man selbst gewählt hat, ganz anders bewertet und bewältigt als die, die einem einfach aufgeladen wurden. Das Gefühl von Kontrolle und Autonomie läßt einen dann ganz anders da herangehen - positiver. Wenn man weiß "ich habe mich dafür entschieden, weil ich es so will, weil ich glaube, dass ich es schaffe".

Aber dafür muss man die Entscheidung erst mal treffen, und das ist alles andere als leicht. Ich kann nur wiederholen, nehmt euch Zeit dafür. Laßt die neuen Erkenntnisse in euch sacken, und geht in Gedanken die Möglichkeiten durch.
Egal für welchen Weg ihr entscheidet, beide werden ziemlich schwer. Es gibt leider keinen leichten mehr. und ihr müßt entscheiden, welchen ihr euch eher zutraut und gehen möchtet.

Lass weiter von Euch hören, ja?

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16. April 2011 um 15:14
In Antwort auf zelpha_11920064

Ja,
man könnte. Es geht nicht darum hier zu werten, wie schlimm ist eine Erkrankung, natürlich ist jedes KinD/Eltern mit Trisomie21, Hydrocephalus etc. stärker betroffen. Es geht darum ob die körperl. und geistige Gesundheit der Mutter Schaden nimmt, wenn ,man sie zum austragen zwingt. Deshalb gibt es diese Möglichkeit und es gibt auch keine Wochenbegrenzung. In NL kannst du regulär bis 22te in GB bis 25te abbrechen.

Jeder kann hier gerade gut rumreden, stell dir einfach mal vor wie es ist. 22 Wochen trägst du ein Kind, 22 Wochen wird dir gesagt, alles super und dann kommt so eine Diagnose! Weißt du was das für ein Schock ist, kannst du dir vorstellen das man sich fragt ob man das schafft, ob man dem Kind gerecht wird, mit den besonderen Anforderungen. Denkst du das dir die mitleidigen Blicke jeden Tag egal sind, glaubst du nicht das du dich dabei erwischen wirst anderen Kinder auf beide Hände zu starren und dir wünschen würdest du hättst auch so eins, weißt du wie belastend das für eine Ehe sein kann und komm mir jetzt nicht mit na wenn die Ehe stimmt
etc. pp.
Solltest du bei diesen Fragen keine Zweifel haben, dann habe ich Respekt, frage mich dann aber auch, ob Du sie ehrlich beantwortest oder dir was vormachst, bzw. dich nicht oin die Situation denken kannst. Und es ist leicht zu urteilen, beobachte dich doch einfach mal die nächsten Wochen wenn du auf behinderte/gehandicapte Menschen triffst und vollziehe mal deine ersten Gedanken bei diesen Begegnungen nach.
Außerdem ist immer noch nicht klar, ob das mit der Hand jetzt "einfach dumm gelaufen" ist oder ob es eil eines Syndroms ist. Diese Dinge klären sich in den nächsten Tagen, so eine FU Auswertung dauert halt und in dieser Zeit muss ich auch über Konsequenzen nachdenken, falls noch etwas schlimmeres sein sollte.

Es ist eine schwere Entscheidung
du triffst sie ja nicht nur für die Zukunft des Kindes, sondern auch für dich und deinen Mann bzw. für eure Ehe.

Ich glaube, dass auch diese anscheinend leichte Behinderung, Probleme verusachen kann. Da ist die andauernde Anpassung von neuen Protesen (die Kosten mit Sicherheit ein Haufen Geld) was sicherlich nicht gerade einfach ist. Du wirst wahrscheinlich mehr bei Ärzten rumsitzen.

Kindererziehung ist nicht einfach bei gesunden Kindern, wenn das Kind auch noch krank ist, wird es noch schwieriger. Auch sollte man sich nicht einreden, dass das Kind sich daran gewöhnt, weil es für sie "normal" ist. Sind wir ehrlich, es ist nicht normal und ich glaube nicht, dass das Kind es auch so sehen wird. Lass es mal in die Pubertät kommen, das wird nicht einfach und Kinder können grausam sein.

Gut die 22 Woche ist schon etwas weit, ist ja etwas mehr als die Hälfte, aber wenn du es nicht kannst, wenn du jetzt schon daran verzweifelst, hast du in meinen Augen alles Recht der Welt, DICH in den Vordergrund zu stellen.

Dein Leben, deine Entscheidung.

Saraa

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16. April 2011 um 15:19
In Antwort auf dorit_12362881

Kann man..
wegen soetwas in DEUTSCHLAND einen spätäbbruch machen????????????
ähm sorry ich will dich nicht beleidigen oder so aber ich würd nichtmal drann denken wegen sowas ein wunschkind abzutreiben hätte auch ehrlich gesagt nich gedacht das dass noch gehen würde
heut zu tage gibt es doch gute prothesen und selbst wenn nicht man kann doch nie für etwas garantieren... was ist denn wenn dein kind ein unfall hat mit 5-6 jahren und nich mehr laufen kann ? willste das dann auch nicht mehr ?
ich kanns einfach nicht nachvollziehen tut mir leid soll auch kein angriff sein, es ist deine / eure entscheidung, ihr müsst damit Leben... !!

@xlady1
es ist ja wohl ein Unterschied, ob man etwas nicht verhindern kann und zwangsläufig damit leben muss!!!

Oder ob man für sich noch die Entscheidung treffen kann, ob man gewillt ist damit zu leben!!

Dein Vergleich hinkt gewaltig.

Saraa

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16. April 2011 um 18:58


Hallo verzweifelt291. Dass du jetzt, nachdem du wirklich dachtest, dass dein Kind gesund ist, sehr enttäuscht und verzweifelt bist, ist wirklich verständlich. Bagattelisieren kann man diese Sorgen wirklich nicht. Es ist wirklich ganz normal, dass man sich ein perfekt gesundes wünscht. Aber das größte Problem bei Krisen ist immer, dass man plötzlich nur noch tunnelhaft sieht: nur in eine Richtung. Und die zeigt nur die furchtbaren Seiten des Problems. Plötzlich denkt man nur an die schlimmen Sachen, und gar nicht mehr an das, auf was man sich gefreut hat. Dein Kind wird schreien und lachen und spielen wie alle anderen. Darauf kannst du dich trotz der Dysmelie freuen.
Ich möchte jetzt keine Vergleiche ansetzen, aber ich bin fast taub geboren und die Ärzte meinten man müsste mich in eine Sonderschule stecken und mit dem Sprechen hatten sie auch immer ihre Bedenken.
Meine Eltern haben sich nichts daraus gemacht, mich nie anders behandelt wie meine Geschwister und mich nie bemitleidet ,weil es eben nichts zu bemitleiden gibt. Jeder Mensch hat ein Handicap. Der eine ist nicht so klug, der andere hat schwere Depressionen, der nächste ist extrem schüchtern usw. Das muss man sich mal bewusst machen. Nur weil ein Handicap offensichtlicher ist, bedeutet das nicht, dass es wirklich schlimmer ist als andere.
Dadurch dass sie nur das Gesunde in mir wahrgenommen haben, bin ich genauso geworden wie meine Geschwister. War auf einer normalen Schule und dann Uni (Psychologie) und hatte immer gute Noten und gute Freunde. Habe zwei Sprachen gelernt, usw. Natürlich ist eine hochgradige Schwerhörigkeit etwas anderes als eine verkrüppelte Hand, aber man wird auch oft blöd angeschaut und für dumm gehalten. Aber da muss man halt durch, man kann sich nicht alles Leiden ersparen im Leben.
Das ist doch der größte Fehler den Eltern oft machen: zu denken dass sie ihrem Kind alles Leiden ersparen müssen, und sie dadurch unfähig fürs Leben machen (oder es abtreiben). Die Kraft Probleme zu meistern hat man in dem Moment in dem man sie braucht. Aber es macht keinen Sinn sich davor schon verrückt zu machen, wegen Problemen die vielleicht (vielleicht auch nicht) kommen könnten.
Schau dir mal das an, das hilft mir in den kurzen Phasen in denen es weh tut, nicht genauso zu sein wie andere:
http://www.youtube.com/watch?v=XuIkrsdrJLY

Du und dein Mann ihr schafft das zusammen! Es ist doch wirklich normal dass ihr jetzt trauert. Aber das geht wieder vorbei, das versprech ich dir!
Fühl dich fest gedrückt


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16. April 2011 um 21:12

Nur Mut!
Hallo liebe Mutter,
keine Sorge, ich glaube, es wird alles gut. Ich habe eine Freundin, die auch nur mit einer Hand geboren wurde. Darüberhinaus wurde sie damals von ihren Eltern zur Adoption freigegeben und lebt nun bei Ihren Adoptiveltern. Ich kann nur sagen:
1. Sie ist so hüpsch, dass ihr die Männer scharenweise nachlaufen.
2. Mir ist das überhaupt nicht aufgefallen am Anfang, erst, als SIE mich darauf aufmerksam machte!
3. Sie ist unglaublich sportlich, hat den Schwarzgurt in Karate.
4. Sie kann praktisch alles und sagt selbst, dass sie keine Nachteile empfindet. Von Prothesen war nie die Rede.
5. Sie ist so etwas von lebenslustig, das ist wunderbar!
Keine Sorge, das wird gut!
Liebe Grüße!
Mafalda1366

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17. April 2011 um 20:11


Hallo,

erstmal muss ich sagen, ich bin mehr als schockiert das du aufgrund einer nicht erheblichen Behinderung ernsthaft darüber nachdenkst dein Baby abzutreiben
Du wolltest ein kerngesundes Kind haben, klar welche Eltern wollen das denn nicht??Aber aussuchen kann man es sich nunmal nicht, und nur weil eine Hand nicht ganz perfekt ist und der "norm" entspricht ist dein Kind trotzdem gesund-freu dich doch lieber darüber als nach Fehlern zu gehen!!!!!

Selbst unter der Geburt wie ja schon geschrieben wurde kann noch sooooooooooo viel passieren, und da gibts dann kein zurück mehr und och ja jetzt will ich es nicht mehr haben weil dies und das nicht passt!

Vielleicht reagiere ich auch so weil ich 2009 meinen Sohn in der 22ssw still zur Welt bringen musste, und gott weiß, ich hätte ihn lieber nur mit einer Hand bekommen als ihn zu verlieren!!

Aber das kann man wohl erst nachempfinden wenn einem selbst sowas passiert ist! Ich versichere dir, du wirst wenn du dein Baby abtreibst dein Leben nicht mehr froh. ( Und das schreib ich nicht weil ich gegen abtreibung bin, sondern weil DAS kein Grund ist ein sonst vollkommen gesundes Kind das Leben zu nehmen, nur weil man selbst damit nicht klar kommt!
Also bitte echt, habt ihr euch denn vorher mal über sowas Gedanken gemacht, wieviele Krankheiten ein Kind haben kann, bekommen kann? Nicht alles kann man vorhersehen und dann?? Was dann?? Geb ich mein Kind dann weg nur weil es evtl durch einen Unfall etc. nun nicht mehr so ist wie ICH es will?
Ich als Mutter kann dir sagen NEIN!!Mein Kind bleibt mein Kind, und solange es nicht leiden müsste würde ich um dieses kleine Leben kämpfen mit allem was ich habe!!

Du schreibst selbst würdest du es bei der Geburt erfahren wäre es anders-WARUM? Versteh ich echt nicht. Dann wäre es wohl KEIN Problem?
Und dieses, es gibt nur einen Falschen Weg, sorry aber dazu fällt mir nichts mehr ein. Wirklich nicht!!!!! Schlimm sowas!

Es tut mir leid, falls sich einige oder auch die TS durch meine etwas hart gewählten Worte angegriffen fühlen, ich will auch nicht provozieren, aber DAS was ich hier lese geht in mein Kopf nicht rein-NEIN nicht als Mama oder auch wie die TS selbst ist eine werdende Mama.

Und eins noch-NICHTS ist perfekt auf dieser Welt!!

Grüße July

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17. April 2011 um 21:01

Wenn der Fall dieses genanntem
Syndrom nicht der Fall ist, es gibt das Poland Syndrom was ähnliche Sympthome äußert. (http://www.orpha.net/consor/cgi-bin/OC_Exp.php?lng=DE&Expert=2911)

Meine Sis hat dies, sie ist jetzt 6. Ihre rechte Hand ist wirklich sehr klein geblieben. Sie ist in der 30 SSW ungefähr einfach nicht mehr gewachsen und sie kommt damit super zurecht. Klar gibt es auch mal schwere Tage aber sie ist so ein lebenslüstiges, hübsches, süßes, freundliches, aufgewecktes, hübsches, schlaues kleinen Mädchen. Wenn ihr mir vorstelle das sie nur aufgrund ihrer Hand gestorben wäre. Nicht auszumalen. Überlegt es euch gut. Die Kinder kommen mit solchen Behinderungen besser klar als man denkt.

Meine Sis sagt immer: "Das ist meine kleine Glückshand. Damit habe ich immer Glück, so wie Nemo mit seiner Glücksflosse"



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17. April 2011 um 21:53

An ALLE!
Danke für die Mails, zumindest die konstruktiven und damit meine ich jetzt nicht nur die, die mich nicht verurteilt haben.

Für diejenigen die in die Verurteilungsschiene gerutscht sind:
jeder kann seine Meinung haben und diese vertreten, aber der Ton macht immer noch die Musik

Ich denke es ist nicht hilfreich, wenn man in so einer Situation auch noch beschimpft wird. Stellt euch mal vor einer sehr engen Freundin oder vielleicht sogar eurem Kind wird es später so gehen. Haut ihr dann auch so drauf? Nur weil es nicht eurer Denke, Vorstellung von Moral, Ethik etc. entspricht?!

Mein Mann und ich waren uns von Anfang an im klaren, worüber wir sprechen sollte es "nur" bei der Diagnose bleiben. Uns war bewußt worüber wir nachdachten, uns war auch klar, dass wir überlegten ein ansonsten gesundes Kind abzutreiben. Aber auch wir sind nur Menschen! Und nach wie vor bin ich der Meinung man sollte keinen Menschen zu irgendetwas zwingen. Alle die ihren Moralfinger erhoben haben sollten auch mal überlegen, in was für einen Schock man da auf einmal kommt. Und das man nicht immer rational denkt auch wenn man denkt das man es tut!
Man kann das gut mit den Phasen der Trauer vergleichen:
1. Schockphase
2. Phase der aufbrechenden Gefühle
3. Phase des Suchens und sich Trennens
4. Phase der Neuorientierung

nur laufen alle Phasen parrallel ab, man kann das erstmal nicht ordnen. Deshalb schon mal an alle Verurteiler: es ist einfach den Finger zu erheben und zu urteilen, v.a. wenn man nicht in der Situation steckt, aber denkt ihr das solche Kommentare helfen, das sie konstruktiv sind und wem das egal ist, der sollte eigentlich nicht in einem Forum posten!

An diejenigen die sich die Mühe gemacht haben sich in mich reinzuversetzen, auch wenn es nicht jeder nachvollziehen kann. Wir machen uns morgen auf zu diesem Spezialisten in München, der Schnellbefund der Fruchtwasseruntersuchung war o.B. . Den Rest erfahre ich nach Ostern.

Wenn wirklich nichts anderes dazu kommen sollte, werden wir unsere kleine nicht loslassen können. Das hatte sich für mich schon recht schnell rauskristallisiert, war aber einfach noch unterdrückt von der Ohnmacht, Wut und dem Schock zu den 2-4% zu gehören, die halt Pech haben. Es ist auch wichtig sich Zeit zu nehmen und in sich rein zu hören, mit anderen zu sprechen, sich Input zu holen, das war wichitg für die Entscheidungsfindung.

Und es ist auch wichitg, zumindest in meinen Augen, das man die Möglichkeit hat, sich anders zu entscheiden, auch wenn jetzt gleich wieder ein Aufschrei durch die Moralfingermasse geht. Kein Mensch sollte zu etwas gezwungen werden, was er nicht möchte, wo er sich nicht reindenken kann, was er sich nicht zutraut. Wieviele Kinder werden vielleicht aus solchen Gründen misshandelt etc. und die sind meistens nicht behindert, sondern die Mütter sind "nur" überfordert. Ich wollte mir sicher sein, dass ich mich trotz der Diagnose auf mein Kind freuen kann und mir die Stärke zutraue auch die schweren Zeiten zu bewältigen und ich weiß nicht ob ich diesen Prozess so schnell für mich hätte handhaben können, wenn ich nicht beide Optionen durchdenken hätte können!
Sicherlich können die Mütter die erst im Kreißsaal davon erfahren, dies auch nicht tun und werden überrascht. Aber fragt sie mal wie es ihnen gegangen ist, in welches Loch sie gefallen sind, ab wann sie sich so richtig über ihre kleinen haben freuen können.
Wir haben uns jetzt aktiv und bewußt für dieses Kind entschieden und das wird uns in schwachen/schweren Momenten Kraft geben.

Also nochmal danke an die, die nicht gewertet haben auch wenn es vielleicht nicht nachvollziehbar war, an die die mit mir diese schweren Gedanken geteilt haben, es hat sehr geholfen. Die anderen können sich ihre Meinung auch auf den jetzigen Tread getrost sparen, es gibt halt nicht immer im Leben schwarz und weiß und nicht jeder Weg führt für jeden über eine gerade Straße zum Ziel.

Einen schönen Abend und ich berichte wie es in München war, ich hoffe alles wird gut.

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18. April 2011 um 9:39

Hey du
Ich kann da leider nicht viel zu sagen, außer, dass es jeder für sich entscheiden muss. Ich würds tun. Aber das hilft dir ja nicht. Denk mal an deinen Knopf, wenn er klein, 5/10/15 ist. Meinst du es beeinflusst sein Leben schlimm usw.

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18. April 2011 um 18:18
In Antwort auf zelpha_11920064

Ja alles "scheint" in Ordnung
wir reden hier nicht von hatte Pickel oder Zahnspange, wir reden von einer nicht therapierbaren Erkrankung. Ich kenne die These des Alles oder Nichts, aber der "Zufall" ist doch komisch, auch kann wenn man weiter ließt klar sein, das es Schäden in den Anlagen auslösen kann und wenn an der Hand, wo dann noch?!

Krankheit
Liebe Verzweifelte,

Du musst schon unterscheiden zwischen einer Krankheit und einer Fehlbildung. Eine Krankheit ist eine Fehlfunktion des Systems (des Körpers), meist verbunden mit Unwohlsein. Eine Fehlbildung ist eine Abweichung von der Normalität, in Deinem Fall jedoch ohne Auswirkung auf das System und das Wohlbefinden. Solange Du keine andere Diagnose hast, würde ich auch nicht davon ausgehen, dass da noch mehr ist.

Was Deine Ehe angeht: in guten wie in schlechten Zeiten, das war Euer Versprechen aneinander. Nehmt Euch einfach mal in den Arm und sprecht Euch Mut zu, anstatt Euch gegenseitig runterzuziehen. Das kann sehr heilsam sein, jedenfalls habe ich das so erlebt.

Weiter oben sagst Du, einige seien nicht besonders nett zu Dir gewesen. Du hast recht, das hilft keinem. Du musst aber auch bedenken, was Deine Beiträge hier auslösen. Du hast über eine Spätabtreibung nachgedacht, weil Deinem Kind die Hand fehlt. Das ist, gelinde gesagt, nicht besonders nett gegenüber Deinem Kind und sehr verletzend gegenüber jeder Frau, die eine Fehlgeburt hatte, die keine Kinder bekommen kann oder deren Kind behindert ist. Und es ist nicht gerade ermutigend für einen Behinderten, dem man damit indirekt sagt, dass er weniger wert ist. Man muss immer beide Seiten sehen und daher auch vorsichtig sein, wie man eine Frage stellt.

In dem Sinne wüsche ich Dir, dass Deinem Kind sonst nichts fehlt und Ihr Euch auf Eure Tochter freuen könnt.

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18. April 2011 um 21:17

Hallo,
ich habe gerade Deine Geschichte gelesen, und sie hat mich sehr berührt. Daraus, wie Du schreibst, kann man sehr gut nachvollziehen, wie verzweifelt Du warst/bist und wie unheimlich stark Du mit Dir selber ringst. Deine Ängste und Zweifel, finde ich, kann man aus Deinen Texten sehr gut herausspüren.

Es tut mir Leid, dass Du Dich hier im Forum von einigen unverstanden und angegriffen gefühlt hast. Leider passiert das in öffentlichen Foren immer wieder. Nicht jeder, der hier schreibt, hat das nötige Feingefühl.

Umso bewundernswerter finde ich, dass Du doch so sehr für Dein Kind kämpfst - trotz allem. Und dass Du in dieser kurzen Zeit seit der Diagnose innerlich schon so einen weiten Weg gegangen bist, dass Du jetzt schon bereit bist, das Kind mit seiner Behinderung anzunehmen.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass keine weiteren Schäden festgestellt werden, und dass Du Dein kleines Mädchen bedingungslos annehmen und lieben kannst.

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18. April 2011 um 22:14

Schock
Hallo habe grade deinen Eintag gelesen und es tut mir so Leid für deine Kleine das ich sogar obwohl ich dich nicht kenne weinen muss.
Es ist immer so ungerecht, da wünscht man sich schon vom ganzem Herzen ein Kind und man kann nie Wissen ob das Kind gesund oder krank auf die Welt kommt
Meine Sister hat auch alle Voruntersuchungen gemacht und als die Kleine dann da war wurde Krebs festgestellt. Chemo mit nochnichtmal einem Monat, die Welt kann so graußam sein, due Kinder können noch nicht Reden und werden bestrafft. Wenn Gott uns damit bestraffen möchte das wir irgendwann irgendetwas getan hab bitte aber nicht durch das Bany
Also ich kann dich gut verstehen, bin selber in der 18SSW und diese Untersuchungen stehen mir noch bevor, ehrlich ich könnte nicht sagen was ich machen würde und ich würde es auch keinem Wünsche

Ich hoffe das du für euch die richtige Entscheidung getroffen hast bzw. man weiß ja nicht was richtig oder falsch ist. Es tut mir nur so leid wenn ich sowas lese

Alles gute für die Zukunft. Hoffe das du dich mal meldest es würde mich sehr intressieren ob es deiner Kleinem gut geht

PS: ich glaub nicht das die Behinderung durch die Röntgenuntersuchung kommt, ich kenne Mädchen die starke Drogen in der SS genommen haben und dazu noch die Voruntersuchungen schleifen liesen, nicht nur das eine hat sogar wenns baby geboxt oder getreten hat zurück gehauen und sie hat gott sei dank ein gesundes Baby bekommen

Lg Regina und Baby an Bord 17 0

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24. April 2011 um 0:14
In Antwort auf zelpha_11920064

An ALLE!
Danke für die Mails, zumindest die konstruktiven und damit meine ich jetzt nicht nur die, die mich nicht verurteilt haben.

Für diejenigen die in die Verurteilungsschiene gerutscht sind:
jeder kann seine Meinung haben und diese vertreten, aber der Ton macht immer noch die Musik

Ich denke es ist nicht hilfreich, wenn man in so einer Situation auch noch beschimpft wird. Stellt euch mal vor einer sehr engen Freundin oder vielleicht sogar eurem Kind wird es später so gehen. Haut ihr dann auch so drauf? Nur weil es nicht eurer Denke, Vorstellung von Moral, Ethik etc. entspricht?!

Mein Mann und ich waren uns von Anfang an im klaren, worüber wir sprechen sollte es "nur" bei der Diagnose bleiben. Uns war bewußt worüber wir nachdachten, uns war auch klar, dass wir überlegten ein ansonsten gesundes Kind abzutreiben. Aber auch wir sind nur Menschen! Und nach wie vor bin ich der Meinung man sollte keinen Menschen zu irgendetwas zwingen. Alle die ihren Moralfinger erhoben haben sollten auch mal überlegen, in was für einen Schock man da auf einmal kommt. Und das man nicht immer rational denkt auch wenn man denkt das man es tut!
Man kann das gut mit den Phasen der Trauer vergleichen:
1. Schockphase
2. Phase der aufbrechenden Gefühle
3. Phase des Suchens und sich Trennens
4. Phase der Neuorientierung

nur laufen alle Phasen parrallel ab, man kann das erstmal nicht ordnen. Deshalb schon mal an alle Verurteiler: es ist einfach den Finger zu erheben und zu urteilen, v.a. wenn man nicht in der Situation steckt, aber denkt ihr das solche Kommentare helfen, das sie konstruktiv sind und wem das egal ist, der sollte eigentlich nicht in einem Forum posten!

An diejenigen die sich die Mühe gemacht haben sich in mich reinzuversetzen, auch wenn es nicht jeder nachvollziehen kann. Wir machen uns morgen auf zu diesem Spezialisten in München, der Schnellbefund der Fruchtwasseruntersuchung war o.B. . Den Rest erfahre ich nach Ostern.

Wenn wirklich nichts anderes dazu kommen sollte, werden wir unsere kleine nicht loslassen können. Das hatte sich für mich schon recht schnell rauskristallisiert, war aber einfach noch unterdrückt von der Ohnmacht, Wut und dem Schock zu den 2-4% zu gehören, die halt Pech haben. Es ist auch wichtig sich Zeit zu nehmen und in sich rein zu hören, mit anderen zu sprechen, sich Input zu holen, das war wichitg für die Entscheidungsfindung.

Und es ist auch wichitg, zumindest in meinen Augen, das man die Möglichkeit hat, sich anders zu entscheiden, auch wenn jetzt gleich wieder ein Aufschrei durch die Moralfingermasse geht. Kein Mensch sollte zu etwas gezwungen werden, was er nicht möchte, wo er sich nicht reindenken kann, was er sich nicht zutraut. Wieviele Kinder werden vielleicht aus solchen Gründen misshandelt etc. und die sind meistens nicht behindert, sondern die Mütter sind "nur" überfordert. Ich wollte mir sicher sein, dass ich mich trotz der Diagnose auf mein Kind freuen kann und mir die Stärke zutraue auch die schweren Zeiten zu bewältigen und ich weiß nicht ob ich diesen Prozess so schnell für mich hätte handhaben können, wenn ich nicht beide Optionen durchdenken hätte können!
Sicherlich können die Mütter die erst im Kreißsaal davon erfahren, dies auch nicht tun und werden überrascht. Aber fragt sie mal wie es ihnen gegangen ist, in welches Loch sie gefallen sind, ab wann sie sich so richtig über ihre kleinen haben freuen können.
Wir haben uns jetzt aktiv und bewußt für dieses Kind entschieden und das wird uns in schwachen/schweren Momenten Kraft geben.

Also nochmal danke an die, die nicht gewertet haben auch wenn es vielleicht nicht nachvollziehbar war, an die die mit mir diese schweren Gedanken geteilt haben, es hat sehr geholfen. Die anderen können sich ihre Meinung auch auf den jetzigen Tread getrost sparen, es gibt halt nicht immer im Leben schwarz und weiß und nicht jeder Weg führt für jeden über eine gerade Straße zum Ziel.

Einen schönen Abend und ich berichte wie es in München war, ich hoffe alles wird gut.

@verzweifelt
alles alles gute, aus erfahrung kann ich dir etwas frohmachendes sagen, mein mann hat eine kiefer-gaumenspalte, wir haben gesunde kinder und enkelkinder und opa ist der allerbeste wertvolle geachtete mensch,die welt wäre ohne ihn arm.
wir sind froh,dass er leben durfte und so vielen menschen gutes tut

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24. April 2011 um 21:52

Hallo verzweifelt
Ich habe aehnliches durchgemacht wie du. Falls du noch vor dieser Entscheidung stehst kannst du mir gerne eine PN schicken, ich kann dir dann meine erfahrungen, Gefuehle schreiben. Was das wirklich heisst fuer Schwangere.

Lg

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28. April 2011 um 19:16

@tayana 88


du schreibst was von unmenschlich, wer ist heut zu Tage noch Menschlich?
Die Frau ist verzeifelt und hat um Rat gebeten und nicht um Beleidigungen.
Ich kenne Menschen die bis nach der Geburt noch keine Mutterliebe entwickelt haben immer nur auf Partys gegen, Drogen nehmen und mit jedem Mann ins Bett hüpfen ohne mal ans Kind zu denken.

Ich finde die Mutter macht sich sorgen, weil die Welt (Kindergarten, Schule usw.) sehr grausam sein kann,
bist du Dick wirst du als Fette Sau beschimpft
bist du Dünn wirst du als Bohnestange beschimpft,
diese werdende Mutter hat sich Gedanken darüber gemacht ob sie und das Kind später damit klar kommt.


deine Aussage war böse

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28. April 2011 um 19:54
In Antwort auf olga_12692376

@tayana 88


du schreibst was von unmenschlich, wer ist heut zu Tage noch Menschlich?
Die Frau ist verzeifelt und hat um Rat gebeten und nicht um Beleidigungen.
Ich kenne Menschen die bis nach der Geburt noch keine Mutterliebe entwickelt haben immer nur auf Partys gegen, Drogen nehmen und mit jedem Mann ins Bett hüpfen ohne mal ans Kind zu denken.

Ich finde die Mutter macht sich sorgen, weil die Welt (Kindergarten, Schule usw.) sehr grausam sein kann,
bist du Dick wirst du als Fette Sau beschimpft
bist du Dünn wirst du als Bohnestange beschimpft,
diese werdende Mutter hat sich Gedanken darüber gemacht ob sie und das Kind später damit klar kommt.


deine Aussage war böse

Und bist Du perfekt
machen sie sich über Deinen Namen, Deine Frisur oder Deine Kleidung lustig. Sie finden immer was, wenn sie nur wollen. Demnach dürfte niemand mehr Kinder bekommen. Wenn die Menschheit dann ausstirbt, hätten wir tatsächlich viele Probleme gelöst.

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28. April 2011 um 20:15
In Antwort auf esmi_12120735

Und bist Du perfekt
machen sie sich über Deinen Namen, Deine Frisur oder Deine Kleidung lustig. Sie finden immer was, wenn sie nur wollen. Demnach dürfte niemand mehr Kinder bekommen. Wenn die Menschheit dann ausstirbt, hätten wir tatsächlich viele Probleme gelöst.

@ redpoll
nein ich sage nicht das ich perfekt bin, habe auch meine Fehler und sage ja auch nicht das ich perfekt aussehe
ich wurde früher auch beschimpft wg. meinen Namen, Aussehen usw. und manchmal bin ich damit nicht klar gekommen, hab ja auch gesagt das Menschen grausam sein können.
Aber warum soll diese Frau bestraft werden, weil sie nicht weiß was sie tun soll. In dieser Situation sollte keine Mutter stecken.
Ich spreche aus Erfahrung durch meine Nichte, kam auf die Welt mit Krebs, keiner konnte uns sagen ob sie überhaupt überlebt und was es für Nerven es gekostet hat, die ganzen Untersuchungen (Chemo) für Mutter und Kind

Ich bin ja auch gegen einen Abbruch, weil jeder die Chance auf Leben haben sollte. Ich finde nur manche Aussagen hart und unüberlegt

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28. April 2011 um 20:37
In Antwort auf olga_12692376

@ redpoll
nein ich sage nicht das ich perfekt bin, habe auch meine Fehler und sage ja auch nicht das ich perfekt aussehe
ich wurde früher auch beschimpft wg. meinen Namen, Aussehen usw. und manchmal bin ich damit nicht klar gekommen, hab ja auch gesagt das Menschen grausam sein können.
Aber warum soll diese Frau bestraft werden, weil sie nicht weiß was sie tun soll. In dieser Situation sollte keine Mutter stecken.
Ich spreche aus Erfahrung durch meine Nichte, kam auf die Welt mit Krebs, keiner konnte uns sagen ob sie überhaupt überlebt und was es für Nerven es gekostet hat, die ganzen Untersuchungen (Chemo) für Mutter und Kind

Ich bin ja auch gegen einen Abbruch, weil jeder die Chance auf Leben haben sollte. Ich finde nur manche Aussagen hart und unüberlegt

Ich habe ja nicht Dich persönlich gemeint
Nur erklärt, dass man nicht einen Makel haben muss, um verspottet zu werden, und der Makel deshalb nicht ein Grund ist, eine Abtreibung durchzuführen.

Ich kann Tayanas Entrüstung nachvollziehen. Sie hätte es netter sagen können, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich auch schockiert wäre, wenn jemand ein Kind wegen einer fehlenden Hand spätabtreiben würde.

Das mit Deiner Nichte ist schrecklich und ich hoffe sehr, dass sie die Sache gut und dauerhaft überstanden hat. Jedoch war in ihrem Fall ihr Leben in Gefahr, was natürlich sehr an den Nerven zehrt. Das Kind, worum es hier geht, ist aber gesund. Es hat lediglich eine Fehlbildung an der Hand.

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28. April 2011 um 21:48
In Antwort auf esmi_12120735

Ich habe ja nicht Dich persönlich gemeint
Nur erklärt, dass man nicht einen Makel haben muss, um verspottet zu werden, und der Makel deshalb nicht ein Grund ist, eine Abtreibung durchzuführen.

Ich kann Tayanas Entrüstung nachvollziehen. Sie hätte es netter sagen können, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich auch schockiert wäre, wenn jemand ein Kind wegen einer fehlenden Hand spätabtreiben würde.

Das mit Deiner Nichte ist schrecklich und ich hoffe sehr, dass sie die Sache gut und dauerhaft überstanden hat. Jedoch war in ihrem Fall ihr Leben in Gefahr, was natürlich sehr an den Nerven zehrt. Das Kind, worum es hier geht, ist aber gesund. Es hat lediglich eine Fehlbildung an der Hand.

@reboll
sorry hatte dich Missverstanden
Danke wir hoffen auch das meine Nichte es dauerhaft schafft
Also ich ehrlich gesagt wüsste auch nicht was in diesem Fall tun würde, man sagt die Mutterliebe kommt bei manchen früher und bei manchen erst bei der Geburt, ich hoffe natürlich das sie das Kind auch mit fehlender Hand lieben wir, aber sollte sie es nicht schaffen verurteile ich sie nicht. Es ihre Entscheidung und sie muss damit Leben können, man weiß nie was kommt.
Da war der Beitrag von der Mutter mit der 25. jährigen Tochter mit der schlimmen Diagnose nach der Geburt sehr gut, da sieht man das man auch ein Kind großziehen kann mit dieser Diagnose. Ausbildung geschafft und jetzt heiratez sie
Also egal wie die Entscheidung ausfällt, die Hoffnung stirbg zuletzt

Bist du auch schwanger?

Lg Regina

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28. April 2011 um 22:23
In Antwort auf olga_12692376

@reboll
sorry hatte dich Missverstanden
Danke wir hoffen auch das meine Nichte es dauerhaft schafft
Also ich ehrlich gesagt wüsste auch nicht was in diesem Fall tun würde, man sagt die Mutterliebe kommt bei manchen früher und bei manchen erst bei der Geburt, ich hoffe natürlich das sie das Kind auch mit fehlender Hand lieben wir, aber sollte sie es nicht schaffen verurteile ich sie nicht. Es ihre Entscheidung und sie muss damit Leben können, man weiß nie was kommt.
Da war der Beitrag von der Mutter mit der 25. jährigen Tochter mit der schlimmen Diagnose nach der Geburt sehr gut, da sieht man das man auch ein Kind großziehen kann mit dieser Diagnose. Ausbildung geschafft und jetzt heiratez sie
Also egal wie die Entscheidung ausfällt, die Hoffnung stirbg zuletzt

Bist du auch schwanger?

Lg Regina

Ich finds halt einfach schlimm
wenn die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind oder auch nur der Respekt gegenüber einer anderen Person von einer geringfügigen Behinderung wie dieser abhängig ist. Ich verstehe, dass der Umgang mit Schwerbehinderten schwierig ist, aber eine fehlende Hand gehört nicht dazu. Ich habe aber auch schon der Mutter gesagt, dass sie im Moment einfach geschockt ist. Ich bin überzeugt davon, dass sich das gibt und die Hand bald kein Problem mehr sein wird.

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11. Mai 2012 um 22:03
In Antwort auf zelpha_11920064

Ja alles "scheint" in Ordnung
wir reden hier nicht von hatte Pickel oder Zahnspange, wir reden von einer nicht therapierbaren Erkrankung. Ich kenne die These des Alles oder Nichts, aber der "Zufall" ist doch komisch, auch kann wenn man weiter ließt klar sein, das es Schäden in den Anlagen auslösen kann und wenn an der Hand, wo dann noch?!

Liebe verzweifelte,
ich weiß der thread ist schon ein Jahr alt, aber ich habe heute die gleiche Diagnose bekommen, kurz vor der FU.
Bei meinem Kind wurde zusätzlich noch ein White spot im Herzen festgestellt. ich bin aktuell in der 15 SSW und warte nun ab ( dauert noch ein paar Tage) was das Ergebnis bringt.
Ich habe auch schon ernsthaft über einen Abbruch nachgedacht, mir gingen die gleichen Gedanken druch den Kopf. ich weiß viele von euch können das nicht nachvollziehen, aber ich bin auch mit einer behinderten schwester (Down syndrom) aufgewachsen und das war alles andere als leicht und ich hab mir geschworen ich will nie ein behindertes Kind großziehen müssen, wenn ich die Wahl hätte. jetzt fühle ich etwas anders und stecke in einem emotionalen Zwiespalt....

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11. Mai 2012 um 22:53

Gesundes Kind
Hallo, ich weiß, wie Ihr Euch fühlt und verstehe das, wir haben das auch beim großen Organscreening erlebt. Natürlich wünscht man sich ein körperlich und geistig gesundes Kind, das ist ja ganz normal.

Heute bin ich Mutter eines eineinhalbjährigen Jungen mit Down-Syndrom und total glücklich mit dem süßen Kerl. Alle in unserer Familie - auch die, die ihre Not damit hatten - würden ihn um nichts in der Welt mehr anders haben wollen. Deshalb möchte ich Euch Mut machen, Euer Kind zu bekommen.

Wenn Euer Kleines Euch eines Tages in die Augen schauen darf und ihr seht, was alles Wunderbares in ihm steckt, dann werdet ihr froh sein, dass es da ist. Auch dann, wenn es keinen perfekten Körper hat und sein Händchen anders sind.Doch ehrlich: Wer oder was ist schon perfekt? Wir leben Gott sei Dank in einem Land, in dem man medizinisch sehr viel machen kann und auch viel Hilfe bekommt. Das wird auch in Eurem Fall so sein. Sicher, es ist schwieriger als man es sich gewünscht hat. Aber ich bin sicher, dass Ihr die Kraft dafür bekommt, das erlebe ich selbst immer wieder.

Ich wünsche Euch und Eurem Kind, dass Ihr Ja zu ihm sagen könnt, auch wenn es körperlich nicht "perfekt" ist. Alles Liebe
Claudia

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11. Mai 2012 um 23:02
In Antwort auf blaumissoni

Liebe verzweifelte,
ich weiß der thread ist schon ein Jahr alt, aber ich habe heute die gleiche Diagnose bekommen, kurz vor der FU.
Bei meinem Kind wurde zusätzlich noch ein White spot im Herzen festgestellt. ich bin aktuell in der 15 SSW und warte nun ab ( dauert noch ein paar Tage) was das Ergebnis bringt.
Ich habe auch schon ernsthaft über einen Abbruch nachgedacht, mir gingen die gleichen Gedanken druch den Kopf. ich weiß viele von euch können das nicht nachvollziehen, aber ich bin auch mit einer behinderten schwester (Down syndrom) aufgewachsen und das war alles andere als leicht und ich hab mir geschworen ich will nie ein behindertes Kind großziehen müssen, wenn ich die Wahl hätte. jetzt fühle ich etwas anders und stecke in einem emotionalen Zwiespalt....

Hallo blaumissoni
es ist gerade wie eine kleine Zeitreise die ich mache. Eine Reise in eine sehr schwere Zeit, eine Zeit voller Fragen, Ängste und noch vielem mehr. Zuallererst ich fühle mit dir, ich weiß ja leider wie schwer es ist/ war. Sicherlich überschlagen sich deine Gefühle momentan, es ist auch schwer in Worte zu fassen, was in den Tagen nach so einer Diangnose in einem abläuft.

Wir haben uns für unsere Tochter entschieden und ich bin sehr glücklich darüber.

Es ist sicherlich sehr schwierig für dich gerade zu sortieren, was du empfindest. da ist ein kleines Wesen in dir, noch gar nicht lange, du fühlst es vielleicht noch nicht mal und du musst dir schon über sehr schlimme Dinge gedanken machen. Ich kann nur sagen, als ich unsere Tochter das erste Mal sah und in den Armen hielt, war alles andere egal. Nur dieses Erlebnis hast du jetzt noch nicht, manchmal glaube ich, es wäre auch für uns besser gewesen, nichts zu wissen. Denn die Freude über die Schwangerschaft war dahin und die restliche Zeit geprägt von Ängsten, ob nicht doch noch was ist.
Ich habe mich gerade nur kurz in diese Herzdiagnose einlesen können, ich weiß nicht genau, was es bedeutet, was man da tun kann und ich kann dir auch schlecht einen Rat geben. Diesen Weg muss leider jeder allein für sich gehen, sicherlich sind deine Überlegungen auch geprägt von deinen Erfahrungen, wie es ist neben/mit einem behinderten Kind aufzuwachsen.
Und ja es ist nicht leicht, es ist auch oft traurig, wir haben eine Megasüße Tochter, aber sie hat ein Handicap. Ich kann sehr gut verstehen, wenn man sich die Frage stellt, ob man die Kraft dafür hat. Ich will dir da jetzt auch keine geschönten Aussagen geben, ich möchte meine Tochter nicht mehr missen und wenn ich mir vorstelle wir hätten uns gegen sie entschieden...

Vielleicht ist es auch besser du schreibst mir eine PN, falls das geht, da können wir uns unter uns ausstauschen?
Hast du denn Menschen die jetzt für dich da sind?
Wie geht es dem Papa? Was für Reaktionen bekommt ihr/ du von Familie/ Freunden? Habt ihr Hilfe, wir waren direkt nach der diangnose zu einem Kriseninterventionsgespräch bei Pro Familia, das hat geholfen, Gedanken zu sortieren und auch das da jemand war, der einen nicht kannte und einem nur gut zuredete, vielleicht ist das ja auch was für euch?

Ich denke an dich und freue mich von dir zu hören.

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12. Mai 2012 um 3:55
In Antwort auf zelpha_11920064

Hallo blaumissoni
es ist gerade wie eine kleine Zeitreise die ich mache. Eine Reise in eine sehr schwere Zeit, eine Zeit voller Fragen, Ängste und noch vielem mehr. Zuallererst ich fühle mit dir, ich weiß ja leider wie schwer es ist/ war. Sicherlich überschlagen sich deine Gefühle momentan, es ist auch schwer in Worte zu fassen, was in den Tagen nach so einer Diangnose in einem abläuft.

Wir haben uns für unsere Tochter entschieden und ich bin sehr glücklich darüber.

Es ist sicherlich sehr schwierig für dich gerade zu sortieren, was du empfindest. da ist ein kleines Wesen in dir, noch gar nicht lange, du fühlst es vielleicht noch nicht mal und du musst dir schon über sehr schlimme Dinge gedanken machen. Ich kann nur sagen, als ich unsere Tochter das erste Mal sah und in den Armen hielt, war alles andere egal. Nur dieses Erlebnis hast du jetzt noch nicht, manchmal glaube ich, es wäre auch für uns besser gewesen, nichts zu wissen. Denn die Freude über die Schwangerschaft war dahin und die restliche Zeit geprägt von Ängsten, ob nicht doch noch was ist.
Ich habe mich gerade nur kurz in diese Herzdiagnose einlesen können, ich weiß nicht genau, was es bedeutet, was man da tun kann und ich kann dir auch schlecht einen Rat geben. Diesen Weg muss leider jeder allein für sich gehen, sicherlich sind deine Überlegungen auch geprägt von deinen Erfahrungen, wie es ist neben/mit einem behinderten Kind aufzuwachsen.
Und ja es ist nicht leicht, es ist auch oft traurig, wir haben eine Megasüße Tochter, aber sie hat ein Handicap. Ich kann sehr gut verstehen, wenn man sich die Frage stellt, ob man die Kraft dafür hat. Ich will dir da jetzt auch keine geschönten Aussagen geben, ich möchte meine Tochter nicht mehr missen und wenn ich mir vorstelle wir hätten uns gegen sie entschieden...

Vielleicht ist es auch besser du schreibst mir eine PN, falls das geht, da können wir uns unter uns ausstauschen?
Hast du denn Menschen die jetzt für dich da sind?
Wie geht es dem Papa? Was für Reaktionen bekommt ihr/ du von Familie/ Freunden? Habt ihr Hilfe, wir waren direkt nach der diangnose zu einem Kriseninterventionsgespräch bei Pro Familia, das hat geholfen, Gedanken zu sortieren und auch das da jemand war, der einen nicht kannte und einem nur gut zuredete, vielleicht ist das ja auch was für euch?

Ich denke an dich und freue mich von dir zu hören.

Liebe verzweifelte
leider weiß ich nicht wie man hier eine PN versendet.
es wäre sehr toll wenn du mir unter sunnystar88@yahoo.de eine Email senden könntest. Liege grad wach und warte auf morgigen den Termin bei meinem Frauenarzt (der mir leider noch nicht das weitere Ergebnis sagen wird). Sind bei euch noch weitere Syndrome/ Krankheiten dazu gekommen oder hat es sich "nur" um einen isolierten defekt an der Hand gehandelt? Wie waren bei euch die Behandlungsmöglichkeiten/ Protesenmöglichkeiten an der Hand? Ich komme aus dem Raum MUC.
Würde mich über eine PN per Email sehr freuen.

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24. September 2012 um 20:31
In Antwort auf julyeen511


Hallo,

erstmal muss ich sagen, ich bin mehr als schockiert das du aufgrund einer nicht erheblichen Behinderung ernsthaft darüber nachdenkst dein Baby abzutreiben
Du wolltest ein kerngesundes Kind haben, klar welche Eltern wollen das denn nicht??Aber aussuchen kann man es sich nunmal nicht, und nur weil eine Hand nicht ganz perfekt ist und der "norm" entspricht ist dein Kind trotzdem gesund-freu dich doch lieber darüber als nach Fehlern zu gehen!!!!!

Selbst unter der Geburt wie ja schon geschrieben wurde kann noch sooooooooooo viel passieren, und da gibts dann kein zurück mehr und och ja jetzt will ich es nicht mehr haben weil dies und das nicht passt!

Vielleicht reagiere ich auch so weil ich 2009 meinen Sohn in der 22ssw still zur Welt bringen musste, und gott weiß, ich hätte ihn lieber nur mit einer Hand bekommen als ihn zu verlieren!!

Aber das kann man wohl erst nachempfinden wenn einem selbst sowas passiert ist! Ich versichere dir, du wirst wenn du dein Baby abtreibst dein Leben nicht mehr froh. ( Und das schreib ich nicht weil ich gegen abtreibung bin, sondern weil DAS kein Grund ist ein sonst vollkommen gesundes Kind das Leben zu nehmen, nur weil man selbst damit nicht klar kommt!
Also bitte echt, habt ihr euch denn vorher mal über sowas Gedanken gemacht, wieviele Krankheiten ein Kind haben kann, bekommen kann? Nicht alles kann man vorhersehen und dann?? Was dann?? Geb ich mein Kind dann weg nur weil es evtl durch einen Unfall etc. nun nicht mehr so ist wie ICH es will?
Ich als Mutter kann dir sagen NEIN!!Mein Kind bleibt mein Kind, und solange es nicht leiden müsste würde ich um dieses kleine Leben kämpfen mit allem was ich habe!!

Du schreibst selbst würdest du es bei der Geburt erfahren wäre es anders-WARUM? Versteh ich echt nicht. Dann wäre es wohl KEIN Problem?
Und dieses, es gibt nur einen Falschen Weg, sorry aber dazu fällt mir nichts mehr ein. Wirklich nicht!!!!! Schlimm sowas!

Es tut mir leid, falls sich einige oder auch die TS durch meine etwas hart gewählten Worte angegriffen fühlen, ich will auch nicht provozieren, aber DAS was ich hier lese geht in mein Kopf nicht rein-NEIN nicht als Mama oder auch wie die TS selbst ist eine werdende Mama.

Und eins noch-NICHTS ist perfekt auf dieser Welt!!

Grüße July

Stimme ich voll zu
Ich weiß ist schon älter.

Aber ich kann nicht verstehen warum man wegen einer nicht so Hübschen Hand sein Kind abtreiben möchte. Es gibt eine Falschen Weg ganz klar.

Auf der anderen Seite wenn das jetzt schon so ist tut mir die kleine schon leid bei einer Mutter die ihr Kind nur Perfekt liegt

echt traurig sowas

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25. September 2012 um 10:11

Mein Sohn kam mit eine Fehlbildung zu Welt.
Hallo verzweifelt291, ich wollte dir nur kurz meine Geschichte erzählen.

Mein Freund und ich hatten unser baby geplant und alles hat sehr schnell geklappt. Wir haben bei der Entscheidung ein Kind zu bekommen sofort aufgehört zu rauchen, ich habe Folsäure genommen und mich sehr gesund ernährt. Ich war 17 und er 21. Die Ärzte meinten es könnte nichts passieren, ich wäre zu Jung und ich hätte so gut wie kein Risiko, erst wenn ich 35+ Jahre wäre und noch kein Kind hätte könnte ich mir ein bisschen sorgen machen.
Naja, ca. in der 22 Woche habe ich erfahren das unser Sohn mit eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte zu Welt kommen wird und natürlich war ich mir noch nicht sicher ob er noch etwas haben könnte, eine Fruchtwasseruntersuchung wollte ich nicht machen.
Am 16.02.2010 kam unser Sohn mit eine einseitige LKG-Spalte.
Mittlerweile ist er 2 1/2 Jahre alt und hat schon 3 OPs hinter sich (die erste mit 4 Monate, die letze in März 2012), doch ich kann dir sagen das ich es NIE bereut habe mein Sohn zu bekommen. Ich kann mir meinem Leben gar nicht mehr ohne ihn vorstellen. ich habe schon lange vergessen das er eine Spalte hat bzw. hatte.
Wenn du möchtest, kannst du mir eine PN senden und ich sende dir unser Blog, da sind Bilder usw. ist zwar auf spanisch, aber kannst du sehen, das alles das was uns als Mutter sorgen macht, ist danach nicht so schlimm.
ich weiß das du nicht die gleiche Situation hast wie es bei mir war, doch es ist auch eine Fehlbildung, ob Hand, Mund, Fuß.. und glaub mir, es ist nicht so schlimm.
Mein Kind muss auch zu Logopäden, er hat ein zahn weniger, er muss noch ein paar mal mehr Operiert werden..doch er ist ein sehr glückliches Kind und ich natürlich eine sehr glückliche Mutter.

ich wünsche dir VIEL KRAFT! Es war für mich auch erstmal ein shock und wusste nicht genau was ich machen sollte, doch als ich ihn zu ersten mal gesehen habe war alles vergessen.

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25. September 2012 um 13:36


ähm, also nur weil ein paar finger fehlen, denkst du ernsthaft über eine spätabtreibung nach? obwohl es wahrscheinlich ansonsten vollkommen gesund ist und auch noch ein wunschkind ist?
bei einer geistigen behinderung könnte ich es ja noch nachvollziehen, da so ein kind niemals selbstständig leben können wird... aber nur wegen einer hand?

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25. September 2012 um 13:44

Oh mein Gott
Ich würde sogar ein Kind mit nur einem Arm austragen. Das macht es doch auch zu etwas Besonderem oder nicht? Auch wenn es schlimm ist, aber es ist kein Weltuntergang. Bin geschockt, wie man bei sowas an eine Abtreibung denken kann!

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25. September 2012 um 13:59
In Antwort auf an0N_1293272399z

Oh mein Gott
Ich würde sogar ein Kind mit nur einem Arm austragen. Das macht es doch auch zu etwas Besonderem oder nicht? Auch wenn es schlimm ist, aber es ist kein Weltuntergang. Bin geschockt, wie man bei sowas an eine Abtreibung denken kann!

Schon passé
hab grad erst gesehen, dass der thread schon steinalt ist
also vergebene liebesmüh

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25. September 2012 um 19:32

Weiß jemand was da raus kam?
Also wegen fehlenden fingern eine spätabtreibung überhaupt in betracht zu ziehen ist ja ... ach, ich habe dafür kein verständnis. Gibt doch wesentlich schlimmeres. Aber zumindest äußert sie sich darüber. Wenn man so liest, dass 95% eine spätabtreibung auf grund des down syndroms und 90% auf grund des turner syndroms vornehmen lassen, irgendwie müssen sich diese zahlen ja zu dem ergebnis bilden.

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25. September 2012 um 19:49

Sie hat das Baby bekommen
und ist glücklich mit dieser Entscheidung

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30. September 2012 um 12:28

Der Tread ist schon über 1jahr alt
Hallo an alle, ich bin etwas verwundert, warum diese Diskussion hier wieder in Gang kommt. Aber egal.
Für alle "neuen", wir haben unsere Tochter bekommen und sind sehr glücklich.
Aber es steht meiner Meinung nach, immer noch keinem zu, derart zu werten, der noch nicht in einer solchen Situation war.

Nur mal ein paar kleine Beispiele aus dem Alltag. Wir wurden in dem ganzen Jahr erst einmal angesprochen was mit unserer Tochter ist. Ansonsten wird blöd geschaut und geschwiegen. Wenn wir es dann irgendwann selber ansprechen, fragen viele nach der Ursache, weil sie nicht begreifen können oder wollen, das so was auch einfach mal passiert. Ich wurde von Fachärzten nach Drogen und Alkoholmissbrauch gefragt!!!! Gerade die müssten es besser wissen. Und wenn die noch in solchen Kategorien denken, dann tuts der kleine Mann auf der Straße auch. Man wird schon stigmatisiert. Man muss sich gegen Ärzte wehren, die gleich das Skalpell wetzen wollen. Wir haben sehr schwer einen Krippenplatz gefunden und uns fadenscheinige Ausreden angehört... Die liste ist endlos.

Man braucht also ein verdammt dickes Fell. Dies hätte ich vielleicht nicht, wenn ich/ wir damals zu einer Entscheidung gezwungen worden wären.
Es wird immer Leute geben, die das nicht verstehen können, aber so ist es halt. Wir freuen uns jeden Tag über unsere kleine/ große und das ist alles was zählt.

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30. September 2012 um 19:42

Darüber habe ich nicht mehr erfahren
Aber gemäss Ultraschall fehlte der Kleinen eine Hand. Dabei wird's wahrscheinlich geblieben sein. Ich habe nur mal einen Beitrag der Mutter gelesen, wo sie sagte, sie habe das Kind bekommen, es habe zwar eine kleine Behinderung, aber sie liebe es über alles (so in der Art).

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30. September 2012 um 22:44


Ich finde es toll, dass ihr die Kleine behalten habt! Auch wenn es sicherlich nicht einfach ist, die Liebe Eurer Tochter wird alles vielfach entlohnen!
Ich wünsche Euch alles Gute für eine wundervolle Zukunft!!!

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12. Oktober 2012 um 9:32

Hallo Verzweifelt...
Ich kann Deine Gedankengänge vor einem Jahr total nachvollziehen.
Denn ich war diese Woche beim Feinultraschall und es wurde bei unsem Würmchen festgestellt, dass ein Unterschenkel kürzer als der andere ist (3,2cm zu 2,7cm). Zudem zeigt der Fuss des kürzeren Beines steil nach oben, berührt aber nicht das Schienbein (Klumpfuss). Gestern hatte ich noch eine Fruchtwasseruntersuchung - jetzt müssen wir warten.

Auch ich habe die Gedanken daran, daß Würmchen zu behalten - oder eben nicht und bitte verurteilt mich nicht dafür. Ich denke jeder der in so einer Sitation ist kann das ein wenig nachvollziehen.
Ich habe mich in der Frühschwangerschaft auch nicht so verhalten, wie man dies als Schwangere machen sollte, aber ich wusste genauso wie du auch nicht, dass ich schwanger war - da es auch ungeplant war!
Das ist gerade eine sehr belastende Situation und weiss auch nicht ob ich damit umgehen kann und was alles auf uns zu kommt, wenn der Kleine erstmal da ist.
Meine Vater hat mir gleich dazu geraten es abzutreiben. Ich bin ja jung und kann noch viele gesunde Kinder bekommen.
Dann die Gedanken der Arztbesuche, die Qualen für das Würmchen - die Frage ob es jemals richtig laufen kann...

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12. Oktober 2012 um 12:40
In Antwort auf Ludira

Hallo Verzweifelt...
Ich kann Deine Gedankengänge vor einem Jahr total nachvollziehen.
Denn ich war diese Woche beim Feinultraschall und es wurde bei unsem Würmchen festgestellt, dass ein Unterschenkel kürzer als der andere ist (3,2cm zu 2,7cm). Zudem zeigt der Fuss des kürzeren Beines steil nach oben, berührt aber nicht das Schienbein (Klumpfuss). Gestern hatte ich noch eine Fruchtwasseruntersuchung - jetzt müssen wir warten.

Auch ich habe die Gedanken daran, daß Würmchen zu behalten - oder eben nicht und bitte verurteilt mich nicht dafür. Ich denke jeder der in so einer Sitation ist kann das ein wenig nachvollziehen.
Ich habe mich in der Frühschwangerschaft auch nicht so verhalten, wie man dies als Schwangere machen sollte, aber ich wusste genauso wie du auch nicht, dass ich schwanger war - da es auch ungeplant war!
Das ist gerade eine sehr belastende Situation und weiss auch nicht ob ich damit umgehen kann und was alles auf uns zu kommt, wenn der Kleine erstmal da ist.
Meine Vater hat mir gleich dazu geraten es abzutreiben. Ich bin ja jung und kann noch viele gesunde Kinder bekommen.
Dann die Gedanken der Arztbesuche, die Qualen für das Würmchen - die Frage ob es jemals richtig laufen kann...

Hallo Ludira,
Ich kann dich sehr gut verstehen weil ich auch der 16 SSW erfahren habe, dass mein Baby eine Fehlbildung - bis auf einen unbeweglichen Daumenstummel keine Finger und verkürzte Mittelhandknochen haben wird. Zudem wurde noch ein Herzfehler diagnostiziert und Verdacht auf Down Syndrom.
Bei weiteren Untersuchungen konnte zumindest Downsyndrom und der Herzfehler ausgeschlossen werden. Meine Gedanken kreisten natürlich auch um eine Abtreibung, aber unsere Kleine ist halt ein Wunschkind und ich hatte wirklich alle Vitamine, Folsäure etc eingenommen und es war trotzdem eine Laune der Natur dass sowas passiert. Man darf sich da nicht selbst verurteilen, das übernehmen leider immer wieder andere unsensible Mitmenschen die einen sehr mit unbedachten Bemerkungen verletzten, ob man denn Drogen oder irgendwelche Medikamente genommen hat oder zuviel Alkohol getrunken hätte etc.

Den Kommentar mit "du bist noch jung du musst das Kind nicht behalten" kenn ich auch. ABER DU alleine musst wissen ob du die Kraft hast dein Baby auch mit der Fehlbildung an dem Beinchen/ Füsschen grosszuziehen oder nicht. Ich bin aktuell in 38+1 und die Geburt steht unmittelbar bevor. Keiner kann uns sagen ob ausser der Hand nicht doch noch eine andere Fehlbildung oder Syndrom dahinter steckt. Die Schwangerschaft war/ist auch sehr belastet mit Zweifel und Bangen und ich konnte sie leider nicht wirklich geniessen.

Ich hoffe, dass du die richtige Entscheidung für dich triffst und dass dich vorher trotzdem mit einem Kinderchirurgen, der auf sowas spezialisiert ist berätst, was es denn in dem Fall deines Babys machbar ist damit es später ein normal Leben führen kann.

Lass dir auf jeden Fall Zeit mit deiner Entscheidung und lass dich nicht zu einer Abtreibung überreden.

Ich wünsche dir viel Kraft!



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12. Oktober 2012 um 13:23
In Antwort auf blaumissoni

Hallo Ludira,
Ich kann dich sehr gut verstehen weil ich auch der 16 SSW erfahren habe, dass mein Baby eine Fehlbildung - bis auf einen unbeweglichen Daumenstummel keine Finger und verkürzte Mittelhandknochen haben wird. Zudem wurde noch ein Herzfehler diagnostiziert und Verdacht auf Down Syndrom.
Bei weiteren Untersuchungen konnte zumindest Downsyndrom und der Herzfehler ausgeschlossen werden. Meine Gedanken kreisten natürlich auch um eine Abtreibung, aber unsere Kleine ist halt ein Wunschkind und ich hatte wirklich alle Vitamine, Folsäure etc eingenommen und es war trotzdem eine Laune der Natur dass sowas passiert. Man darf sich da nicht selbst verurteilen, das übernehmen leider immer wieder andere unsensible Mitmenschen die einen sehr mit unbedachten Bemerkungen verletzten, ob man denn Drogen oder irgendwelche Medikamente genommen hat oder zuviel Alkohol getrunken hätte etc.

Den Kommentar mit "du bist noch jung du musst das Kind nicht behalten" kenn ich auch. ABER DU alleine musst wissen ob du die Kraft hast dein Baby auch mit der Fehlbildung an dem Beinchen/ Füsschen grosszuziehen oder nicht. Ich bin aktuell in 38+1 und die Geburt steht unmittelbar bevor. Keiner kann uns sagen ob ausser der Hand nicht doch noch eine andere Fehlbildung oder Syndrom dahinter steckt. Die Schwangerschaft war/ist auch sehr belastet mit Zweifel und Bangen und ich konnte sie leider nicht wirklich geniessen.

Ich hoffe, dass du die richtige Entscheidung für dich triffst und dass dich vorher trotzdem mit einem Kinderchirurgen, der auf sowas spezialisiert ist berätst, was es denn in dem Fall deines Babys machbar ist damit es später ein normal Leben führen kann.

Lass dir auf jeden Fall Zeit mit deiner Entscheidung und lass dich nicht zu einer Abtreibung überreden.

Ich wünsche dir viel Kraft!



@blaumissoni
danke für deine lieben worte...

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