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2 oder 3 Jahre Elternzeit

1. Juli 2005 um 19:29 Letzte Antwort: 2. Juli 2005 um 14:06

Hallo an alle werdenden Mamis

mich würde mal interessieren, wofür ihr Euch entschieden habt.
Mir gehen diese Gedanken darüber nicht mehr aus dem Kopf, weil mein Chef das schon langsam wissen müsste, wie lange ich jetzt weg bleibe.

Bei zwei Jahren dachte ich mir, muss das Kind ja in eine Krippe. Da mein Chef mich nur ganztags brauchen kann, kostet das 1. mal so viel, dass es sich wahrscheinlich nicht rechnet. Würde ja dann nur arbeiten gehen, um die Krippe zu finanzieren, zumal meine Arbeit 50 km (einfach) von zu Hause weg ist. Und zum 2. könnte ich glaube ich nicht mein Kind schon nach zwei Jahren ganztags abgeben.

Und wenn ich drei Jahre zu Hause bleibe, müsste ich danach mein Kind auf jeden Fall ganztags in einen Kindergarten bringen. Ist das nicht zu lange für ein 3-jähriges Kind? Den ganzen Tag? Und was ist, wenn ich doch drei Jahre zu Hause bleibe, mein Partner in der Zeit den Job verliert? Seine Firma baut nämlich ganz schön die Stellen ab.

Oh je... so viele Gedanken.

Wie macht ihr das finanziell? Ich habe auch nicht die Möglichkeit das Kind an Verwandte abzugeben.

Mittlerweile bin ich für drei Jahre. Aber dann denke ich schon wieder weiter... Dann komme ich nach drei Jahren wieder, und habe von meiner Arbeit keine Ahnung mehr. Bin dann wie eine "neue". Mit meinem Chef habe ich schon mal darüber geredet, und er meinte, ich könnte gerne einen Tag die Woche (auf 400,-- EUR-Basis) reinkommen, um den Kontakt/Bezug eben nicht ganz zu verlieren. Und mein Freund würde dann (wenn sein Chef zusagt, Montags dann zu Hause bleiben)

Was ist denn, wenn das Kind später in die Schule geht? Schule ist doch meistens um 13 Uhr zu ende? Muss ich dann spätestens halbtags ran? Und wie gesagt... was ist wenn mein Partner seinen Job verliert? Sozialhilfe?

Vielleicht geht es einem von Euch genauso... Oder kann mir da einer von Euch eine Entscheidungsstütze sein?

Liebe Grüße
Dani (21. Woche)

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1. Juli 2005 um 20:02

Hallo
Ich weiß ja nicht, wo du arbeitest und wie es woanders ist, aber im öffentlichen Dienst gibt's da klare Regelungen.
Man kann erstmal eine gewisse Zeit angeben und dann mehrmals verlängern. Es dürfte also kein Problem sein, erstmal 2 Jahre zu nehmen und dann ggf. noch 1 Jahr dranzuhängen. Bei uns ist es auch so, dass man ein Recht auf Teilzeitarbeit hat. Außerdem darfst du in der Erziehungszeit eine gewisse Stundenzahl arbeiten.
Ich hab nur das Gefühl, dass dein Chef dir seine Interessen als deine eigenen unterjubeln will. Natürlich ist er nicht begeistert, wenn seine Leute verschwinden und er nicht langfristig planen kann. Er muss an sein Geschäft denken. Aber für dich sind jetzt ganz andere Dinge wichtig.
Du kannst gar nicht so weit im Voraus planen. Hast du die Möglichkeit, dich in deiner Firma (oder was auch immer) an einen Betriebsrat zu wenden? Die können dir sicher helfen.
LG Flauschi

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1. Juli 2005 um 20:08
In Antwort auf svana_12919543

Hallo
Ich weiß ja nicht, wo du arbeitest und wie es woanders ist, aber im öffentlichen Dienst gibt's da klare Regelungen.
Man kann erstmal eine gewisse Zeit angeben und dann mehrmals verlängern. Es dürfte also kein Problem sein, erstmal 2 Jahre zu nehmen und dann ggf. noch 1 Jahr dranzuhängen. Bei uns ist es auch so, dass man ein Recht auf Teilzeitarbeit hat. Außerdem darfst du in der Erziehungszeit eine gewisse Stundenzahl arbeiten.
Ich hab nur das Gefühl, dass dein Chef dir seine Interessen als deine eigenen unterjubeln will. Natürlich ist er nicht begeistert, wenn seine Leute verschwinden und er nicht langfristig planen kann. Er muss an sein Geschäft denken. Aber für dich sind jetzt ganz andere Dinge wichtig.
Du kannst gar nicht so weit im Voraus planen. Hast du die Möglichkeit, dich in deiner Firma (oder was auch immer) an einen Betriebsrat zu wenden? Die können dir sicher helfen.
LG Flauschi

Danke für Deine Antwort....
Ich arbeite beim Anwalt als Anwaltsfachangestellte. Also kein Betriebsrat oder öffentlicher Dienst.

Nein, er will das deswegen jetzt schon wissen, weil wir zusammen ja eine neue für mich suchen, und die muss ja wissen, ob sie mich eben zwei oder drei Jahre vertreten muss.

Aber meine Gedanken drehen sich eh eher um das finanzielle und eben des schlechten Gewissens zwecks

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1. Juli 2005 um 20:20
In Antwort auf smle_12060346

Danke für Deine Antwort....
Ich arbeite beim Anwalt als Anwaltsfachangestellte. Also kein Betriebsrat oder öffentlicher Dienst.

Nein, er will das deswegen jetzt schon wissen, weil wir zusammen ja eine neue für mich suchen, und die muss ja wissen, ob sie mich eben zwei oder drei Jahre vertreten muss.

Aber meine Gedanken drehen sich eh eher um das finanzielle und eben des schlechten Gewissens zwecks

Hallo???
Eine SS-Vertretung muss IMMER damit rechnen, dass sich noch was ändert. Sie wird dann halt erstmal für 2 Jahre eingestellt mit der Aussicht auf Verlängerung. Das sollte auch bei einem Anwalt kein Problem sein. So ein Fuchs!
Wann und wie du weiter arbeitest solltest du dann entscheiden, wenn du weißt, wie es mit deinem Partner weitergeht und wie du deinen Zwerg unterbringen kannst und willst.
Das größere Problem für deinen Chef würde entstehen, wenn du 3 Jahre nimmst und aus finanziellen Gründen früher wieder anfangen müsstest. Dann hätte die Vertretung einen Vertrag über 3 Jahre. Und dann?
Es ist für dich jetzt noch nicht absehbar. Basta!
Denk an dich und deine kleine Familie!
LG Flauschi

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1. Juli 2005 um 20:26
In Antwort auf svana_12919543

Hallo???
Eine SS-Vertretung muss IMMER damit rechnen, dass sich noch was ändert. Sie wird dann halt erstmal für 2 Jahre eingestellt mit der Aussicht auf Verlängerung. Das sollte auch bei einem Anwalt kein Problem sein. So ein Fuchs!
Wann und wie du weiter arbeitest solltest du dann entscheiden, wenn du weißt, wie es mit deinem Partner weitergeht und wie du deinen Zwerg unterbringen kannst und willst.
Das größere Problem für deinen Chef würde entstehen, wenn du 3 Jahre nimmst und aus finanziellen Gründen früher wieder anfangen müsstest. Dann hätte die Vertretung einen Vertrag über 3 Jahre. Und dann?
Es ist für dich jetzt noch nicht absehbar. Basta!
Denk an dich und deine kleine Familie!
LG Flauschi

Ok..
... und was kostet so eine Kindergrippe so für den ganzen Tag? Nach drei Jahren im Kindergarten wäre doch schon güstiger oder?

Und ist ganztags nicht doch bisserl zu viel?
Gruß Dani

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1. Juli 2005 um 20:42
In Antwort auf svana_12919543

Hallo???
Eine SS-Vertretung muss IMMER damit rechnen, dass sich noch was ändert. Sie wird dann halt erstmal für 2 Jahre eingestellt mit der Aussicht auf Verlängerung. Das sollte auch bei einem Anwalt kein Problem sein. So ein Fuchs!
Wann und wie du weiter arbeitest solltest du dann entscheiden, wenn du weißt, wie es mit deinem Partner weitergeht und wie du deinen Zwerg unterbringen kannst und willst.
Das größere Problem für deinen Chef würde entstehen, wenn du 3 Jahre nimmst und aus finanziellen Gründen früher wieder anfangen müsstest. Dann hätte die Vertretung einen Vertrag über 3 Jahre. Und dann?
Es ist für dich jetzt noch nicht absehbar. Basta!
Denk an dich und deine kleine Familie!
LG Flauschi

Hab noch was gefunden.
Da du mit Gesetzen zu tun hast, kannst du sicher auch selbst nachsehen.
Hier ein Auszug aus dem BErzGG 15-21:
"ArbeitnehmerInnen müssen die Elternzeit, wenn sie unmittelbar nach der Geburt des Kindes oder nach der Mutterschutzfrist beginnen soll, spätestens 6 Wochen vor Beginn (...) schriftlich vom Arbeitgeber verlangen.
Die Eltern müssen müssen sich nur für zwei Jahre ab Beginn der Elternzeit festlegen, nicht für die gesamten drei Jahre. Diese schriftliche Anmeldung ist bindend.
(...)
Während der Elternzeit ist eine Erwerbstätigkeit bis zu 30 Stunden wöchentlich zulässig.
Eltern, die zwischen 15 und 30 Wochenstunden in Teilzeit arbeiten möchten, müssen dies dem Aebeitgeber spätestens 8 Wochen vor der geplanten Aufnahme der Teilzeittätigkeit schriftlich mitteilen. Die Mitteilung muss die gewünschte Aufteilung der Arbeitszeit enthalten
Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit besteht, wenn
-der Arbeitgeber i.d. Regel mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt,
-der Arbeitnehmer im Betrieb länger als 6 Monate angestellt ist,
-die gewünschte Teilzeit mindestens drei Monate andauertund einen Umfang zw. 15 und 30 Wochenstunden hat,
-die Absicht auf Teilzeitarbeit mind. 8 Wochen vor der Elternzeit schriftlich mitgeteilt wurde,
-keine dringenden betrieblichen Gründe entgegenstehen

Puuh! Ich hoffe, das hilft dir weiter.
LG Flauschi

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1. Juli 2005 um 20:46
In Antwort auf smle_12060346

Ok..
... und was kostet so eine Kindergrippe so für den ganzen Tag? Nach drei Jahren im Kindergarten wäre doch schon güstiger oder?

Und ist ganztags nicht doch bisserl zu viel?
Gruß Dani

Da musst du
die einzelnen Einrichtungen abklappern.
Die Preise sind unterschiedlich. Krippen sind natürlich etwas teurer.

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1. Juli 2005 um 21:18

Job
bei mir ist es ähnlich

aus meiner arbeit wurde eine rückkehrerin regelrecht rausgeekelt

ihr wurde die stelle freigehalten, ihre vollzeitstelle wohlgemerkt, als aber ihre stelle mit halbtagsarbeit + überstunden ihrerseits nicht auszufüllen war, wurde sie abgesägt

dh wenn ich zurückkehre, ist meine vollzeitstelle da, aber ich werde wohl nur halbtags gehen wollen , mit kind

und daher wird es wohl ein anderer job sein als jetzt

die meisten firmen sind sowieso eher kinderfeindlich statt freundlich
aber am allermeisten sind es die weiblichen Kollegen, die die feindlichkeit in die welt tragen (evt. pers. Frust?)

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2. Juli 2005 um 14:06
In Antwort auf tivoli_12460190

Job
bei mir ist es ähnlich

aus meiner arbeit wurde eine rückkehrerin regelrecht rausgeekelt

ihr wurde die stelle freigehalten, ihre vollzeitstelle wohlgemerkt, als aber ihre stelle mit halbtagsarbeit + überstunden ihrerseits nicht auszufüllen war, wurde sie abgesägt

dh wenn ich zurückkehre, ist meine vollzeitstelle da, aber ich werde wohl nur halbtags gehen wollen , mit kind

und daher wird es wohl ein anderer job sein als jetzt

die meisten firmen sind sowieso eher kinderfeindlich statt freundlich
aber am allermeisten sind es die weiblichen Kollegen, die die feindlichkeit in die welt tragen (evt. pers. Frust?)

Die weiblichen Kollegen...
interessant, interessant...

ich beschaeftige mich beruflich ein wenig mit dem Thema und es ist immer wieder bemerkenswert, wie sehr sich Frauen selbst im Wege stehen. Man kann sich ja mal ueberlegen, wer das Wort "Rabenmutter" benuzt, das sind in den seltesten Faellen Maenner oder Arbeitgeber.

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