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2 Kinder und schwanger, schaffe ich das??

20. Juli 2008 um 12:30

Hallo, ich habe zwei Söhne 6 und 2 Jahre alt, es ist schwierig stressig aber zu schaffen und die beiden sind meine größten Schätze dieser Welt! Mit dem Vater verstehe ich mich nicht gut, hatte gerade ernsthaft über eine Trennung nachgedacht und nun bin ich schwanger. Jetzt weiß ich nicht was ich machen soll. Ob ich das schaffen kann? Den großen zur Schule bringen und wieder abholen, Hausaufgaben machen, kochen, aufräumen, putzen, einkaufen, Wäsche waschen, dazwischen der zweijährige der leicht hyperaktiv ist, nachts kein Auge zukriegen weil das Baby schreit, trotzdem morgens wieder auf der Matte stehen um wieder den großen zur Schule zu bringen, das Baby hat womöglch Drei-Monats-Koliken, danach bekommt es Zähne, zwischendurch ist es dann mal krank.... Wer hat sowas durchgemacht und kann mir sagen wie man das schaffen kann, gibt es Hilfe für solche Situationen? Ich habe Angst das ich die Kraft nicht dafür aufbringen kann, das ich einen Nervenzusammenbruch bekomme, das ICH völlig auf der Strecke bleibe, aber wenn ich an Abtreibung denke fange ich an zu heulen... Meine Eltern würden auch nicht hinter mir stehen, sie finden zwei Kinder schon eins zu viel und wollen das ich wieder arbeite, vielleicht würden sie den Kontakt zu mir abbrechen aus lauter Enttäuschung. mein Vater hat nach dem zweiten Kind 1,5 Jahre nicht mehr mit mir geredet...

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20. Juli 2008 um 13:39

Hsllo Tanja!
Auch wenn ich vom Prinzip her nicht gegen Abtreibung bin, würde ich dir raten, auf gar keinen Fall abzutreiben, da durch Dich glaube ich innerlich zu sehr dagegen streubst, und dann ist das nie die Richtige Entscheidung.
Ein neues kind bedeutet natürlich erst mal sehr, sehr viel Stress, aber wenn man einsieht und zugeben kann, dass es vielleicht grade einfach zu viel ist, gibt es Hilfe.
In schweren Fällen kannst du z.B.eine Haushaltshilfe ect. besorgen.
Aber ich glaube, was dir vor allem helfen würde ist von dem Drang, weg zu kommen, alles perfekt machen zu müssen!
Man muss sich Lösungen überlegen. Musst du den großen wirklich jeden Tag selber zur Schule bringen? Gibt es keinen Bus (ich bin auch seit meinem 7. Lebensjahr immer Bus und Bahn gefahren, davor haben wir woanders gewohnt, bin ich gelaufen... meine Geschwister auch, es hat niemandem von uns geschadet, im Gegenteil), oder gibt es vielleicht Fahrgemeinschaften mit anderen Müttern?
Gibt es die Möglichkeit, dein ind vielleicht 1-2 mal in der Woche über Mittag in der Schule zu lassen (da brauch man auch kein Schlechtes gewissen haben!!), um ein wenig ruhe für dich zu haben?
Muss die Wohnung immer perfekt aufgeräumt sein oder stört es wirklich jemanden, wenn man 1-2 Tage nicht alles 100% sauber ist? (nicht glänzend rein heißt ja noch lange nicht schmutzug!)
Wenn du diesen ganzen Druck von dir nimmst, erscheint vielleicht auch das neue Kind gar nicht so schwer!

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20. Juli 2008 um 15:08

Liebe Tanja!
Deine Einstellung zu Deiner SS klingt absolut negativ...
Du malst Dir bereits das schlimmste aus. Sämtliche Eventualitäten von Nervenzusammenbruch bis Drei-Monats-Koliken werden in Betracht gezogen.

Du kennst Dich selbst am allerbesten und wirst wissen warum Du Dir solche Gedanken machst. Du hast bereits Kinder, Du sprichst also aus Erfahrung!

Die Beziehung zwischen Dir und Deinem Mann steht ebenfalls unter einem schlechten Stern, der nächste Negativ-Aspekt!!

Gäbe es evtl. noch eine Chance für Eure Beziehung?
Falls nicht würde ich jetzt die ganze Energie in Deine
Kids stecken. Die haben Deine ganze Aufmerksamkeit verdient, grade wenn eine Trennung ins Haus steht.

Dass Du bei dem Gedanken an eine Abtreibung heulen mußt ist ganz normel. Das mußte ich auch öfter. Trotzdem habe ich den Eingriff nie bereut und auch keine psych. Probleme deswegen!!

Viel Glück für Deinen weiteren Weg!!

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20. Juli 2008 um 20:14

Tanja79
Hallo Tanja79,
vielen Dank für Deine offenen Zeilen. Aus ihnen spricht tiefe Verzweiflung. Diese kann ich nachvollziehen. 2 Kinder zu haben ist stressig. Und daß Dich da die Panik packt, wenn sich jetzt das 3. Kind angemeldet hat ist verständlich.Du beschreibst das Leben mit 3 Kindern sehr realistisch. Du befindest Dich gerade zusätzlich noch im Streß, denn wenn man über eine Trennung nachdenkt, ist dies ein zusätzlicher Streßfaktor, der Dich umwirft. Aber es freut mich, daß Du Deine 2 Kinder nicht als Klotz am Bein empfindest, sondern als Deine größten Schätze, die Du auf der Welt hast. Und da solltest Du Dich nicht von der Angst, es nicht zu schaffen ins Boxhorn jagen lassen. Und ich glaube es wäre ein Boxhorn. denn Du heulst schon jetzt, wenn Du nur an den Gedanken der Abtreibung denkst. Verabschiede Dich getrost davon, er würde Dich nur um einen 3. Schatz bringen. Unabhängig davon, wie sich die Beziehung zu dem Vater der Beiden entwickelt. Denn wer Tränen um sein ungeborenes Kind heult, der wird auch einen gangbaren Weg für sich mit diesem Kind finden. Zum einen ist es so, daß man als 3fache Mutter unendlich viel Routine hat. Was einem beim 1. Kind aus der Bahn geworfen hat, daß ist jetzt ein routinierter Handgriff. Unterschätze diesen Erfahrungsschatz nicht.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Du Dir Hilfe schaffen kannst.
Und es ist wichtig, daß Du Dir Hilfe schaffst. Mir ist einmal aufgefallen, daß eine Drillingsmutter hier wesentlich ruhiger durchs Leben gehen konnte, als eine Zwillingsmutter. Die Drillingsmutter hat alle Hilfen die sich boten angenommen, die Zwillingsmutter meinte alles selbst schaffen zu müssen. Auch hatte sie einen sehr hohen Anspruch an die Sauberkeit in der Wohnung. Aber kein Kind leidet darunter, wenn die Fenster selten geputzt werden.
Du kannst vermutlich beim Jugendamt eine Erziehungshilfe oder eine Haushaltshilfe oder eine Tagesmutter beantragen. Dies wäre Dir sicher für den Anfang eine große Hilfe bis sich alles eingespielt hat. Dann wäre das Horrorgespenst Nervenzusammenbruch, oder daß Du auf der Stecke bleibst schon einmal ausgeräumt.
Es ist nicht wichtig, was Deine Eltern über eine 3. Schwangerschaft denken, auch wenn es sicher schmerzhaft ist solche Erfahrungen zu machen wie nach Deinem 2. Kind. Denn mit den körperlichen und psychischen möglichen Folgen einer Abtreibung (www.vor-abtreibung.de,Knopf Risiko) stehst Du dann vermutlich alleine da.
Eine Bekannte von mir hat dies so gelöst:
- Sie bekam innerhalb 2,5 Jahre 4 Kinder ( durch Zwillinge)
- Der Mann arbeitete am anderen Ende Deutschlands
-Sie ließen täglich eine Schülerin (die kriegt nicht allzuviel Geld)
kommen für die Zeit des Abendessens und während die Kinder ins Bett gebracht wurden.
-Einmal in der Woche blieb dann die Schülerin als Babysitter da, und die Mutter hatte frei. Konnte mal ins Schwimmbad gehen, oder wonach ihr halt war. Frei von Windeln und Babygeschrei. Dieser freie Abend hat sie beflügelt. Auf den lebte sie zu und er gab ihr wieder Kraft eine neue Woche durchzustehen.
Was noch eine andere Möglichkeit ist, da Du von Deinen Eltern keine Hilfe erwarten kannst, sind Ersatz-Großeltern. Da kannst Du mal in Eurer Zeitung inserieren. Es gibt immer wieder mal ältere Menschen, die sich Enkel wünschen und keine haben, und die übernehmen so einen Job unentgeltich und gerne.
Wenn Du mal über alle Ängste mit jemand reden willst, dann kannst Du Dich unter www.profemina melden.
LG Itemba

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