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2 Fehlgeburten innerhalb eines Jahres...

29. Juni 2007 um 21:11

Hallo!

Ich heisse Monique und bin fast 27 Jahre alt. Dies ist meine Geschichte...

Im November 2003 kam mein Sohn Lukas kerngesund zur Welt. Für meinen Mann und mich war immer klar, dass Lukas kein Einzelkind bleiben soll. So wurde ich also im Januar 2006 wieder schwanger. Die Freude war groß, an eine Fehlgeburt hätte ich nie gedacht. Dennoch hatte ich irgendwie das Gefühl das irgendwas nicht stimmt, von Anfang an.

Als ich dann in der 8. Woche Blutungen bekam, machte ich mich auf den Weg ins Krankenhaus, denn es war Wochenende und meine Gyn war nicht erreichbar. Im Krankenhaus sagte mir die Ärztin völlig nüchtern und trocken, dass das Herz des Kindes nicht mehr schlägt. Sie hatte die Ausschabung auf den nächsten Tag angesetzt.

Ich fühlte mich körperlich gut, seelisch allerdings grausam. Ich musste ständig weinen, konnte nicht verstehen, warum ausgerechnet ich eine Fehlgeburt habe. Im Krankenhaus wurde ich wie Luft behandelt, völlig kalt und ohne jegliches Einfühlungsvermögen. Ich lag mit Schwangeren und Wöchnerinnen auf einer Station! Keiner konnte meinen Kummer verstehen...

Als ich später entlassen wurde, wollte ich von Schwanger sein und Kinder kriegen erst einmal nichts mehr wissen.. Gut ein halbes Jahr später, wurde der Wunsch nach einem zweiten Kind wieder größer. Doch ich versteifte mich wohl zu sehr darauf schwanger zu werden. Es klappte nicht. Ich rechnete mir immer die fruchtbaren Tage aus..

Erst als ich dies nicht mehr tat. wurde ich prompt wieder schwanger, im Dezember 2006. Ich freute mich, war aber auch sehr ängstlich. Als ich in der 7. Woche wieder Blutungen bekam, verordnete mir meine Gyn Bettruhe bis zur nächsten Untersuchung. Soweit kam ich garnicht mehr. Die Blutungen wurden stärker und ich musste wieder ins Krankenhaus. Dort hiess es dann Verdacht auf Eileiterschwangerschaft. Man sagte mir, dass das Kind in mir definitiv tot ist, man nur nicht wüsste, wo es genau liegt.. Da der HcG wert nicht mehr gestiegen ist, wurde dann zwei Tage später eine Ausschabung gemacht..

Dies ist nun 4 Monate her, und ich kann noch immer nicht wirklich damit abschliessen, weil es für mich immernoch unfassbar ist. Ich wünsche mir nach wie vor sehnlichst ein zweites Kind. Wem ist es genauso oder ähnlich ergangen? Wer wurde nach mehreren Fehlgeburten komplikationslos schwanger und brachte ein gesundes Kind zur Welt? Ich würde mich sehr über Eure Antworten freuen.

MfG Monique

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3. Juli 2007 um 22:49

2 Fehlgeburten
kurz hintereinander hatte ich auch. Meine 1. FG war im Oktober 2006, die zweite dann im Februar 2007. Ich habe schon eine Tochter, geboren 2003. Auch wir wünschen uns ein zweites Kind. Leider bin ich bis heute noch nicht wieder schwanger geworden. Bei mir wurde eine Gelbkörperhormonschwäche festgestellt. Der FA verschrieb mir Utrogest. Mal sehen, ob es bald wieder klappt und hoffentlich dann 9 Monate bei mir bleibt. Auch Dir wünsche ich alles Gute und das es bald klappt.
Gruß
Windelwinni

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5. Juli 2007 um 11:19

2 Fehlgeburten
Hey Monique!


Ich kann deine unfassbare Geschichte sehr gut nach empfinden.Mir ging es leider genauso.Hatte 2006 im April und im Oktober ne Fehlgeburt.Bin nie darüber weg gekommen.Deshalb bin ich jetzt den Schritt gegangen mich hier im Forum anzumelden.Da mich zu Hause keiner verstehen kann.Bei mir ist die letzte Ausscharbung jetzt 8 Monate her und es ist für mich so als wäre es erst gestern.Jede Schwangere die ich sehe gehe ich aus dem Weg da ich Wut und Traurigkeit sofort empfinde.Meine Gedanken sind dann nur warum die warum nicht ich?Das kann mir keiner sagen es heißt nur immer Ursache nicht feststellbar.Na super bringt mir nicht viel.Jetzt ist die Angst so groß das ich vor einer neuen Entäuschung zuviel Angst habe und es deshalb nicht ausprobiere obwohl wir uns ein Kind wünschen.Zu dem muß ich dazu sagen das ich auch noch eine Endometriose habe und die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden noch gerringer ist.War heute noch mal zur Kontrolle bei der FÄ da ich am 12.06 eine Bauchspiegelung hatte wegen der Endometriose.Die meinte entweder jetzt sofort oder es ist zu spät.Ich weiß nicht was ich machen soll?Ich hoffe es klappt bei dir bald denke ganz fest an dich.Laß dich umarmen.Drücke dir die Daumen.Würde mich auf eine Antwort von dir freuen lg.vonni

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14. Juli 2007 um 14:11
In Antwort auf maja_12965145

2 Fehlgeburten
Hey Monique!


Ich kann deine unfassbare Geschichte sehr gut nach empfinden.Mir ging es leider genauso.Hatte 2006 im April und im Oktober ne Fehlgeburt.Bin nie darüber weg gekommen.Deshalb bin ich jetzt den Schritt gegangen mich hier im Forum anzumelden.Da mich zu Hause keiner verstehen kann.Bei mir ist die letzte Ausscharbung jetzt 8 Monate her und es ist für mich so als wäre es erst gestern.Jede Schwangere die ich sehe gehe ich aus dem Weg da ich Wut und Traurigkeit sofort empfinde.Meine Gedanken sind dann nur warum die warum nicht ich?Das kann mir keiner sagen es heißt nur immer Ursache nicht feststellbar.Na super bringt mir nicht viel.Jetzt ist die Angst so groß das ich vor einer neuen Entäuschung zuviel Angst habe und es deshalb nicht ausprobiere obwohl wir uns ein Kind wünschen.Zu dem muß ich dazu sagen das ich auch noch eine Endometriose habe und die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden noch gerringer ist.War heute noch mal zur Kontrolle bei der FÄ da ich am 12.06 eine Bauchspiegelung hatte wegen der Endometriose.Die meinte entweder jetzt sofort oder es ist zu spät.Ich weiß nicht was ich machen soll?Ich hoffe es klappt bei dir bald denke ganz fest an dich.Laß dich umarmen.Drücke dir die Daumen.Würde mich auf eine Antwort von dir freuen lg.vonni

Hallo Vonni
Ich musste so weinen, als ich Deinen Beitrag gelesen habe, Du triffst den Nagel auf den Kopf, genauso, wie Du schreibst, geht es auch mir gefuehlsmaessig. Und gerade im Moment gibt es hier in Barcelona an jeder Ecke ne Schwangere. Es ist schrecklich. Mein Mann versteht mich auch nicht, er wird nur wuetend, wenn ich weine. Und wenn ich auf der Strasse, am Bus, in der Metro, am Strand oder auf der Arbeit eine Schwangere sehe, weine ich sofort und alle Leute gucken mich an, als waere ich verrueckt, die wissen ja nicht warum ich ploetzlich wie aus dem Nichts weine. Und wenn ich diese Schwangeren, die gluecklich laechelnd ihren dicken Bauch vor sich herrollen und streicheln und den werdenden Papa beinahe zwingen, mal Hand und Ohr ranzuhalten, damit auch jede, die schon 2 Babys verloren hat, sieht dass sie so gluecklich ist mit ihrem Bauch und dass bei ihr, meistens haessliche, versnobbte Puten, alles so toll ist und gut geht, wenn ich so was sehe, dann fange ich sofort an zu Heulen wie ein Gespenst und gucke diese Schwangere nur noch tief tieg boese an. Wenn Blicke toeten koennten, dann gaebe es in meinem Umkreis keine Frauen mehr mit dicken Babybaeuchen. Ich weiss, dass das dumm ist, die koennen ja auch nix dafuer, was mir passiert ist, aber es tut so schrecklich weh, dieses Getue und Getaetschel und Gelaechel und Gestreichel zu sehen und immer wieder so unsanft an das eigene Schicksal erinnert zu werden.
Ich wuerde mich ganz doll freuen, wenn Du Lust haettest, Dich weiter mit mir darueber zu unterhalten, ich finde, das hilft schon sehr, sich zusammen austauschen zu koennen und zusammen weinen zu koennen.
Sarah

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7. Oktober 2009 um 23:13

Hallo
Hallo Monique,
ich kann dich sehr gut verstehen.
Ich bin zwar erst 23 Jahre alt, wir wünschen uns aber trotzdem sehnlichst ein Kind.
Im Mai 2008 hatte ich meine erste Fehlgeburt, nun vor 2 Wochen die zweite.
Beide Krankenhausaufenthalte habe ich änlich wie du erlebt. Die Schwestern und Ärzte wissen meistens nicht wie man sich danach fühlt.
Ich habe vor der zweiten Fehlgeburt meinen Gynäkologen gewechselt. Ich wurde jetzt an ein Institut für Humangenetik überwiesen, da keine Ursachen feststellbar waren.
Es ist zwar nach 2 Fehlgeburten ungewöhnlich, aber villeicht solltest du deinen Gyn auch darauf ansprechen.

Ich wünsche dir und alles anderen die dieses Schicksal teilen Alles Gute und gebt die Hoffnung nicht auf, denn diese stirbt ja bekannterweise zuletzt.
Lg
Denise

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10. Oktober 2009 um 12:40

...
Ich kann sehr gut nachvollziehen wie es Dir erging. Im Januar 2009 wurde ich das erste mal schwanger. Ich wusste nicht so richtig ob ich mich auf das Kind freue soll, oder nicht. Zu viele Ängste schossen mir durch den Kopf ... ich bin zwar schon 22, aber ich wusste nicht ob ich mir ein Kind zumuten wurde. Trotzdem ging ich mehr wie genug zum Frauenarzt, nur um zu sehen ob das kleine Herzchen noch schlägt. Ich sah es immer schlagen und freute mich, dass der Frauenarzt sagte, dass alles in Ordnung sei. Nur er drängte mich, unbedingt ein erst Trimester Screening zu machen, jedoch nannte er mir nie einen Grund, warum ich das machen sollte. Ich meine, in meiner Familie und in der Familie meines Freundes kam es nie vor, dass ein Kind mit Down Syndrom zur Welt kam. Ich fragte ihn immer wieder, warum ich das machen sollte, er meinte immer nur, dass wäre eine Vorsorgeuntersuchung um zu wissen ob alles in Ordnung ist. Aber der Arzt meinte immer, es sei alles in Ordnung. Dadurch, dass er mich zu dieser Untersuchung drängte (ich hatte das Gefühl das er sich an mich nur bereichern will) wechselte ich den Frauenarzt. Meine neue Ärztin war geschockt, als sie Ultraschall machte. Mein Kind hatte etwas auf dem Kopf (vermutlich das Gehirn) und keine Arme und Beine. Ich war geschockt. Gerade jetzt hatte ich mich doch damit angefreundet, schwanger zu sein und Nachwuchs zu bekommen. Sie meinte auch, dass der Frauenarzt das hätte schon ewig sehen müssen.
Und dann? Am 06. April 2009 die Abtreibung. Man ging es mir schlecht, ich konnte es gar nicht wahr haben, dass nun alles vorbei sein soll .... ist der Traum nun wie eine Seitenblase geplatzt. Auch mein Freund lies das alles andere als kalt, er litt beinahe mehr wie ich .... Dann im Juni dieses Jahr, mein Freund drängte mich zum Frauenarzt zu gehen. Er meinte Tage vorher bereits, dass meine Haus so anders ausschaut, ich doch nie leichte Pickel habe ... Ich schob das allerdings auf den ganzen psysischen Stress den ich hatte ... Ich mein, Anzeichen einer Schwangerschaft waren ja au nicht da. Aber er hatte es im Gefühl .... also lies ich mich überreden und wir gingen zusammen zum FA damit er Ruhe gibt ... und was war dann? Die Frauenärzte gratulierte mir ... "Herzlichen Glückwunsch, Sie stehen vor der 9. Woche!" .... ??????? Ich wusste nicht ob ich auf den Stuhl sitzen bleiben soll oder mich nach hinten lehnen soll ... mein Freund hatte Recht ... nun bin ich in der 23. SSW und ich muss sagen, ich hatte ungemein Ängste sowas wiederzuerleben .... ich habe die Ängste immer noch ... immer wenn ich keine Bewegungen spüre, könnte ich durchdrehen ...

Ich glaube Frauen, die eine Fehlgeburt erlitten haben, sind immer ein gebranntes Eisen, egal ob sie wieder schwanger wurden und noch sind, oder auch nicht. Aber trauer nicht mehr zu viel ... das beeinflußt den Wunsch wieder schwanger zu werden und dann klappt vielleicht gar nichts mehr ... versuche immer schön dran zu bleiben

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