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2. Fehlgeburt in der 5. SSW

8. Oktober 2006 um 19:00

Bin neu hier im Forum und hoffe hier vielleicht ein wenig neue Hoffnung zu bekommen. Ich bin 25 Jahre alt und hatte letzten Dienstag die zweite FG innerhalb eines Jahres. Beide FG fanden recht früh, in der fünften SSW statt, d.h. ich wußte es noch nicht lange. Beim zweiten Mal habe ich fast schon damit gerechnet. Trotzdem ist es unheimlich schwer für mich. Ich hatte es dieses Mal wohlweislich niemandem außer meinem Freund erzählt und kann auch wie schon beim ersten Mal mit niemandem darüber reden. Ich habe das Gefühl helfen kann mir ja eh niemand.Der FA macht jetzt schon einige Untersuchungen, die man ja eigentlich erst nach drei Aborten in Folge macht, netterweise, da er weiß, wie belastend dieser Zustand der Ungewissheit über die Ursachen sein kann.Ich habe solche Angst keine Kinder bekommen zu können, ein Kind war schon sehr früh mein größter Wunsch.Nachdem vor ziemlich genau einem Jahr mein Vater tödlich verunglückte,war die Nachricht von der ersten SSW irgendwie sehr tröstlich für mich. Dann kam die erste FG und nun am errechneten Geburtstermin des ersten Kindes die zweite Fg. Habe im Moment das Gefühl, das Schicksal gönnt mir keinen Lichtblick.Noch eine FG würde ich nicht verkraften, glaube ich. Im Moment geht es mir innerlich sehr schlecht, funktioniere jedoch weiter wie immer. Mittwoch ist auch noch der erste Todestag meines Vaters, habe das Gefühl, mir wird`s alles zuviel.






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8. Oktober 2006 um 22:49

Ich verstehe Dich ...
Hallo mm2510,

ich drücke Dich zuerst einmal ... Es tut mir wahnsinnig Leid was Dir passiert ist und ich kann Dich auch sehr gut verstehen.
Ich habe vergangenes Jahr im Mai meinen Daddy verloren, er war alles für mich. Vor 2 Wochen musste ich dann auch noch meinen kleinen Krümmel hergeben. Es wollte einfach nicht leben ... ich war in der 8. SSW. Ich habe geheult ohne Ende und keiner konnte mir helfen. So wie auch Du, habe ich es niemandem erzählt ... ich wollte es einfach nicht. Zum einen sollte die SS ein Überraschung für alle sein sollte ... und nun???
Ich habe mir auch gedacht ... mir wird kein Glück gegönnt. Alles, dass was ich liebte, wurde mir genommen. Jedoch hat mir mein Freund sehr viel geholfen und nun kann ich auch schon wieder etwas positiver denken. Wir werden auch irgendwann glücklich sein ... es braucht alles Zeit und Deine beiden Krümmel sind immer bei Dir und Dein Dad wird auch immer bei Dir sein, auf Dich aufpassen und ebenso auch auf Dein Baby ... das auch Du sicher haben wirst.
Ich weiß, dass es schwer ist ... nach vorne zu schaun, aber wir müssen stark sein.

LG

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9. Oktober 2006 um 20:29
In Antwort auf ilodie_12291181

Ich verstehe Dich ...
Hallo mm2510,

ich drücke Dich zuerst einmal ... Es tut mir wahnsinnig Leid was Dir passiert ist und ich kann Dich auch sehr gut verstehen.
Ich habe vergangenes Jahr im Mai meinen Daddy verloren, er war alles für mich. Vor 2 Wochen musste ich dann auch noch meinen kleinen Krümmel hergeben. Es wollte einfach nicht leben ... ich war in der 8. SSW. Ich habe geheult ohne Ende und keiner konnte mir helfen. So wie auch Du, habe ich es niemandem erzählt ... ich wollte es einfach nicht. Zum einen sollte die SS ein Überraschung für alle sein sollte ... und nun???
Ich habe mir auch gedacht ... mir wird kein Glück gegönnt. Alles, dass was ich liebte, wurde mir genommen. Jedoch hat mir mein Freund sehr viel geholfen und nun kann ich auch schon wieder etwas positiver denken. Wir werden auch irgendwann glücklich sein ... es braucht alles Zeit und Deine beiden Krümmel sind immer bei Dir und Dein Dad wird auch immer bei Dir sein, auf Dich aufpassen und ebenso auch auf Dein Baby ... das auch Du sicher haben wirst.
Ich weiß, dass es schwer ist ... nach vorne zu schaun, aber wir müssen stark sein.

LG

Vielen Dank
Danke für die liebe Antwort. Ist schon komisch, sowas persönliches hier zu schreiben und dann kommt auch noch direkt eine Antwort von jemandem, der etwas vergleichbares erlebt hat. Aber es hat wirklich etwas tröstliches.Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf? Wie geht es dir denn jetzt? Ich habe einfach unheimlich Angst, überhaupt nochmal das Risiko einer erneuten Fehlgeburt einzugehen. Beim ersten Mal habe ich noch gedacht, das kann wirklich mal vorkommen und ist halt Pech, aber jetzt nach dem zweiten Mal... Alles Gute für dich, lg

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9. Oktober 2006 um 22:56
In Antwort auf lia_12483551

Vielen Dank
Danke für die liebe Antwort. Ist schon komisch, sowas persönliches hier zu schreiben und dann kommt auch noch direkt eine Antwort von jemandem, der etwas vergleichbares erlebt hat. Aber es hat wirklich etwas tröstliches.Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf? Wie geht es dir denn jetzt? Ich habe einfach unheimlich Angst, überhaupt nochmal das Risiko einer erneuten Fehlgeburt einzugehen. Beim ersten Mal habe ich noch gedacht, das kann wirklich mal vorkommen und ist halt Pech, aber jetzt nach dem zweiten Mal... Alles Gute für dich, lg

Immer wieder gerne
Hallo,

also ich bin 26 Jahre alt und kann Dich vollkommen verstehen. Ich bin tagtäglich auf der Suche nach neuen "helfenden" Antworten im Netz. Wie wird es jetzt wohl weitergehen. Heute fühlte ich mich schon wieder bescheiden. Man hat auch das Gefühl, dass es bei allen anderen um einen herum auch nur klappt. Meine beste Freundin entbindet in den nächsten Tagen und der komplette Freundeskreis besteht nur aus Leuten mit Kindern. Ich habe auch Angst es nochmal alles durchstehen zu müssen, aber mein bzw. unser Wunsch irgendwann mal ein Kind zu haben ist halt immer noch sehr stark. Mein Freund steht mir immer bei und er ist auch meist viel realistischer als ich ... die Natur hat ihre natürliche Auslese vollzogen.
WIe schon gesagt, ich kann Deine ANgst voll verstehen, aber wenn Ihr wirklich ein Kind wollt, dann kommst DU wohl um diese Angst nicht drumherum. Ich weiß, es sagt sich immer leicht, aber mir geht es auch nicht anders ... auch wenn es erst das erste Mal war.
Seitdem verzichte ich auch schon auf Kaffee, will auch jetzt bald mit Folsäure anfangen ... ich weiß auch nicht, ob das etwas bringt, aber ... vielleicht wisst Ihr ja etwas?

Ich wurde auch einen Monat (1 1/2) vor der Zeugung gegen Röteln geimpft. Die Ärztin meinte, dass einen Monat verhüten ausreicht. Die Schwestern waren leicht geschockt, als ich dann mit ausbleibender Mens und einem positiven SST ankam. Ich Netz habe ich auch viel darüber gelesen. Kann es daran gelegen haben, dass der Krümel nicht mehr lebte?
Man hat tausende Fragen ....

Ich drücke Dich und ich weiß, dass es alles nicht einfach ist, aber auch wir werden irgendwann wieder richtig glücklich sein.

LG

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10. Oktober 2006 um 12:40
In Antwort auf ilodie_12291181

Immer wieder gerne
Hallo,

also ich bin 26 Jahre alt und kann Dich vollkommen verstehen. Ich bin tagtäglich auf der Suche nach neuen "helfenden" Antworten im Netz. Wie wird es jetzt wohl weitergehen. Heute fühlte ich mich schon wieder bescheiden. Man hat auch das Gefühl, dass es bei allen anderen um einen herum auch nur klappt. Meine beste Freundin entbindet in den nächsten Tagen und der komplette Freundeskreis besteht nur aus Leuten mit Kindern. Ich habe auch Angst es nochmal alles durchstehen zu müssen, aber mein bzw. unser Wunsch irgendwann mal ein Kind zu haben ist halt immer noch sehr stark. Mein Freund steht mir immer bei und er ist auch meist viel realistischer als ich ... die Natur hat ihre natürliche Auslese vollzogen.
WIe schon gesagt, ich kann Deine ANgst voll verstehen, aber wenn Ihr wirklich ein Kind wollt, dann kommst DU wohl um diese Angst nicht drumherum. Ich weiß, es sagt sich immer leicht, aber mir geht es auch nicht anders ... auch wenn es erst das erste Mal war.
Seitdem verzichte ich auch schon auf Kaffee, will auch jetzt bald mit Folsäure anfangen ... ich weiß auch nicht, ob das etwas bringt, aber ... vielleicht wisst Ihr ja etwas?

Ich wurde auch einen Monat (1 1/2) vor der Zeugung gegen Röteln geimpft. Die Ärztin meinte, dass einen Monat verhüten ausreicht. Die Schwestern waren leicht geschockt, als ich dann mit ausbleibender Mens und einem positiven SST ankam. Ich Netz habe ich auch viel darüber gelesen. Kann es daran gelegen haben, dass der Krümel nicht mehr lebte?
Man hat tausende Fragen ....

Ich drücke Dich und ich weiß, dass es alles nicht einfach ist, aber auch wir werden irgendwann wieder richtig glücklich sein.

LG

Die Zeit danach...
Hallo ihr beiden!

Ich bin 25 und hatte vor 3 Wochen meine erste Fehlgeburt. Ich war in der 9. SSW. Ich kann euch beide so gut verstehen und mich tröstet es zu wissen, dass andere ebenso denken wie ich. Bei mir ist es ein tägliches auf und ab. Mal geht es mir besser, mal hab ich das Gefühl einen Kloß im Hals zu haben. Und auch ich kann nicht so richtig mit jemandem reden. Da bei uns alles so gut aussah hatten wir es unserer Familie 4 Tage vor der Fehlgeburt gesagt. Ich fühle mich innerlich ganz furchtbar, aber wenn ich mal mit jemandem darüber rede, sage ich immer, es wird schon wieder. Manchmal denke ich, ich muss mir blöd vorkommen, weil es mir noch so schlecht geht. Und dann die Sprüche: es war ja noch kein Kind!
Es war mein Kind und ich hatte mich so doll gefreut...

Jetzt habe ich im nachhinein meine Rötelnimpfung bekommen und wir sollen 3 Monate warten bis zu einer erneuten Schwangerschaft. Doreen, ich habe mich auch erkundigt und ich denke nicht das dein Krümel daran verstorben ist. Man rät zwar davon ab schwanger zu werden in der Zeit, aber es gibt keine Zahlen und Statistiken, dass deshalb die Schwangerschaft in einer Fehlgeburt endet. Es ist auf keinen Fall deine Schuld!!!!

Traurig, dass auch uns jungen, gesunden Frauen so ein Mist passiert. Ich persönlich habe jetzt noch mehr bedenken bei einer neuen Schwangerschaft. Kann man sich überhaupt noch freuen, wenn einem hinter her wieder so ein Schlag passiert???
Es ist irgendwie dadurch alles so schwierig.

Liebe Grüße an euch beide und ich fühle mit euch.
Doreen.

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10. Oktober 2006 um 22:05

Liebe mm,
auch ich fühle mit dir und habe Ähnliches erlebt. Die erste FG in der 6. SSW letztes Jahr an Weihnachten und Anfang August die zweite FG ebenfalls in der 6. SSW. Es tut weh und man stellt sich viele Fragen. Mir hat es sehr geholfen, mit einigen nahestehenden Freunden darüber zu reden, vor allem über die Gedanken und Zweifel und auch die Wut über dieses Schicksal.

Fast jede Frau, der ich es erzählte, hatte dies entweder selbst auch erlebt oder kannte jemand... ich war sehr überrascht. Es gibt sehr viele Frauen, die frühe Fehlgeburten erleben, das tröstet alleine noch nicht, aber mir hat Mut gemacht, dass fast alle diese Geschichten so weitergingen, dass diese Frauen danach doch noch gesunde Schwangerschaften erlebt haben und Kinder haben. Eine Freundin erzählte von ihrer Schwägerin, die vier Kinder hat und zwischen jedem der Kinder eine FG hatte.

Irgendjemand in diesem Forum hat mal von dem Bild eines Apfelbaumes gesprochen. Wenn man ihn anschaut, jetzt Anfang Herbst, hängen viele reife Früchte daran, aber es liegen auch einige herabgefallene Äpfel am Boden. Die Natur gibt und sie nimmt auch. So ist das auch bei Menschen, wenn das Baby nicht lebensfähig ist, oder die Bedingungen für sein Wachsen nicht gut sind, handelt die Natur gnädig. Uns wartenden Müttern tut es halt weh und wir brauchen Zeit, um neue Hoffnung zu haben, aber die kommt wieder - auch für dich!!!

Manchmal denke ich, wir wissen es heute halt sehr früh durch die Möglichkeit der Schwangerschaftstest. Früher haben Frauen eine stärkere und verspätete Blutung gehabt und wussten noch nichts von einem Baby, vielleicht war das schonender... (aber ich gestehe: ich bin eher auch eine, die es möglichst früh wissen will).

Auch wenn der Schmerz bei mir nicht ganz vorbei ist, es wird mit der Zeit etwas leichter und du schaust wieder nach vorne und hoffst weiter, was bleibt auch anderes übrig, wenn du dich nicht im Schmerz vergraben willst. Bitte gib' auch du nicht auf, erlaube dir die Trauer und alle Gefühle, die hochkommen. Ich glaub', der beste Weg, wieder innerlich heil zu werden, ist, wirklich durch den Schmerz zu gehen und es nicht wegzuschieben.

Vielleicht findest du für dich ein kleines Ritual, ein Zeichen für deine verlorenen Kinder, mit dem du ihr kurzes Leben würdigst und das dich an sie erinnert. Ich habe einen Abend in einem Malatelier mitgemacht und ein Bild gemalt, auf dem meine Beiden in den "Armen meiner Seele" liegen und gehalten sind. Wenn ich sie schon nicht in meinen wirklichen Armen halten kann... Mir hat das Trost gegeben und weitergeholfen.

Ich schicke dir eine herzliche Umarmung und eine große Portion Zuversicht

Liebe Grüße von Kindersegen

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11. Oktober 2006 um 10:04

Röteln
Hallo Elisa;

vermutlich war ich gar nicht angesprochen, aber ich habe mich da in letzter Zeit mit beschäftigt.
Offiziell kann man die Aktuellen Impfbestimmungen bei www.rki.de nachlesen. Diese Seite ist vom Robert-Koch-Institut. Da muss man leider erst etwas rumsuchen, aber das ist wenigstens alles offiziell. Ich habe dort eine Anfrage gestellt bezüglich der Rötelnimpfung: Die Impfkommission rät 3 Monate nach Impfung nicht schwanger zu werden. Steht auch auf dem Beipackzettel der Impfung. ABER: In der Antwort stand auch, dass eine bestehende Schwangerschaft nicht abgebrochen werden muss, da man keinen Fall dokumentiert hat, bei dem das der Grund für die Fehlgeburt war.
Vielleicht kannst du dort noch mal in deinem speziellen Fall nachfragen?!
Im Internet gibt es viele Quellen zum nachlesen und die sind sich alle nicht einig. Auf einer Seite (Gesundheitsnetz oder so) veröffentlicht ein Arzt, dass die Frist von 3 auf 1 Monat verkürzt worden ist. Die STIKO (ständige Impfkommission) hat das bestritten. Was soll man da noch glauben?
Ich halte mich da lieber jetzt an die offizielle Meinung und denke, dass du da leider keine befriedigende Antwort bekommen wirst. Trotzdem solltest du bedenken, dass es keinen Nachweis darüber gibt, dass eine Fehlgeburt von der frischen Rötelnimpfung kommt. Das ist doch schon mal was.

Ach, und was kann man besser machen? Das würde ich auch so gerne wissen. Ich fürchte man kann es nicht verhindern, wenn der Fötus einfach nicht weiter lebt. Ich persönlich rauche nicht, trinke seit dem Schwangerschaftswunsch keinen Alkohol mehr, nehme Centrum (Folsäure und Vitamine) und habe auch keinen anstrengenden Job oder so. Trotzdem hat sich mein Krümel nicht weiter entwickelt. Ich konnte es nicht verhindern. Habe mich auch immer sehr gut gefühlt.
Trotzdem werde ich versuchen so gesund wie möglich zu leben. Kann ja nicht schaden und außerdem gibt mir das das Gefühl, das ich was gutes getan habe.

Elisa, musst du jetzt abwarten, wegen der Rötelnimpfung? Was hat dein FA dir geraten?
Ich hoffe das hat ein bißchen geholfen.
Lass dich nicht unterkriegen...
LG, Doreen M.

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vom Redaktionsteam