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2. Fehlgeburt - Ich weiss nicht weiter...Was haltet ihr von professioneller Hilfe?

8. Mai 2009 um 21:00

Hallo Euch allen,

nach meiner 2. Fehlgeburt vor 5 Wochen habe ich das Gefühl nicht mehr weiter zu können

Ständig kreisen meine Gedanken um meine beiden Sternenkinder und die Angst wächst keine Kinder zu bekommen...

Ausserdem wächst meine Wut und dieses Ungerechtigkeitsgefühl ins Unermässliche...überall diese glücklichen Eltern, Schwangere, etc.

Habe das Gefühl mit niemanden persönlich reden zu können (eigentlich ist es nicht wollen)...jemand der mich versteht weil er die selbe bzw. ähnliche Erfahrung gemacht hat...

Und mein Freund...naja, er hat bereits eine Tochter und ich...,ich stelle mich automatisch ins Abseits....fühle mich seit Tagen irgendwie noch einsamer hinsichtlich meiner Emotionen...

Was soll ich tun?

Was tut ihr?

Ich meine ich arbeite wieder, fange jetzt meinen Motorradführerschein an, lese und schreibe in diesem Forum...aber ich bekomme meine Gedanken nicht frei!!!

Was haltet ihr von professioneller Hilfe? z.B. Psychologe, etc.?

Würde mich über Antworten freuen

LG, Missy.



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8. Mai 2009 um 21:08

Hallo Missy
Ich habe das selbe Gefühl, allerdings habe ich eine Fehlgeburt hinter mir in der 7 SSW. Missed Abort und ich habe auch diese angst, das ich nicht mehr schwanger werde usw.

Bin unendlich traurig, auch wenn ich Mütter sehe , kleine Kinder, und frage mich wohin geht denn mein Weg.

ich habe auch seit der Fehlgeburt am 06.02 einen total unregelmässigen Zyklus, also hab ich auch keine Antwort darauf wann mein eisprung ist..

aber schau mal auf der anderen seite muss man so denken, gestern habe ich erfahren, das eine Freundinn von mir ihren sohn im alter von 3 jahren an einer hirnhautentzündung verloren hat, und da weiss man denke ich dann wirklich keine antwort mehr...

mit dem psychologen hab ich mir auch schon überlegt!
glaube es ist das beste ..

wünsch dir ganz viel kraft und mut zu einem neuen versuch

ganz lieber gruss

sandy

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29. Mai 2009 um 0:37

Der Profi kann helfen
Hallo,

ich hatte auch ein FG. Superspät erst in der 17. SSW. Und stecke in einer ähnlichen Situation mit meinem Freund: er hat auch ne Tochter aus ner früheren Beziehung. Die FG ist jetzt schon über ein Jahr her, aber es holt mich immer wieder ein. Als ich mal wieder heulend in der Praxis beim FA saß, weil eine hochschwangere Frau nach der anderen zur Tür hereinkam (ich finde das auch total ungerecht, aber sie sind überall), hab ich beschlossen, dass es so nicht weitergehen kann. Meine Ärztin hat mich dann zu ner supernetten Psychologin vermittelt, zu der ich jetzt regelmäßig gehe. Mir bringt das viel, vor allem kriegt man auch mal ne andere Sicht auf die Dinge und ein paar professionelle Anleitungen, die echt helfen. Es wird nach und nach - kann ich nur empfehlen!

Gruß

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2. Juni 2009 um 10:19

Hallo ich hoffe ich kann etwas Mut machen
das mit dem Kind wird ganz sicher klappen.*knuddel*
Ich selber hatte 2 FG in der Frühschwangerschaft 10 SSW und einen frühzeitigen Blasensprung in der 21 SSW und musste mein Baby gehen lassen.Nach den 3 schweren rückschlägen hab ich meinen Sohn bekommen.

Der schmerz so einer Erfahrung sitzt tief.
Wenn du denkst es könnte dir helfen mit jemanden zu reden der Erfahrung hat ,versuch es.Vielleicht hilft es dir damit schneller anzuschließen.bzw besser unzugehen.

Ich wünsch dir viel Kraft und wünsch dir alles Gute für die Zukunft.

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3. Juni 2009 um 11:45

Mir hat es geholfen

Hallo,

ich hatte auch eine FG in der 19. SSW. Das bedeutet, dass ich mein Baby normal zur Welt bringen musste. Ich war danach total fertig. Im KH wurden mir bereits zwei Psychologinnen geschickt, mit denen ich gar nicht zurecht kam. Ich bin denen gegenüber sowieso nicht so positv eingestellt und als die dann so dumm gefragt haben, was ich fühle, hätte ich sie am liebsten raus geschmissen. Als ich dann wieder zu Hause war, wurde es nicht besser und meine Hausärztin hat mich, nachdem ich ohne Beruhigungs- und Schlaftabletten gar nicht mehr klar kam überredet, es doch noch mal mit einer Psychologin zu versuchen. Sie hat mir dann auch eine ganz tolle empfolen und die hat mir sehr geholfen. Die hat ganz klar und ohne Weichspüler gesagt, was Sache ist und dass ich da jetzt mit klar kommen muss. Tabletten gab es auch nicht mehr, damit ich schnell wieder schwanger werden kann. Ich habe gelernt, dass nicht die FG sondern ich mein Leben bestimmen muss.
Also probier es doch auch einfach mal aus. Und gib die Hoffnung nicht auf. Auch nach einer bzw. mehreren FG kann eine Frau glückliche gesunde Kinder zur Welt bringen. Das haben uns schon ganz viele andere Frauen vorgemacht. Das schaffen wir auch!!!

LG
Mondschein

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21. August 2012 um 15:24

Auch 2 Fehlgeburten
Hallo Missy,

ich kann dich sehr gut verstehen. Hatte auch vor ein paar Wochen die zweite Fehlgeburt. Auch ich muss jeden Tag an meine beiden Schmetterlingskinder denken und oft weine ich auch deshalb. Oft wünschte ich, ich könnte meine Gedanken einfach abschalten, aber ich komme nicht davon los. Immer wenn ich eine Schwangere sehe werde ich wieder daran erinnert...
Vielleicht hört der Schmerz ja von selbst irgendwann auf...
In drei Wochen wäre der erste Geburtstermin. Vielleicht hilft es eine Kerze anzuzünden um Abschied zu nehmen...
Ich habe auch niemanden zum reden weil wir es noch niemandem erzählt hatten, fühle mich ziemlich allein mit meiner Trauer. Es gibt hier wo ich wohne eine Beratungsstelle der Caritas, die auch bei Fehl- und Totgeburten beraten, vielleicht gehe ich da mal hin.

LG Steffi

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