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18 Schwanger, Hilfe !!!

25. Januar 2018 um 19:12 Letzte Antwort: 2. Februar 2018 um 10:01

Hallo, ich brauche dringend eure Hilfe, ich bin im November 2017 18 Jahre alt geworden, bin in der 30Ssw und weiß nicht mehr weiter. Ich wohne Zuhause und keiner weiß von der Schwangerschaft. Weder mein Vater, noch der Vater des Kindes. Niemand, ich versuche so gut es geht den Bauch zu verstecken. Klar viele fragen mich ob ich schwanger bin aber ich streite es immer wieder ab. Nun will mein Vater das ich einen Schwangerschaftstest mache. Ich habe angst vor seiner Reaktion da ich erst zu im gezogen bin und nie grossen Kontakt zu ihm hatte. Der Vater des Kindes wohnt 120km weg von mir, und vorallem ich gehe noch zur Schule ! Ich habe einige fragen.... 
-Darf ich noch zur Schule ? 
-Wer unterstützt mich finanziell? 
-Bekomme ich eine Wohnung bezahlt?  
-Welche Finanziellen Unterstützungen bekomme ich noch ? 

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29. Januar 2018 um 12:48

Liebe junge Mama,

so lange hast du deine Schwangerschaft verbergen können und buchstäblich allein getragen! Das war bestimmt schwer für dich. War für dich die Angst vor den Reaktionen zu groß?
Ich kann mir gut vorstellen, dass das eine Riesenlast für dich gewesen sein muß!
Gut, dass du hier schreibst und dir Hilfe holst!

Zu deinen Fragen:

Du darfst auf jeden Fall weiterhin zur Schule gehen! Das Mutterschutzgesetz sagt, dass du ab 6 Wochen vor dem Entbindungstermin und bis 8 Wochen nach der Geburt von der Schule freigestellt werden musst. Wenn du aber möchtest und es dir gut geht, kannst du sogar in dieser Schutzzeit in die Schule gehen. Diese Zeiten sollen nur sicher stellen, dass du dich vor und nach der Geburt genug ausruhen und schonen kannst.
Am besten sagst du in der Schule bald bescheid; vielleicht gibt es eine Vertrauenslehrerin mit der du erst einmal sprechen könntest?

Natürlich stehen dir auch finanzielle Hilfen zu. Für das Baby bekommst du Kindergeld, das sind 194€ im Monat und für dich selbst stehen dir als Schülerin nochmal 194€  Kindergeld zu.
Hast du denn Kontakt zum Vater des Kindes? Er ist dazu verpflichtet Unterhalt zu bezahlen. Wenn er dem nicht nachkommen sollte, kannst du beim Jugendamt einen Unterhaltsvorschuss beantragen, auch wenn du keinen Kontakt zu ihm hast.
Falls du in den letzten 12 Monaten neben der Schule gejobbt hast, steht dir evtl. auch Elterngeld zu. Das wird nach deinem Einkommen bemessen. Dazu kann ich dir aber nichts genaueres sagen.

Am besten lässt du dich von jemand beraten, der dir noch mehr Infos geben kann. Ich kann dir zum Beispiel die Hotline von pro femina empfehlen (das heißt „für die Frau&ldquo. Die Beraterinnen wissen gut bescheid und werden dich ernst nehmen. Und die Hotline ist kostenlos Ich kann mir vorstellen, dass du vielleicht auch noch andere Fragen hast zu Schwangerschaft und Geburt.
Wenn du gut informiert bist, ist das auch eine gute Grundlage um mit deinem Vater zu sprechen. Ich verstehe, dass du Angst vor dem Gespräch mit ihm hast! Gerade wenn ihr euch gar nicht so gut kennt. Gibt es jemand der mit dir zusammen zu deinem Vater gehen würde? Oder vielleicht magst du ihm lieber einen Brief schreiben als direkt mit ihm zu reden?
Das könnte ihm die Chance geben, sich erstmal zu sortieren, bevor er reagiert.
Wie denkst du darüber? Vielleicht hast du sogar schon mit ihm reden können?

Liebe Grüße,
sternenklar
 

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29. Januar 2018 um 12:52
In Antwort auf sternenklar34

Liebe junge Mama,

so lange hast du deine Schwangerschaft verbergen können und buchstäblich allein getragen! Das war bestimmt schwer für dich. War für dich die Angst vor den Reaktionen zu groß?
Ich kann mir gut vorstellen, dass das eine Riesenlast für dich gewesen sein muß!
Gut, dass du hier schreibst und dir Hilfe holst!

Zu deinen Fragen:

Du darfst auf jeden Fall weiterhin zur Schule gehen! Das Mutterschutzgesetz sagt, dass du ab 6 Wochen vor dem Entbindungstermin und bis 8 Wochen nach der Geburt von der Schule freigestellt werden musst. Wenn du aber möchtest und es dir gut geht, kannst du sogar in dieser Schutzzeit in die Schule gehen. Diese Zeiten sollen nur sicher stellen, dass du dich vor und nach der Geburt genug ausruhen und schonen kannst.
Am besten sagst du in der Schule bald bescheid; vielleicht gibt es eine Vertrauenslehrerin mit der du erst einmal sprechen könntest?

Natürlich stehen dir auch finanzielle Hilfen zu. Für das Baby bekommst du Kindergeld, das sind 194€ im Monat und für dich selbst stehen dir als Schülerin nochmal 194€  Kindergeld zu.
Hast du denn Kontakt zum Vater des Kindes? Er ist dazu verpflichtet Unterhalt zu bezahlen. Wenn er dem nicht nachkommen sollte, kannst du beim Jugendamt einen Unterhaltsvorschuss beantragen, auch wenn du keinen Kontakt zu ihm hast.
Falls du in den letzten 12 Monaten neben der Schule gejobbt hast, steht dir evtl. auch Elterngeld zu. Das wird nach deinem Einkommen bemessen. Dazu kann ich dir aber nichts genaueres sagen.

Am besten lässt du dich von jemand beraten, der dir noch mehr Infos geben kann. Ich kann dir zum Beispiel die Hotline von pro femina empfehlen (das heißt „für die Frau&ldquo. Die Beraterinnen wissen gut bescheid und werden dich ernst nehmen. Und die Hotline ist kostenlos Ich kann mir vorstellen, dass du vielleicht auch noch andere Fragen hast zu Schwangerschaft und Geburt.
Wenn du gut informiert bist, ist das auch eine gute Grundlage um mit deinem Vater zu sprechen. Ich verstehe, dass du Angst vor dem Gespräch mit ihm hast! Gerade wenn ihr euch gar nicht so gut kennt. Gibt es jemand der mit dir zusammen zu deinem Vater gehen würde? Oder vielleicht magst du ihm lieber einen Brief schreiben als direkt mit ihm zu reden?
Das könnte ihm die Chance geben, sich erstmal zu sortieren, bevor er reagiert.
Wie denkst du darüber? Vielleicht hast du sogar schon mit ihm reden können?

Liebe Grüße,
sternenklar
 

Ups, das in den Klammern sollte heißen "für die Frau", sorry!

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29. Januar 2018 um 17:35

Hallo dir,

also erst mal mein vollen Respekt. Es bis zur 30. SSW zu verheimlichen und alles im Alleingang machen zu müssen, ist bestimmt nicht einfach, stelle mir das sehr anstrengend vor...

Du möchtest ja nicht, dass dein Vater, etc., von der Schwangerschaft erfahren. Wie läuft das dann aber mit dem Kind selbst ab? Machst du dann sowas wie eine vertrauliche Geburt und gibst dein Kind nachher ab, oder möchtest du es behalten? Weil wenn ja, musst du zwangsläufig irgendwann deinem Vater davon erzählen, falls du dort noch länger wohnst, als bis zur Geburt.

Weiß es denn sonst niemand? Nicht mal Freunde?

Warum möchtest du es denn geheimhalten, was erhoffst du dir davon? Und wie ist dein Vater denn generell zu dir eingestellt und wie ist eure Beziehung zueinander? Ist er fürsorglich, zeigt er dir, dass er dich liebt, etc.? 

Auch wenn ihr nie großen Kontakt zueinander hattet, muss das ja nicht heißen, dass er dich nicht liebt, oder dich unterstützen wird. Manchmal reagieren Menschen komplett anders, als man sich das vorher noch ausgemalt hat...

Also ich würde dir auf jeden Fall mal diese Hotline, wie bereits in der anderen Antwort geschrieben, empfehlen, oder generell eine Beratungsstelle aufsuchen. Die kennen sich mit sowas aus und können dir da genug Antworten liefern zu allen Fragen, die du hast. 

Und natürlich kriegst du finanzielle Unterstützung vom Amt! Du musst dich nur rechtzeitig darum kümmern, damit du nicht so lange darauf warten musst... seit der 12. SSW bist du auch bereits deine eigene Bedarfsgemeinschaft, heißt, dein Vater hat da keine Nachteile, falls er arbeiten geht oder selbst Leistungen bezieht. Auch kriegst du unabhängig von Eltern/Familie etc. eine Erstausstattung für dein Baby, falls du dir das selbst nicht leisten kannst (6 Wochen davor, dann irgendwie danach noch mal, wenn du die Geburtsurkunde vorlegst, etc., erfährst du dann genau ) und außerdem könntest du sogar Geld für Umstandsmode beantragen... alles möglich, man muss diese Chance nur wahrnehmen.

Ansonsten, ich weiß ja nicht, wie du generell zu deiner Schwangerschaft stehst, gibt es halt noch diese vertrauliche Geburt... hier ist die Website zB: https://www.geburt-vertraulich.de/vertrauliche-geburt/ Da gibt es auch gleich eine Hotline, wo du Fragen stellen kannst, falls du irgendwas wissen musst... und "weitere Hilfen", die hab ich mir aber nicht angesehen.

Und ja, eine Wohnung bekommst du natürlich auch bezahlt. Du musst nur erfragen, bis wieviel Bruttokaltmiete (Kaltmiete + Nebenkosten (zB Müllentsorgung) OHNE Heizkosten) du dir Wohnungen raussuchen darfst. Falls du dann auch mal eine Wohnung findest, die ein paar Euro drüber ist, auf diese Bruttokaltmiete kannst du auch noch mal einen "Spielraum" von 10% rechnen, für den Fall... das erlauben sie dann auch noch. 

Da du allerdings bestimmt noch nicht wirklich arbeiten warst (bist ja Schülerin), würde ich mir den Gang zum Arbeitsamt sparen und gleich das Jobcenter aufsuchen. Die sind für die Leistungen zuständig.

Aber da du ja nun auch nicht mehr lange bis zur Entbindung hast, würde ich mich baldig/zügig darum kümmern, damit du bald auch entspannt und sorgenfrei bist.

Alles Liebe und Gute dir



 

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29. Januar 2018 um 17:39

https://www.profamilia.de/ gibt es auch noch. Die klären dich über finanzielle Aspekte auch auf.

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2. Februar 2018 um 10:01

Hallo du,
liest du hier noch? Wie gehts dir denn inzwischen? Auch mit deinem Vater?
Denke an dich.
Lieben Gruß,
sternenklar

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