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11.07.2001 und noch immer macht es mich fertig

15. März 2007 um 23:13

Ich habe abgetrieben. Vor fast sechs Jahren und ich bin noch immer der Meinung, dass es falsch war. Ich bin durch die Hölle gegangen - seelisch. Ich habe schon immer Kinder geliebt. Von Klein auf liebend gern Baby gesittet. Ich wollte schon immer möglichst früh Kinder.

Ich möchte jeder Frau, jedem Mädchen, das vor dieser Entscheidung steht sagen, dass ihr euch wirklich sicher sein müsst. Es ist wichtig zu wissen, was man da tut und was das für Folgen hat. Es ist so gemein unter Einfluss der Hormone eine solche Entscheidung treffen zu müssen und egal wie man sich entscheidet, es ist für immer.

Ich habe damals, nur wenige Minuten vorher, noch ein Ultraschallbild machen lassen, das ich noch heute habe und ich habe damals angefangen zu schreiben. Zu schreiben, was ich denke und was ich fühle und wenn jemand von euch, der vor dieser Entscheidung steht wissen möchte, was auf ihn zukommen könnte, ... Ich kann euch gern meine Texte schicken.

Abtreibung ist ein heikles Thema. MAnche Frauen machen es ohne Probleme - zumindest sagen sie es und manche Frauen schleppen ein Leben lang diese Schuld mit sich rum.

Für alle, die bereits abgetrieben haben und damit große Schwierikeiten haben möchte ich sagen: "Ihr dürft Trauern!" Ja, ihr habt abgetrieben und "ihr seid selbst Schuld" aber das ist egal. DAs ändert nichts an den Gefühlen - Trauer darüber ein kind verloren zu haben. Ich habe damals einen Bericht von Dr. Susan Stanford gefunden und mir hat er sehr geholfen. Ich kann ihn gern scannen und per eMail schicken, wenn ihn jemand haben möchte.

Ich weiß, wie schwer es ist mit so einer Entscheidung zu leben und hoffe nie wieder vor so einer stehen zu müssen!

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16. März 2007 um 12:37

Interesse..
..mir bitte auch?

znaddels@gmx.net

vielen dank im voraus

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16. März 2007 um 12:59

Ich war immer dagegen ...
Ich war immer schon gegen ABtreibung weil ich immer der Meinung war, man kann wirklich sicher verhüten und wenn man dazu nicht fähig ist, muss man mit den Kosequenzen leben. NUR die Konsequenz wäre ja ein Leben groß zu ziehen und das sehe ich eigentlich als Aufgabe oder gar Belohnung. Mein damaliger Partner war strickter Abtreibungsgegner, genau wie ich und trotzdem haben wir uns gegen das Kind entschieden. Ich habe in der 6. Woche erfahren dass ich schwanger bin und habe bis zur 11. Woche gewartet und überlegt. Das waren fünf Horrorwochen weil ich einfach die RICHTIGE Entscheidung treffen wollte. Heute sage ich, ich habe so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch hat machen können und muss damit leben.

Ja, Aufklärung ist wirklich wichtig. Viele junge Mädels müssen solche Entscheidungen treffen ohne wirklich die Folgen absehen zu können.

Ich hoffe, dass du nie in diese Situation kommst und danke dir.

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16. März 2007 um 13:29

ES war einer der Gründe
für die Abtreibung. Ich hatte zum Zeitpunkt der Zeugung und die Wochen danach, starke Antibiotika und auch andere Medikamente bekommen. Zudem steckten wir gerade in einer sehr miesen Lage was Wohnung, Geld und Arbeit betraf. Kein guter Zeitpunkt um eine Familie zu gründen. Wir haben uns danach getrennt weil wir beide damit nicht klar kamen und sind auch beide "heute noch" der Meinung, dass es falsch war. Das wir es schon "irgendwie" geschafft hätten.

Ich muss jede Frau bewundern die sagt, komme was wolle ich zieh das durch denn das spricht von Mut. Aber es gehört auch einiges dazu, sein Kind abtreiben zu lassen. Die einen nennen es Leichtsinn oder Irrsinn oder Dummheit ... Egal, wie man es nennt, es kostete mich einen Haufen Kraft und ich habe, als ich von der Narkose heulend aufgewacht bin gewusst, dass ich einen RIESEN Fehler gemacht habe und werde den REst meines Lebens damit Leben.

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16. März 2007 um 13:36
In Antwort auf glory_12573439

Interesse..
..mir bitte auch?

znaddels@gmx.net

vielen dank im voraus

Das ging ja fix..
...ich dank dir ganz rechtherzlich

werds gleich anfangen zu lesen...


LG

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16. März 2007 um 13:52

Ich bin mitten ...
in einer Therapie. Nicht nur wegen dem ABbruch aber auch deswegen. Ja, ich weiß dass ich auch mal abschließen muss aber ich habe das Gefühl wenn ich damit abschließe, "vergesse" ich dieses Baby und das möchte ich nicht. Ich weiß, dass ich es nie vergessen werde aber ich will eben auch nicht so tun, als wäre nichts gewesen. Es ist schwer zu beschreiben. Vielleicht ist es auch der GEdanke, wenn ich damit abschließe es los lasse, akzeptiere ich irgendwo für mich, dass es in Ordnung war und das will ich nicht. Vielleicht eine Art von Selbstquälen oder so, keine Ahnung. Es ist ja längst nicht mehr so schlimm. Es ist einmal im Monat oder so, wo ich für ein paar Stunden abstürze weil ich an all das denke. Es wird weniger mit der Zeit. Bin mir sicher, dass ich mit der Therapie auch bald den richtigen Umgang damit lerne aber bis dahin wird es wohl so bleiben ...

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