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1. Trimester Screening mit Nackenfalten-Messung

16. Dezember 2019 um 9:36 Letzte Antwort: 17. Dezember 2019 um 12:43

Hallo!
Ich stehe gerade vor der Entscheidung, ob ich diese Untersuchung möchte - und bin da hin und her gerissen.
Zum einem bin ich schon 35, also Risiko-Gruppe - also wird mir natürlich dazu geraten.
Auf der anderen Seite ist es ja nur eine Risiko-Abschätzung. Natürlich, wenn alles gut ist, ist man erst mal beruhigt - aber ich muss mich ja auch  mit der Frage beschäftigen, was würde ich machen, wenn es eben nicht gut ist.

Ich persönlich würde ein Trisomie 21 Kind bekommen (ich habe auch welche in der Entfernten Familie und für mich persönlich ist es kein Grund- aber ich möchte auch niemanden Verurteilen, der sich dagegen entscheidet)

Trisomie 18 und 11 sind was anderes 

Das, was die Untersuchungen bringen, ist Gewissheit, weil tun kann man ja eh nichts, wenn es schlecht ist. (das 2. Trimester Screening werde ich auf jeden Fall machen, wenn was da ist, kann ich in eine geeignete Klinik gehen) 

Ich will die Untersuchung halt nicht machen, ohne mir Gedanken zu machen, wass ich Falle eines schlechten Ergebnisses tun würde - denn dann brauche ich sie auch nicht.

Was waren eure Bewggründe dafür und dagegen? 

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16. Dezember 2019 um 9:59

Huhu, also ich hab mur damals die gleichen Gedanken gemacht wie du und bin zu dem Schluss gekommen, dass wir das Baby so oder so bekommen werden, weil eine Abtreibung für uns nicht in Frage kam. Daher haben wir dann auch entschieden, diese Messung nicht vorzunehmen.

Die Fehlerquote ist bei der Nackenfaltenmessung sowieso relativ hoch für mein Empfinden. Eine sichere Aussage bietet es daher eh nicht. Ich würde mir im Falle eines auffälligen Befundes vermutlich die ganze Zeit Sorgen machen und am Ende wäre mein Kind vielleicht sogar gesund. 🤷‍♀️ War bei Bekannten zum Beispiel so. 

Im Endeffekt ist es jedem selbst überlassen, aber wenn für dich feststeht, dass ihr das Kind auch so oder so bekommen wollt, wozu dann der Test? 

Wenn ihr euch dazu entscheidet, dann überleg doch den Bluttest machen zu lassen. Der ist zwar teurer, aber dann zumindest etwas aussagekräftiger, da genauer. (+ ihr wisst das Geschlecht sicher! 😉)

Ich wünsche Dir eine wunderschöne Schwangerschaft! 🙃

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16. Dezember 2019 um 10:46

Ich habe sowohl das Erst-Trimester-Screening als auch den Bluttest gemacht, obwohl ich "erst" 31 Jahre alt war (mein Mann ist allerdings 10 Jahre älter als ich). Wir wollten einfach Gewissheit haben, weil wir im Falle einer schweren Behinderung einen Abbruch gemacht hätten. Das Geschlecht zu erfahren war für uns auch ein sehr willkommener Nebeneffekt  

Ich würde, wie meine Vorrednerin, auch den Bluttest empfehlen. Allerdings weigern sich wohl viele Frauenärzte den zu machen, wenn vorher kein Erst-Trimester-Screening gemacht wurde. 

Was für mich persönlich auch ausschlaggebend war ist, dass beim Bluttest - im Gegensatz zur Fruchtwasseruntersuchung - keinerlei Risiko fürs Baby besteht. Es wird bloß der Mutter ein bisschen Blut abgenommen und das war's. 

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16. Dezember 2019 um 11:33
In Antwort auf teetrinkerin23

Hallo!
Ich stehe gerade vor der Entscheidung, ob ich diese Untersuchung möchte - und bin da hin und her gerissen.
Zum einem bin ich schon 35, also Risiko-Gruppe - also wird mir natürlich dazu geraten.
Auf der anderen Seite ist es ja nur eine Risiko-Abschätzung. Natürlich, wenn alles gut ist, ist man erst mal beruhigt - aber ich muss mich ja auch  mit der Frage beschäftigen, was würde ich machen, wenn es eben nicht gut ist.

Ich persönlich würde ein Trisomie 21 Kind bekommen (ich habe auch welche in der Entfernten Familie und für mich persönlich ist es kein Grund- aber ich möchte auch niemanden Verurteilen, der sich dagegen entscheidet)

Trisomie 18 und 11 sind was anderes 

Das, was die Untersuchungen bringen, ist Gewissheit, weil tun kann man ja eh nichts, wenn es schlecht ist. (das 2. Trimester Screening werde ich auf jeden Fall machen, wenn was da ist, kann ich in eine geeignete Klinik gehen) 

Ich will die Untersuchung halt nicht machen, ohne mir Gedanken zu machen, wass ich Falle eines schlechten Ergebnisses tun würde - denn dann brauche ich sie auch nicht.

Was waren eure Bewggründe dafür und dagegen? 

Da ich auch auf keinen Fall abgetrieben hätte, habe ich auf die Tests im Ersttrimester verzichtet.  Das Organscreening habe ich dann auch gemacht, weil wie du schon sagst man dann ggf. vorher schon handeln kann.

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17. Dezember 2019 um 11:47

Ich habe Anfang Januar einen Termin für den combined Test, also Blutuntersuchung Plus Nackenfalten Messung. In Ö werden diese Untersuchungen von der Krankenkasse übernommen bei ü35 Müttern.

Ich wollte die Untersuchung auch um nochmal zwischendurch einen anderen Arzt auf mein Baby schauen zu lassen. Laut meinem Gyn habe ich einen verlorenen Zwilling und die nächste Untersuchung wäre erst Anfang Februar. 

Bei einer schweren Missbildung würde ich ziemlich sicher abbrechen, bei Trisomie21 weiß ich es (noch) nicht. Ich muss sagen, so intensiv habe ich mich noch nicht damit auseinander gesetzt, ich möchte positiv denken und gehe davon aus, dass mein Baby gesund ist. 

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17. Dezember 2019 um 12:14

Na ja, Kosten sind bei mir eh nicht das Thema, da ich als Beamte eh privat versichert bin  - und auch der Bluttest (also nicht der Combined Bluttest, sondern der  NIPT, der ja wirklich eine Aussagekraft hat), werden übernommen.
Beim Combined Test wird ja nur der  PAPP-A (Pregnancy-associated Plasmaprotein A) und der Beta-HCGG bestimmt und nicht die DNA - und die "Risiko-Aussage" dieser Tests ist für mich als Mathematikerin, die sich nur ein bisschen mit bedingen Wahrscheinlichkeiten beschäftig hat, so klein, dass ich es ziemlich sinnlos finde...  

Der Punkt ist - den Bluttest (NIPT) würde ich ja tatsächlich machen - der hat zumindest eine halbwegs verlässilche Aussagekraft - aber die Aussagekraft des Combined Tests wäre mir eh viel zu gering, um da irgendwelche Schlüsse zu ziehen- man hat dann nur 1-2 Wochen Horror, bis man die Ergebnisse der DNA-Analyse bekommt. 

Wie gesagt, ohne das wäre wenn ... ich weiß nicht.
Eine Freundin hat halt abgetrieben, weil mit 99% Trisomie 21  - bei der Nachuntersuchung kam raus, dass der Fetus gesund war.
Das macht mir halt wirklich Sorge... 

 

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17. Dezember 2019 um 12:21

Komisch, in der Broschüre die ich bekommen habe steht eine Entdeckungsrate bei Trisomie 13,18 und 21 von 90%. Falsch positive Rate von 3-5%.

Wieso zahlt die Krankenkasse dann überhaupt sowas, wenn die Entdeckungsrate eigentlich viel viel geringer ist? 

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17. Dezember 2019 um 12:37
In Antwort auf smitee2

Komisch, in der Broschüre die ich bekommen habe steht eine Entdeckungsrate bei Trisomie 13,18 und 21 von 90%. Falsch positive Rate von 3-5%.

Wieso zahlt die Krankenkasse dann überhaupt sowas, wenn die Entdeckungsrate eigentlich viel viel geringer ist? 

Ein krankes Kind kostet wohl zuviel. Da ist ein gesundes, abgetriebenes wohl der Krankenkasse lieber 🤷‍♀️

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17. Dezember 2019 um 12:40
In Antwort auf smitee2

Komisch, in der Broschüre die ich bekommen habe steht eine Entdeckungsrate bei Trisomie 13,18 und 21 von 90%. Falsch positive Rate von 3-5%.

Wieso zahlt die Krankenkasse dann überhaupt sowas, wenn die Entdeckungsrate eigentlich viel viel geringer ist? 

Bedingte Wahrscheinlichkeit. 
Falsch-Postiv bedeuted, dass 3-5 % der Fälle, wenn der Test Postiv ist, keine Erkrankung vorliegt.
Nun haben wir aber bedingte Wahrscheinlichkeit.
Nehmen wir einmal Trisomie 21, bei über 35 liegt die Wahrscheinlichkeit etwas bei 0,3% - also von 1000 Frauen sind 3 Betroffen.

Ich muss jetzt ein wenig höhere Zahlen nehmen, da sonst man mit halben Frauen rechnen muss, dass ist ja nicht schön. Eine kleine Einführung in Bedingte Wahrscheinlichkeiten:

nehmen wir 100,000 Frauen.
Von diesen 100,000 Frauen sind 300 betroffen, haben als Trisomi 31.

Bei 90% Endeckungsrate bekommen kommen 270 ein richtiges Ergebnis,  betroffenen,  300 ein falsches.

Wir haben aber auch 99.700 Frauen, die ein Gesundes Kind tragen.
Bei  diesen   99.700 Frauen gibt es es in 3-5 % der Fälle ein falsches üostives Ergebnis.
Sprich  2991-4985 Frauen bekommen eine Krankheit Diagnostiziert, ohne das irgendetwas ist (wenn diese Frauen eine Fruchtwasseruntersuchung machen, verlieren 29-49 Frauen ihr Kind, obwohl es Gesund ist). 

Wenn etwas auffällig ist, muss man eh noch eine Fruchtwasseruntersuchung- oder eben den Bluttest machen, weil man, wie man hier sieht, in 95% der Fälle eigentlich alles OK ist (aber ein paar verlieren eben das Kind). 

Ist übrigens wirklich so, dass die wenigsten Ärzte wirklich Ahung von bedingten Wahrscheinlichkeiten haben, ist in mehreren Studien raus gekommen - und Mathematiker nehmen daher ständig "Studien" auseinander.

Aber der Test ist halt günstiger, als direkt eine Fruchtwasseruntersuchung, weil die zumindest bei 100.000-(270+2991) Frauen entfällt... 
 

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17. Dezember 2019 um 12:43
In Antwort auf teetrinkerin23

Bedingte Wahrscheinlichkeit. 
Falsch-Postiv bedeuted, dass 3-5 % der Fälle, wenn der Test Postiv ist, keine Erkrankung vorliegt.
Nun haben wir aber bedingte Wahrscheinlichkeit.
Nehmen wir einmal Trisomie 21, bei über 35 liegt die Wahrscheinlichkeit etwas bei 0,3% - also von 1000 Frauen sind 3 Betroffen.

Ich muss jetzt ein wenig höhere Zahlen nehmen, da sonst man mit halben Frauen rechnen muss, dass ist ja nicht schön. Eine kleine Einführung in Bedingte Wahrscheinlichkeiten:

nehmen wir 100,000 Frauen.
Von diesen 100,000 Frauen sind 300 betroffen, haben als Trisomi 31.

Bei 90% Endeckungsrate bekommen kommen 270 ein richtiges Ergebnis,  betroffenen,  300 ein falsches.

Wir haben aber auch 99.700 Frauen, die ein Gesundes Kind tragen.
Bei  diesen   99.700 Frauen gibt es es in 3-5 % der Fälle ein falsches üostives Ergebnis.
Sprich  2991-4985 Frauen bekommen eine Krankheit Diagnostiziert, ohne das irgendetwas ist (wenn diese Frauen eine Fruchtwasseruntersuchung machen, verlieren 29-49 Frauen ihr Kind, obwohl es Gesund ist). 

Wenn etwas auffällig ist, muss man eh noch eine Fruchtwasseruntersuchung- oder eben den Bluttest machen, weil man, wie man hier sieht, in 95% der Fälle eigentlich alles OK ist (aber ein paar verlieren eben das Kind). 

Ist übrigens wirklich so, dass die wenigsten Ärzte wirklich Ahung von bedingten Wahrscheinlichkeiten haben, ist in mehreren Studien raus gekommen - und Mathematiker nehmen daher ständig "Studien" auseinander.

Aber der Test ist halt günstiger, als direkt eine Fruchtwasseruntersuchung, weil die zumindest bei 100.000-(270+2991) Frauen entfällt... 
 

Ich meine 30 bekommen ein "gesund" Ergebnis, obwohl das Kind nicht gesund ist, nicht 300. 

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