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1 tote Tochter, 3 Fehlgeburten und kein Ende in Sicht....warum?

5. Juli 2014 um 10:37 Letzte Antwort: 6. Juli 2014 um 13:27

Am 11.07.2010 kam unsere Tochter Emma in der 23. SSW aufgrund einer sehr schlimmen Infektion im Mutterleib zur Welt und starb innerhalb einer halben Stunde. Und niemand hat etwas unternommen um sie doch noch zu retten. Ich weiß, dass sie kaum eine Chance gehabt hätte (im Nachhinein wurde festgestellt, dass sie selbst auch schon eine Lungenentzündung hatte), aber trotzdem war es grausam mitanzusehen, wie sie nach der Geburt da lag und niemand hat etwas getan. Im Gegenteil, gaben sie mir nicht einmal sondern fuhren mich schnurstracks in den Op zwecks NotOP bzw. Notausschabung, da sich die Nachgeburt nicht löste und alles furchtbar vereitert war. Und sie ließen sie mit meinem Mann auf einmal allein, der natülich total überfordert war und kaum mit dem Anblick seines sterbenden Kindes klar kam.
Im Krankhaus waren zwar alle echt nett und sehr führsorglich, aber ich bekomme diese Gedanken einfach nicht aus dem Kopf.

Noch dazu geht es uns nach wir vor schlecht, auch weil wir seither versuchen ein Geschwisterchen für Emma zu bekommen, das einfach nicht klappen will. Nach allen möglichen versuchten Methoden ohne Kinderwunschklinik sind wir letztes Jahr in ein Kinderwunschzentrum gegangen. Dort waren wir 10 Monate. 2x IUI, 1x IVF, 3x Kryo. Das Ergebnis: drei mal schwanger....drei Fehlgeburten. Ach ja. Manchmal frage ich mich echt warum alles so ungerecht ist. Dann heißt es wir sollen einfach weiter IVF machen. Aber das kostet immens viel Geld und wer garantiert mir, dass es keine weiteren Fehlgeburten gibt?! Holen derzeit eine zweite Meinung in in einem anderen Kinderwunschzentrum. Jetzt werden gerade tiefgründige Blutuntersuchungen gemacht, die uns auch wieder 400 kosten. Mal schauen, ob man da neue Erkenntnisse für unsere Behandlung erlangt. Mein PCO-Syndrom ist v.a. Schuld daran, dass uns die Ärzte kaum Chancen einräumen auf natürlichem Wege schwanger zu werden. Ich grenze mich von der Außenwelt immer mehr ab...manchmal ist es kaum erträglich.
Meine Psychologin hatte leider vollkommen recht: Uns wird es erst wieder besser gehen und wir werden erst dann besser mit dem Tod unserer einzigen Tochter klarkommen, wenn wir auch wieder etwas positives Erleben, sprich, wenn wir ein Geschwisterchen im Arm halten dürfen.
Seit vier Jahren eiern wir in dieser Hölle rum, haben alles versucht um wieder positiv in die Zukunft zu sehen....vergeblich. Ich weiß nicht, wie lange wir das noch aushalten....
Ist jemand in einer ähnlichen Situation?

Danke fürs Lesen und Zuhören. Vielleicht mag uns ja auch jemand auf unserer Hompage für unsere Maus besuchen. Freuen uns über jeden Besucher.
www.sternkind-emm.de

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5. Juli 2014 um 10:41

Sorry
sorry, Buchstabe vergessen

www.sternenkind-emma.de

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6. Juli 2014 um 13:27

Danke glueckskecks....
...für deine liebe Antwort und für die Kerze.
Der Grund warum es bei uns sehr unwahrscheinlich bzw. sehr sehr schwierig auf natürlichem Wege ist schwanger zu werden, ist mein PCO-Syndrom. D.h. jeden Zyklus reifen sehr viele Eibläschen heran und die ganze "Energie" wird auf all diese verteilt, anstatt dass sich die ganze Energie auf ein Eibläschen konzentriert und dieses ordentlich und "gesund" reift und es zum Eisprung kommt. Sprich, es geht bei mir in erster Linie um die Eireifung, die durch Stimualtion bzw. Spritzen unterstützt werden muss. Dann hieß es auch immer wieder: "Oje Frau Friedrich, Sie haben aber auch verdammt viel Pech!". Und das immer wieder. Spermienqualität bei meinem Mann ist auch nicht gerade extrem gut.

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